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filia_news_2019/4 | filia.die frauenstiftung


Liebe Leser*innen, liebe Interessierte,

auf unserer letzten Teamsitzung haben wir gesammelt: Was war gut in den letzten Wochen 2019, was haben wir erreicht? Ehrlich gesagt brauchten wir so eine Fragestellung dringend, weil wir uns doch blass und erschöpft gegenüber saßen. Die Antworten auf diese Frage haben wieder Farbe in unsere Gesichter gezaubert.

Viele Anstrengungen haben sich gelohnt, der bisher größte von filia organisierte internationale Austausch in Berlin ging erfolgreich zu Ende. Das Thema ist hochaktuell und wird uns weitere Jahre beschäftigen: Diffamierungen, Bedrohungen und strukturelle Einschränkungen der Zivilgesellschaft, insbesondere von Frauen*rechtsorganisationen. Das Foto, das Sie hier sehen, wurde auf einer kleinen Stadtrundfahrt aufgenommen. Am Brandenburger Tor erzählten wir Berlinerinnen Geschichten vom Fall der Mauer. Auch nach 30 Jahren eine aufregende Sache.

Einige neue Förder*innen haben zu uns gefunden. Hier können Sie unsere 70. Stifterin besser kennen lernen. Dazu passt gut der Bericht einer Stifterin über die Geberinnen*reise, die im Oktober 2019 zu Partnerinnen* in Bulgarien ging.

Eine unserer strategischen Förderungen führt in kleine Dörfer in Tschetschenien. Hier können Sie nachlesen, wie eine Teilnehmerin beschreibt, was das Programm „Clubs for Change“  in ihr ausgelöst hat – und was ihre ersten konkreten Schritte in ein selbstbestimmteres Leben waren. Bewegend.

Das MädchenEmpowermentProgramm – das neuen Schwung aufnehmen konnte – wurde am 10. Dezember durch das Analyse- und Beratungshaus PHINEO mit ihrem Wirkt-Siegel ausgezeichnet.

Aktuell sind wir auf der Suche nach einer Verstärkung im Bereich Buchhaltung und Verwaltung. Bis zum 6. Januar 2020 kann sich noch beworben werden: /stellenausschreibung-2019/sachbearbeiterin

Und: Die neue Ausschreibung zur Projektbeantragung innerhalb Deutschlands ist in der Welt. Bis zum 16. Februar erwarten wir Projektanträge von und für Mädchen* und junge Frauen*. Das kann großzügig verbreitet werden: /filia-foerdert/antraege-stellen.html.

Bald finden die Bewerbungsgespräche für eine neue Projektleiterin* statt. Ihre Aufgabe wird es sein, ein Programm von und für Frauen* mit Fluchterfahrungen aufzubauen.

Sie sehen, filia geht in neue Felder, verbindet sich noch stärker und aktiver mit der Frauenstiftungsbewegung, sucht nach strategischen Partnerschaften und: Wir achten bei allen Aktivitäten auf Intersektionalität: Bei filia heißt das, dass mehrfachdiskriminierte Frauen* und Mädchen* bevorzugt, unterstützt und berücksichtigt werden. Denn sie haben es auch mehrfach schwerer, gesehen, gehört und geachtet zu werden.

Gefällt Ihnen, was filia unternimmt und unterstützt, damit es gerechter, feministischer und freudvoller zugeht hier bei uns und überall?

Wir freuen uns, wenn Sie unseren Newsletter lesen, zu Veranstaltungen kommen, uns mit Lob und Kritik begleiten, mit dabei sein wollen. Feiern Sie mit uns das Neue Jahr auf einem kleinen Empfang.

Unsere Spendenkampagne „Wir warten nicht, bis uns die Luft ausgeht!“ läuft erfolgreich. WICHTIG: Bitte geben Sie uns Ihre Adressdaten, damit Sie unsere Spendenbestätigung erhalten können. Einige fehlen uns noch.

