"Insgesamt hat jetzt eine neue Phase eingesetzt, wo Leute richtig Spaß daran gewinnen, über Stiftungen etwas zu verändern. Es ist eine Form von Bewegung." Marita Haibach, filia Stifterin
filia.die frauenstiftung wurde 2001 von 9 Stifterinnen gegründet. Ende 2009 wird filia von 39 Stifterinnen getragen, die durch ihre Zustiftung das Kapital der Stiftung erhöhen.
Selbstverständlich kann jede Stifterin selbst entscheiden, ob sie für filia in der Öffentlichkeit präsent sein möchte. Sie kann anonym bleiben, nur den anderen Stifterinnen in der Stifterinnenversammlung bekannt werden oder auch in der Öffentlichkeit die Ziele und Projekte der Stiftung vertreten.

"Mit meinem Mann zusammen habe ich einen Sohn, mit einer Gruppe von Frauen zusammen habe ich eine Tochter: filia
Ich wollte das, was mir ohne mein Zutun zufließt, nicht allein für mich und meine Kleinfamilie nutzen. Mir schwebte vor, eine Stiftung zu gründen.
Nicht um Almosen zu verteilen, sondern um gesellschaftliche Veränderung, Gerechtigkeit zu fördern!
Anfangs war die Frauenstiftung eine Idee... Es war überaus sinnvoll, sich zusammenzutun...Dass es uns nach einem gemeinsamen Prozess gelungen ist, filia auf die Welt zu bringen, empfinde ich als ein großes Glück.
filia ist keine Stiftung im traditionellen Sinne, sondern hat auch einen demokratischen Charakter; Zustifterinnen können Einfluss nehmen."

„Spendenarbeit ist für mich politische Arbeit, soziales Engagement. Und da bin ich nun mal parteiisch für Frauen."
"Und warum nur für Frauen? Warum grenzen Sie sich so ein? Es gibt doch auch Männer auf der Welt, und Kinder!
Dieser Frage begegne ich oft, wenn ich von meiner Spendenarbeit erzähle. Sie kommt besonders häufig von Frauen - vielleicht, weil Männer sich nicht trauen, sie zu stellen, weil sie mir nicht zu nahe treten wollen, weil sie nicht das Gefühl haben, genug von der Materie zu verstehen, oder im Gegenteil, weil sie eine andere, feststehende Meinung haben."...

"Auf gleicher Augenhöhe fördern!"
Ihre überraschende Erbschaft empfand die frauenpolitische Aktivistin der frühen Stunde, Ute Pfeifer, fast schon wie einen Seitenwechsel, hatte sie selbst doch bis dato immer wieder erlebt, wie eng Geld und Macht miteinander verbunden waren.
Wie sie in filia die Chance sieht, die Dichotomie des Gebens und Nehmens aufzubrechen, ihren persönlichen Werdegang und ihre Visionen für die Stiftung...

"filia hat Zukunft als Stiftung und als Gemeinschaft von Frauen mit gleichen Visionen!"
Der Gedanke der Frauengemeinschaftsstiftung, in der mehrere Frauen gemeinsam ihr Geld für eine gerechtere Verteilung der Ressourcen zugunsten von Frauen einsetzen, gefiel mir besonders, und ich genoss die enge Gemeinschaft mit den anderen Stifterinnen. Die Aufbauarbeit beschäftigte uns mehrere Jahre . Es gab viele intensive Gespräche und Verhandlungen. 2001 gründeten wir filia.die frauenstiftung."
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"filia ist ein Sprachrohr für die Frauenstiftungen. Hier finde ich Menschen, die verstehen, was ich tue, kann mich austauschen, fragen und lernen. filia ist für mich wie ein Nest" sagt Brigitta Wardenbach. Sie ist überzeugt, dass alles auf der Welt miteinander verbunden ist: "Wir können uns nicht mehr voneinander abtrennen, wir hängen alle zusammen. Die Welt ist klein geworden, wir brauchen uns alle". Sie sensibilisiert andere Menschen für die Situation der stigmatisierten Frauen in Nepal und zeigt ihnen, dass man mit Geld auch andere Dinge tun kann.
"Und es ist wunderbar zu sehen, wie es Früchte trägt."

"Als Stifterin mache ich bei filia mit, weil...
...ich überzeugt bin, dass Frauenrechte und Menschenrechte unteilbar miteinander verknüpft sind.
Der Kampf für Gleichberechtigung von Frauen ist notwendige Bedingung für eine gerechtere, friedlichere Welt."

"Als Stifterin mache ich bei filia mit, weil...
...es mir Spaß macht, gemeinsam mit anderen engagierten Frauen das Ziel zu verfolgen, die Position von Frauen in der Gesellschaft zu stärken.
Dies ist für mich unabdingbar für ein gerechtes und zukunftsträchtiges Miteinander in dieser Welt."

"Als Stifterin mache ich bei filia mit, weil...
...ich mich mit meinem Engagement bei den Frauen vor uns bedanken möchte für alles, was sie für uns erkämpft haben;
so soll mein Beitrag Frauen und Mädchen helfen, unabhängig zu werden, ein lebendiges Leben zu leben, in Sicherheit."

Was hat Sie motiviert, bei filia Stifterin zu werden?
"Als ich von filia erfuhr, hat mir besonders imponiert, aus den mir zugeschickten Unterlagen entnehmen zu können, wie vielfältig filia sich für Frauen und Mädchen einsetzt. Das hat mich sofort überzeugt.
Ich habe keine Kinder, um ihnen mein Geld zu vererben. filia ist da meines Erachtens eine gute Alternative.
(...) Die Vorstellung der finanziellen Entwicklung von filia bestätigte meinen Entschluss, eine Stifterin von filia zu sein."

Was hat Sie motiviert, bei filia Stifterin zu werden?
"Bei dieser Stiftung hat mich besonders angesprochen, dass die Stiftung von Frauen für Frauen ist. Seit meinem Studium habe ich mich immer wieder in Frauengruppen engagiert, bzw. war in Frauenprojekten tätig [...] Sinnvoll erscheint mir auch das Stiftungsengagement im Ausland, und dass es bei den Projekten immer darum geht, Frauen zu unterstützen, damit sie ihr Recht auf selbst bestimmtes Leben wahrnehmen können.
Die Idee einer Gemeinschaftsstiftung hat mir auch gefallen: nicht einfach Geld geben und weg, sondern mitmachen und sehen, was das Geld bewirkt hat."

Was hat Sie motiviert, bei filia Stifterin zu werden?
Mich hat diese Aussage auf der Website gereizt: „Wer Frauen unterstützt, verändert die Welt“. Dieser Gedanke hat mich begeistert, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Frauen in vielen Situationen anders, auch effizienter als Männer an Dinge herangehen. Bei filia haben mich die Vielseitigkeit der Projekte und die Internationalität angesprochen, und es hat mir gefallen, wie genau filia hinschaut, wen und was sie unterstützt immer mit Blick auf einen Veränderungsansatz.