Der filia Stiftungsrat

Laut Satzung ist der Stiftungsrat alle drei Jahre (neu) zu wählen. Eine Findungskommission sucht geeignete Frauen und lädt sie ein, sich um freiwerdende Plätze im Stiftungsrat zu bewerben. Eine Wiederwahl ist insgesamt nur zweimal zulässig.

Die Frauen des Stiftungsrates arbeiten ehrenamtlich und bestimmen die Politik und Strategie der Stiftung und entscheiden zweimal im Jahr über die Vergabe der Fördermittel. Dabei werden sie von Arbeitsgruppen unterstützt: dem Beirat des Empowerment-Programmes Frauen* und Flucht sowie dem filia-Mädchenbeirat.

Am 18. Juni 2022 wurde ein neuer Stiftungsrat gewählt. Insgesamt sind vier neue Personen in filias Stiftungsrat aufgenommen worden. Ihre Fotos und Portraits werden wir in Kürze hier veröffentlichen. Wir gratulieren unseren „alten“ und „neuen“ Stiftungsrätinnen zur Wahl!

jirous

Vorsitzende: Dr. Dana Jirous

Geboren in Köln, Deutschland
Studium der Politikwissenschaften in Berlin, Paris, St. Petersburg, Promotion in Leipzig. Seit 2005 Mitarbeiterin bei OWEN – Mobile Akademie für Geschlechterdemokratie und Friedensförderung e.V. Schwerpunktthemen: Feministische Friedensarbeit, Zusammenarbeit mit Osteuropa, insbesondere post-sowjetischer Raum, biographisch-historische Ansätze der politischen Bildung.

„filia.die frauenstiftung begeistert mich, weil filia Frauen darin unterstützt zu Akteur*innen des Wandels in ihren jeweiligen Gesellschaften zu werden. Dieser Wandel beginnt bei filia selbst, indem Frauen verschiedener Generationen, Herkunft und Hintergründe gemeinsam Entscheidungen über die Schwerpunkte und Förderung von filia treffen. Gemeinsam Ressourcenverteilung und Machtverhältnisse infrage zu stellen, neu zu denken und anders zu leben – dafür setze auch ich mich ein.“

Aufsichtsrat Enertrag

Stellvertretende Vorsitzende: Dr. Heike Pfitzner

Geboren in Radebeul (Ostdeutschland)
Studium der Pädagogik in Moskau (Russland), Promotion in Entwicklungspsychologie (Halle, Berlin), seit 25 Jahren freiberuflich unterwegs als interkulturelle Trainerin mit Schwerpunkt Osteuropa; internationale Organisationsentwicklerin in Wissenschaft, Gesundheitswesen und Wirtschaft – Themen: nachhaltige Führung, Frauenförderung; lebt mit ihrer Frau im Wohnprojekt im Norden Hamburgs

„Für mich ist filia eine seit 21 Jahren tätige, sehr wirkungsvolle Gemeinschaft aus Frauen und Mädchen, die miteinander die Vision von einer gerechten Welt für alle Frauen und Mädchen teilen. Diese Gemeinschaft verstehe ich als „Community“ aus sehr diversen Menschen. In der aktuellen Zeit heftiger gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Umbrüche müssen wir filias lauter, sichtbarer und wirksamer werden. Eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten ist nur möglich, wenn wir uns noch stärker in die Prozesse der sozial-ökologischen Transformation einbringen. Dafür setze ich mich gern im Stiftungsrat von filia ein.“

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Barbara Ehbauer

Geboren in Deutschland
Nachhaltigkeitsökonomin. Studium der Ökonomie und Politikwissenschaften, insbesondere Nachhaltigkeitsökonomik (M.A.), in Erlangen, Barcelona und Oldenburg. Langjähriges Engagement in verschiedenen feministischen Gruppen. Berufliche Stationen in der internationalen Zusammenarbeit, u.a. in Uganda und Lettland. Ausgebildete Teamerin im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) durch die Deutsche UNESCO-Kommission e.V.
Schwerpunktthemen: Ökonomische Unabhängigkeit und sexuelle Selbstbestimmung von Frauen, Geschlechter- und Klimagerechtigkeit.

„Ich bringe mich gerne bei filia ein und schätze die Stiftung sehr, weil sie in der Stiftungswelt oft unterbeleuchtete feministische Themen stärkt und die Expertise von Frauengruppen vor Ort wertschätzt. Für mich bedeutet Feminismus intersektional zu denken und die verschiedenen Lebensrealitäten und Mehrfachdiskriminierungen in den Blick zu nehmen. Um wirklichen Wandel anzustoßen, finde ich es wichtig, dass Feminist*innen untereinander solidarisch sind und sich gegenseitig empowern.“

Suy Lan Hopmann

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Aileen Puhlmann

Geboren in Hamburg
Studium der Entwicklungspolitik und Afrika-Studien (BA, School of Oriental and African Studies, University of London) und Tourismus, Umwelt und Entwicklungspolitik (Kings College, University of London). Sieben Jahre Beraterin für lokale Wirtschaftsförderung (GIZ) in Südafrika (Eastern Cape), seit 2016 bei Lemonaid & Charitea e.V., mittlerweile als Vorständin. Ehrenamtliche Gründerin von Community Kids, einer Eltern-Kind-Initiative für Schwarze Menschen in Hamburg, freiberuflich und ehrenamtlich als Autorin, Trainerin und Speakerin in der Anti-Rassismus bzw. Empowerment-Arbeit aktiv.

Mein Engagement für filia ist einfach nur Ausdruck meiner Überzeugung davon, dass es notwendig ist, ehrenamtlich zu agieren, um Veränderung in dieser Welt herbeizuführen. Es ist auch ein Weg, meinen eigenen „Zeitwohlstand“ mit der Gesellschaft und vor allem mit Frauen* zu teilen. Ich stelle mir Fragen zu Macht, wer sie hat, wer sie aufgeben muss und wie sie eingesetzt werden muss, um ein klein wenig gerechter zu agieren. Ich bewundere die Arbeit, die filia schon seit vielen Jahren leistet und fühle mich geehrt, die Organisation in der eigenen Reflektion begleiten zu dürfen. Vor allem freue ich mich darauf, selber viel von filia zu lernen und einen Einblick in die tolle Arbeit zu bekommen.

Olga Shparaga

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Karin Stellwaag

Geboren in Stuttgart
Studium der Kunstgeschichte und der Empirischen Kulturwissenschaften in Tübingen, Tätigkeit als freie Journalistin im Bereich Kunst und Kultur.
Ausbildung zur Immobilienfachwirtin und seitdem als selbständige Unternehmerin in der Immobilienwirtschaft, hauptsächlich in der Bewirtschaftung und Verwaltung von gewerbe- und Handelsimmobilien.
Seit über 30 Jahren ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Organisationen, davon mehrheitlich mit Frauenschwerpunkt.

Ich engagiere mich für filia, weil für mich die Stiftung eine herausragende Möglichkeit ist, sich als Frau solidarisch mit anderen Frauen zu verhalten, weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Es ist wunderbar zu sehen, wie und wo sich Frauen aktiv einbringen, ihr Leben, ihre Rolle und damit ein Teil der Gesellschaft zu verändern. „Change not Charity“ ist die Haltung, mit der ich mich indentifiziere – Stärkung und Teilhabe, Rechte und Gerechtigkeit, Unterstützung und Solidarität von Frauen und Männern für eine bessere Zukunft.