Noch bis zum 31. Dezember verdoppeln wir jede Spende, auch jede neue oder erhöhte Fördersumme. Herzlichen Dank an alle, die bereits dabei sind.

Ihre Zuwendung gibt uns Bewegungsfreiheit und die Freiheit, Neues zu denken in einem Neuen Jahr.

Wir wünschen Ihnen Gesundheit, Zeit zum Innehalten zwischen den Jahren und Mut für Neues.

Bleiben Sie uns gewogen.

 

Ihre

Katrin Wolf und alle Frauen* bei filia




I. Ulrike Kraler, neue Stifterin und Spenderin, stellt sich vor: „Gemeinsam verändern wir die Welt“

Welch eine ermutigende Vorstellung, dass sich das Machtgefälle zwischen Männern und Frauen hin zu echter Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit verändert! Daran arbeitet filia, und das möchte ich unterstützen, so gut ich kann – und so lange ich noch kann mit meinen inzwischen 60 Jahren.

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Aufgewachsen bei Eltern, die sich als Sonderschul-Lehrer*innen für die Schwächeren in der Gesellschaft mit ganzem Herzen einsetzten und denen Gerechtigkeit ein Anliegen war, kam ich noch während der eigenen Schulzeit mit der Arbeit von Amnesty International in Berührung, die mich bis heute begleitet. Da mich meine berufliche Tätigkeit als Sonderschullehrerin, später Lehrerin und Schulleitung einer neu gegründeten Montessorischule, voll forderte, reduzierte sich mein Einsatz immer mehr auf Spenden an für mich wichtige Vereinigungen und NGOs. Dabei hatte ich immer das Gefühl, dass ich am liebsten noch viel mehr von dem teilen würde, was ich als materiellen Reichtum und als privilegierte Lebensweise empfinde. Meine Übung auf dem (Zen-)Meditationsweg (seit 1985) und meine Ausrichtung auf den Dharma, auf die Lehre des Buddha - seit nun 30 Jahren gemeinsam mit meinem Mann - ist mir eine wesentliche Unterstützung, in der Welt ein offenes, großzügiges und mitfühlendes Herz zu entwickeln und entsprechend zu leben.

Das Thema „Gleichberechtigung“ drängt sich nun seit Jahren immer mehr in den Vordergrund, und als ich vor etwa drei Jahren in der taz einen Artikel von Susanne Bächer mit dem Titel „Ist Erben ungerecht?“ und im März 2019 ein Interview mit Ise Bosch und Claudia Bollwinkel las, fühlte ich mich direkt betroffen und angesprochen. Wenn dieser Fall mal eintreten würde, also ein nennenswertes Erbe, wüsste ich, wohin damit. Mein Beschluss, mich als Zustifterin und Spenderin bei filia.die frauenstiftung einzubringen, stand fest. In der Lehre des Buddha, nach der ich mich bemühe zu leben und die ich seit 2012 auch als Meditationslehrerin weiterzugeben versuche, steht ausgeübte Großzügigkeit als tätiges Mitgefühl an erster Stelle. Die Einsicht in die Verbundenheit und gegenseitige Abhängigkeit allen Lebens führt zu entsprechend altruistischem Handeln. Genau das höre, lese und sehe ich auch bedacht und verwirklicht, wenn ich die Projekte von filia anschaue. Dabei gefällt mir ganz besonders, dass sie nicht „gießkannenmäßig“ wirken, sondern sich auf die Ermächtigung von Mädchen und Frauen konzentrieren! Welch eine ermutigende Vorstellung, dass sich das Machtgefälle zwischen Männern und Frauen hin zu echter Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit verändert! Daran arbeitet filia, und das möchte ich unterstützen, so gut ich kann – und so lange ich noch kann mit meinen inzwischen 60 Jahren.

