Der filia Vorstand

Die drei Frauen des filia-Vorstands werden alle drei Jahre vom Stiftungsrat berufen. Auch sie arbeiten ehrenamtlich. Der Vorstand fungiert als Arbeitgeberin bei filia. Die Frauen des Vorstandes vertreten die Stiftung in allen Vertrags- und Rechtsangelegenheiten und sind zuständig für die Umsetzung der Beschlüsse des Stiftungsrates durch das Team der Geschäftsstelle. Die Vorsitzende arbeitet außerdem im Anlageausschuss mit.

Dorothee Vogt / fotografiert von Marianne Moosherr

Dorothee Vogt

Geboren in München
Studium der Angewandten Kulturwissenschaften in Lüneburg und Macerata (Italien). Expertin für progressive Philanthropie und Demokratie, berufliche Stationen im Bereich von Stiftungen, Impact Investment und Sozialunternehmertum. Aktuell Leiterin der Förderaktivitäten der Schöpflin Stiftung im Bereich „Wirtschaft& Demokratie“. Langjährig engagiert in feministischen Projekten. Teil einer Patch-Work-Familie mit 4 Töchtern.

Ich glaube an den intersektionalen Feminismus als gesellschaftliche Utopie, die alle Menschen befreien kann. Aus der jahrhundertelangen Unterdrückungserfahrung von Frauen und Mädchen kann die ungeheure Kraft entstehen, die es dafür braucht – wenn wir einander helfen über uns hinaus zu wachsen, indem wir uns organisieren, verbinden und füreinander einstehen. Dazu möchte ich mit meinem Engagement als Teil der filia-Gemeinschaft meinen kleinen Beitrag leisten.

Dr. Hedda Ofoole Knoll
© Robert Schlesinger

Dr. Hedda Ofoole Knoll

Geboren in Berlin
Studium der Betriebswirtschaftslehre in Berlin; Promotion zu CSR in globalen Lieferketten; Expert*in u. a. Anti-Diskriminierung/Belonging und Social Responsibility; ehemalige Geschäftsführerin von tbd* The Changer GmbH; aktuell General Director von Employers for Equality GmbH; freiberuflich als Speaker*in tätig; Beirat*in vom Intersektionalen Monitoring bei FairShare of Women Leaders und Advisory Board Member von Black in Tech.

„To be truly visionary we have to root our imagination in our concrete reality while simultaneously imagining possibilities beyond that reality.“ – bell hooks

Dieses Zitat begleitet mich, weil es den Raum zwischen bestehender Realität und visionärer Veränderung beschreibt, genau dort setze ich an. Mein Ziel ist es, dabei zu unterstützen, Anti-Diskriminierung, Belonging, intersektionalen Feminismus und Critical Wellness in den internen Arbeitsstrukturen von Stiftungen zu verankern. Als qualitative Netzwerkerin mit einem Blick für innovative Prozesse arbeite ich daran, Räume zu schaffen, in denen (mehrfach) marginalisierte und selbstbetroffene Personen nicht nur mitgedacht, sondern aktiv beteiligt, sicher, nachhaltig und wirksam werden – insbesondere in Entscheidungs- und Führungspositionen!
Bei filia engagiere ich mich, weil die Stiftung Räume eröffnet und stärkt, in denen genau diese Vision gelebt werden kann: eine intersektional feministische Stiftungsarbeit, die strukturelle Veränderungen möglich macht und neues Denken in Macht- und Entscheidungsprozesse bringt.

nilab-alokuzay-kiesinger-website
© Katrin Probst

Nilab Alokuzay-Kiesinger

Geboren in Kabul, Afghanistan
Jura-Studium in London (LLB und LLM). Berufserfahrung im gesellschaftspolitischen Bereich, u. a. Leitung der Geschäftsstelle und Sprecherin des Vorstands bei der Frankfurter Tafel e.V., aktuell Geschäftsführerin bei Start with a Friend e.V. Verschiedene Ehrenämter wie z. B. Vorstandsmitglied bei DHP e.V. in München, Mitglied des Beirates im Bündnis für Gemeinnützigkeit und Stadtbezirksvorsteherin in Frankfurt am Main. Expertise in politischer Interessenvertretung, Jugendpolitik und gesellschaftlicher Teilhabe.

Besonders beeindruckt hat mich der Grundgedanke, dass alle Stifterinnen unabhängig von der Höhe ihrer Zustiftung gleichberechtigt eine Stimme haben. Dieser Ansatz steht für eine Form von Mitbestimmung, die ich für zentral halte. Gerade in einer Zeit, in der wir gesellschaftlich eher Rückschritte in Fragen von Gleichberechtigung erleben, ist ein solcher Anspruch von besonderer Bedeutung.
Auch die aktuelle Transformationsphase der Stiftung sehe ich als einen Moment, in dem es wichtig ist, Entwicklungen zu begleiten und gleichzeitig offen für eigenes Lernen zu bleiben. Diese Verbindung aus Mitgestalten und Weiterentwicklung spricht mich sehr an.

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