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Mittel-Ost-Europa

filia fördert in einer Welt, die sich ständig verändert.

1989 brachen Mauern, Systeme und Strukturen in den östlichen Nachbarländern zusammen. Von Anfang an hatte filia die Situation von Frauen in Mittel-Ost-Europa im Blick. Sie nutzte die neuen Möglichkeiten der Begegnung, um Aktivistinnen dabei zu unterstützen, eigene feministische Strukturen aufzubauen.


„Die Zusammenarbeit mit filia bedeutet für uns als Grassroot-NGO das Erleben von gegenseitigem Respekt unserer Kompetenzen und Bedarfe.“


Vanda Durbáková, Menschenrechtsanwältin bei Poradna,
Košice, Slowakei


Die Transformationsprozesse in den Ländern verlaufen sehr unterschiedlich, sie sind weder linear noch abgeschlossen. Für viele Frauen und Mädchen verschlechtert sich ihre Aussicht auf ein selbstbestimmtes Leben und die Verwirklichung ihrer vollen Menschenrechte durch Rückschritte: Wachsender Fundamentalismus wird auf den Rücken von Frauen und Mädchen ausgetragen; bewaffnete Konflikte verhindern emanzipatorische Entwicklungen; rigide Gesetzgebungen schränken die Handlungsspielräume der Zivilgesellschaft ein und erschweren finanzielle Unterstützungen.

filia entwickelt ihre Förderstrategie laufend weiter. So lernten wir, dass Frauenorganisationen verlässliche längerfristige Unterstützung brauchen, um ihre Strategien für sozialen Wandel umzusetzen. Deshalb gewährt filia neben den einjährigen Impulsförderungen auch dreijährige feste Förderzusagen mit der Übernahme von operativen Kosten.

filias Partnerinnen führen z. B. mehrjährige Kampagnen gegen häusliche Gewalt in der ländlichen Region in Georgien durch, setzen sich für Flüchtlinge auf den Straßen von Belgrad in Serbien ein, unterstützen junge Frauen in der Ukraine dabei, eigene Perspektiven zu entwickeln, und empowern Frauen in Goražde in Bosnien und Herzegowina, ihre Sicht auf lokalpolitische Probleme öffentlich zu vertreten.

filia unterstützt außerdem die Arbeit der Schwesterstiftungen in Mittel- und Osteuropa. Nach 1990 gründeten sich in sechs Ländern Frauenstiftungen, die den Frauenbewegungen vor Ort den Rücken stärken.

In so genannten Re-Granting-Programmen stellt filia Mittel zur Verfügung, die die Stiftungen mit ihren guten Kontakten und Feldkenntnissen an kleine zivilgesellschaftliche Organisationen vor Ort weiter verteilen.

Aus der über viele Jahre hinweg gewachsenen vertrauensvollen Zusammenarbeit gingen nun auch gemeinsame Projekte wie ein Austauschprogramm für junge Aktivistinnen aus Deutschland und Georgien oder eine gemeinsame Konferenz in Kiew zu intergenerativem Dialog zwischen Feministinnen hervor.