Feminist Landscapes – Zivilgesellschaftlicher Dialog mit allen Stimmen

 In Demokratien stärken, Kooperation, Mittel- und Osteuropa

Foto: Wer sitzt eigentlich mit am Tisch? Und wer fehlt? Diese Frage stellten sich die Teilnehmerinnen auf einer Konferenz in Berlin 2019.

Was sind die drängendsten Herausforderungen in der Frauenrechtsbewegung? Welche Themen werden weltweit bearbeitet? Über das internationale Netzwerk der Frauenstiftungen Prospera ist filia in ständigem Austausch zu diesen Fragen. Auch unsere Partnerinnen in Mittel- und Osteuropa sind Vertreterinnen und Sprachrohr für die Situation vor Ort und können einschätzen, mit welchen Herausforderungen Mädchen und Frauen gerade besonders zu kämpfen haben. Und doch fragen wir uns oft: Wer fehlt eigentlich am Tisch, wenn wir über Zukunftsthemen sprechen? Wer braucht mehr Sichtbarkeit und Gehör in den Frauenrechtsbewegungen?

Unser neues Kooperationsprojekt: Feminist Landscapes

Das Projekt „Feminist Landscapes – Zivilgesellschaftlicher Dialog mit allen Stimmen“ zielt darauf ab, marginalisierte Frauengruppen zu stärken, die noch nicht Teil der sichtbaren Netzwerke sind. Im ersten Schritt soll ein „Mapping“ feministischer Gruppen und Bewegungen aufzeigen, wer eingeschlossen und wer noch ausgeschlossen ist. Finden zum Beispiel Frauen mit Behinderung Gehör in den Debatten? Oder wie steht es um die Beteiligung von Sintize und Romnja? In dem Projekt sind Frauenrechts-Organisationen aus vier Ländern Mittel- und Osteuropas beteiligt: Armenien, Georgien, Polen und die Ukraine.

Stärkung der Netzwerke – national und länderübergreifend

Anhand des Mappings wird aufgezeigt, wie unterschiedlich die Wahrnehmung vulnerabler Frauengruppen in den beteiligten Ländern ist. Deutschland nimmt koordinierend an Programm teil. Kontinuierlicher Austausch zwischen den Frauenrechts-NGOs innerhalb der teilnehmenden Länder sowie länderübergreifend ermöglicht eine Stärkung der Allianzen innerhalb der Frauenbewegungen. Zudem wird das Netzwerk der unterschiedlichen Organisationen nachhaltig auf- und ausgebaut. Der stetige Austausch befördert außerdem eine Sensibilisierung für marginalisierte Frauen in der Zivilgesellschaft.

Das Projekt „Feminist Landscapes – Zivilgesellschaftlicher Dialog mit allen Stimmen“ wird gefördert vom Auswärtigen Amt.

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