Netzwerktreffen feministischer Vereine und Gruppen
Netzwerktreffen in Berlin 2026
Feministische Graswurzelgruppen aus ganz Deutschland kommen zusammen
Über 30 FLINTA-geführte Initiativen, die derzeit von filia in Deutschland gefördert werden, haben sich im Juli 2026 in Berlin getroffen, um sich kennenzulernen und voneinander zu lernen. Am Ende des Wochenendes blieb ein Satz besonders hängen: „Connection is the foundation of social movements.“ – „Verbindungen sind das Fundament sozialer Bewegungen.“
Der Satz bringt die zentrale Erkenntnis des Treffens auf den Punkt: Finanzielle Förderung ermöglicht Projekte. Langfristig handlungsfähig werden Initiativen jedoch erst durch Vertrauen, gegenseitige Unterstützung und tragfähige Beziehungen – gerade unter den Bedingungen des aktuellen gesellschaftlichen Backlashs, den alle Teilnehmenden in ihrer Arbeit spüren.
Über das Förderprogramm
filia fördert in Deutschland derzeit 42 Graswurzelgruppen im Programm RISE. Alle Gruppen werden von dem ehrenamtlichen RISE-Beirat aus Engagierten und Expert*innen nach Kriterien wie Intersektionalität, Selbstbestimmung von Frauen, Mädchen und LBTIQ+ und Machtsensibilität ausgewählt.
Aus Einzelprojekten wird ein Netzwerk
Das Bedürfnis nach Austausch war riesig. Viele Teilnehmende schilderten dieselben Herausforderungen in ihrer Arbeit – ohne zu wissen, dass andere Initiativen ebenfalls genau an diesen arbeiten:
- die Unsicherheit projektbezogener Finanzierung
- die Frage nach tragfähigen Organisationsstrukturen
- das Spannungsfeld zwischen Engagement und Überlastung im Ehrenamt
Gleichzeitig wurde sichtbar, wie viel Wissen und Erfahrung bereits im Netzwerk vorhanden sind und wie viel Potenzial darin liegt, diese stärker miteinander zu teilen. Aus Bedarfen entstanden konkrete Verabredungen zu gemeinsamen Förderanträgen oder gegenseitiger Beratung. Noch vor Ort wurden Kommunikationswege aufgetan, damit es genau so weiter gehen kann.
Was ich aus dem Treffen mitnehme? Vor allem positive Energie und Hoffnung. Dadurch, dass ich die Arbeit der anderen Projekte bundesweit kennenlernen durfte, hilft es irgendwie in den aktuellen politischen Zeiten am Ball zu bleiben. Ich nehme außerdem ein Netzwerk mit.“
Wirkung, die über die Förderung hinausgeht
Viele Teilnehmende kamen erschöpft an und gingen mit neuer Energie, konkreten Kontakten und dem Gefühl, Teil einer größeren feministischen Bewegung zu sein.
Nicht nur für die Förderpartner*innen, auch für filia als fördernde Stiftung hat sich wieder deutlich gezeigt: Geld ermöglicht Projekte, Begegnung schafft Vertrauen, Vertrauen macht Kooperation möglich, und Kooperation macht Bewegungen widerstandsfähiger. Förderung endet nicht mit einer Überweisung. Sie schafft Beziehungen, gegenseitige Verantwortung und die Basis für Zusammenarbeit, die weit über das einzelne Projekt hinausreicht.
Mich hat die Vielzahl an BiPoc-Teilnehmer*innen sowohl aus den Förderprojekten als auch von filias Seite überrascht, weil ich aus Förderkontexten immer noch eher Mehrheiten von Personen aus der Dominanzkultur kenne. Das hat mich sehr gefreut. Danke dafür.“
Was ich mitnehme? Das gute Gefühl mit den Werten der Stiftung absolut identifiziert zu sein. Die Zuversicht, die aus der Förderung monetär und ideell kommt und die für unserer Projekt sehr wichtig ist. Die Wertschätzung für unsere Arbeit.“
Sie möchten Frauen, Mädchen und LBTIQ+ an der Wurzel stärken?
Förderung endet nicht mit einer Überweisung – aber damit die Überweisung erst möglich wird, benötigen wir Ihre Unterstützung. Setzen Sie sich für Empowerment und demokratische Teilhabe ein. Werden Sie regelmäßige Spenderin bei filia.
Das Programm RISE (kurz für: Ressourcen für Intersektionale Solidarität und Empowerment) wird gefördert von der Crespo Foundation.
Fotos: Esra Gültekin
