Geschichte und Vision von filia.die frauenstiftung
Unsere Vision ist eine gerechte und feministische Welt ein, in der alle frei, sicher und selbstbestimmt leben – verantwortungsvoll mit der Erde und solidarisch miteinander.
Unsere Mission:
filia.die frauenstiftung fördert Projekte von und für Frauen und Mädchen, die strukturellen Wandel zum Ziel haben. Unser Motto ist „Change, not Charity“ – „Sozialer Wandel, nicht Wohlfahrt“. Deshalb fördern wir vor allem Programme und Initiativen, die sich für die Freiheit von Gewalt einsetzen, gesellschaftliche Teilhabe fordern und demokratische Strukturen stärken – in Mittel- und Osteuropa und in Deutschland.
Was wir sind:
filia versteht sich als Tochter der Frauenbewegung. Daher der Name: filia ist das lateinische Wort für Tochter. filias Mission ist es, Mittel zur Verfügung zu stellen und diese zu „verwandeln“: Wir investieren Geld in Aktivitäten von Frauen, Mädchen und LBTIQ.
Die Gründerinnen haben sich 2001 für das Modell der Gemeinschaftsstiftung entschieden: Sie ist angelegt auf eine wachsende Gemeinschaft, die Kapital und Ideen investiert, damit Frauen, Mädchen und LBTIQ+ mehr Macht und Einfluss gewinnen.
filia ist eine Plattform zur Stärkung von Frauen und Mädchen. Wir fördern Frauen und Mädchen weltweit. Bis Ende 2024 hat filia über 600 Projekte in mehr als 50 Ländern unterstützt.
Was wir tun:
Wir unterstützen Frauen, Mädchen und LBTIQ+ weltweit bei der Umsetzung ihrer Ideen und Vorhaben, die sozialen Wandel zum Ziel haben. filia vertritt einen intersektionalen Ansatz: Unser besonderes Augenmerk gilt Frauen und Mädchen, die mehrfach diskriminiert und benachteiligt sind: wegen ihres Geschlechts, ihrer ethnischen und sozialen Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religion, ihres Alters.
filia fördert Graswurzelgruppen und Netzwerke, die sich für die Rechte von Frauen, Mädchen und LBTIQ+ stark machen und strukturell etwas verändern wollen. Warum? Weil wir denken, dass Frauen vor Ort die Situation am besten kennen und deshalb am besten einschätzen können, wie Geld sinnvoll eingesetzt werden kann. Weil wir sie als Expert*innen ernst nehmen. Und uns als Partner*innen sehen, nicht als Wohltäterinnen.
Unsere Mission als Frauenstiftung: Wir verteilen Geld um. Mit privaten Spenden und Zustiftungen können wir direkt Frauengruppen fördern. Dabei stehen kleinere Graswurzelgruppen ganz oben, die keinen Zugang zu diesen Quellen haben. Auf diese Weise unterstützen wir lokale und Community-basierte Programme.
Wir sind viele:
filia ist international vernetzt. Wir haben langfristige Partnerschaften mit Frauenorganisationen und -stiftungen in der ganzen Welt aufgebaut. Seit der Gründung ist filia Mitglied der weltweit wachsenden Frauenstiftungsbewegung.
Wie alles begann: Eine Stiftung von und für Frauen
Wir, die Gründerinnen von filia, haben die Vision von einer gerechten, menschenwürdigen und vielgestaltigen Welt, zu der Frauen Entscheidendes beizutragen haben. Es ist unser Interesse, dass Frauen und Mädchen überall auf der Welt bessere Chancen erhalten und dass sie ihr Leben selbstbestimmt gestalten können.
(Aus der Gründungspräambel 2001)
2001 haben neun Frauen filia.die frauenstiftung, mit einem Gründungskapital von 260.000 Euro, in Wiesbaden gegründet. Diese neun Gründerinnen sind Stifterinnen auf Lebenszeit. Sie wählten das Modell der Gemeinschaftsstiftung, das auf Wachsen und Mitmachen angelegt ist. Denn viele sollen sich daran beteiligen, die Welt für Frauen und Mädchen zu verbessern.
Anfangs wurden die Geschäfte ehrenamtlich geführt, aber bald war die Arbeit so nicht mehr zu bewältigen. Eine hauptamtliche Geschäftsstelle wurde gegründet und 2004 nach Hamburg verlegt.
Die Gemeinschaftsstiftung wurde größer. Nicht nur die Zahl der Mitarbeiter*innen wuchs, glücklicherweise wuchs auch das Kapital (Stand 2024: 16 Millionen Euro). Die Anzahl der Geber*innen und der Projektförderungen steigt ebenfalls kontinuierlich.
filia nach der Finanzkrise
Ein großer Einschnitt: Die Finanzkrise und die gesunkenen Renditen zwangen die Stiftung 2011, eine Förderpause einzulegen. Diese wurde gut genutzt: Nachdem durch die drastisch gesunkenen Zinsen das ursprüngliche Stiftungsmodell in Frage gestellt war, bekam das Fundraising eine wichtige Rolle. filia ist heute keine rein kapitalgestützte Stiftung mehr, sondern eine spendenorientierte Stiftung. Spenden, besonders regelmäßige Zuwendungen, können zeitnah genutzt werden und sichern die Arbeit der Stiftung. Außerdem akquirieren wir externe Mittel wie öffentliche Zuwendungen, Mittel in Kooperation mit anderen Stiftungen und mit Unternehmen.