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II. Raum und Zeit zum Luftholen: „Wir sind wie eine große internationale Familie.“

„Ich habe besser verstanden, was und warum ich es tue.“, schreibt eine Menschenrechtsaktivistin* aus Armenien nach unserem internationalen Austausch vom 11. bis zum 15. November in Berlin. Und weiter: „Ich war wirklich sehr müde und demotiviert in unserem Land (nach Attacken nationalistischer Gruppen

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in den Sozialen Medien und direkt auf Veranstaltungen), „ jetzt fühle ich mich wie wieder aufgeladen.“

Wir hatten es gehofft, wir haben viel dafür in der Vorbereitung getan. Jetzt danach sind wir alle bei filia motiviert, weiter an dem Thema und mit diesen Partnerinnen* zu arbeiten. Aus Armenien, Deutschland, Georgien und Abchasien, der Ukraine und aus Polen kamen Aktivistinnen* zusammen, die sich über ein Jahr lang – zusätzlich zu ihrer alltäglichen Arbeit in den Frauen*organisationen und -stiftungen – mit dem Thema „Shrinking Spaces“ beschäftigt hatten.

Das Thema ist schwer und kräftezehrend, deshalb sorgten die Trainerin Sandra Ljubincovic und die Psychologin Bojana Glusac (auf den Foto in der ersten Reihe rechts) dafür, dass Decken und Matten zur Wahl standen. Es sollte eine vertrauensvolle, warme und entspannte Atmosphäre geschaffen werden.

Während dieser gemeinsamen Woche stellten wir uns folgende drei Fragen:

1. Was erlebe ich gerade in meiner Organisation und meinem Land an Bedrohungen und Einschränkungen?

2. Welche Wirkung hat das auf mich persönlich, auf meine Organisation, unsere Gesellschaft?

3. Welche Methoden und Strategien können erfolgreiche Gegenentwürfe darstellen?

Impulse von außen kamen am dritten Tag, dem Tag der Strategien und Guten Beispiele dazu: Stefan Diefenbach-Trommer stellte die Allianz für die Rechtssicherheit politischer Willensbildung vor, die das Ziel hat, das Gesetz zur Gemeinnützigkeit so zu überarbeiten, dass auch politische Willensbildung als gemeinnützig anerkannt werden wird. Es gab in den letzten Wochen mehrere skandalöse Urteile, die zukünftig ausgeschlossen werden sollen. filia ist der Allianz beigetreten, um die Zivilgesellschaft zu stärken – auch in Deutschland.

www.zivilgesellschaft-ist-gemeinnuetzig.de/die-allianz/

Ein vierstündiger Workshop, den Peter Steudtner – holistic security for activists – vorbereitet hatte, führte in die digitale Welt. Danach möchte frau am Liebsten alle Computer und Smartphones abschalten, denn: Wirklich sichere Kommunikation ist nicht leicht zu haben.

Noch sind wir dabei, dieses zweijährige Programm auszuwerten. Den Fragebögen können wir entnehmen, dass schon das Zusammenkommen an sich einen stärkenden Effekt hat.

Über konkrete Strategien müssen wir uns weitere Gedanken machen – und diese dann auch umsetzen. Dazu ist filia an zwei Projekten 2020 und 2021 mit beteiligt.

Auch die Direktorin des Institutes für Menschenrechte, Frau Prof. Dr. Rudolf, schlug in ihrem Eingangsstatement auf unserer Abschlussveranstaltung vor, sich zu vernetzen und auszutauschen. Auf der Veranstaltung hatte jedes Land zwei oder drei Aktivistinnen* ausgewählt, die etwas aus ihrer Arbeit und dem berichteten, was sie in der Woche erlebt hatten. „Aktivistinnen sind wie Popstars“, sagte Gohar aus Armenien. Sie meinte damit eine Präsenz, die auffällt und begeisterte Verbündete schafft. Nicht für alle war die Bühne ein gewohnter Ort, und wenn einer Frau* die Worte ausgingen, wurde sie durch Applaus ermutigt weiterzusprechen.

„We were like a big international family.”, meinte Olesia aus der Ukraine und Lara aus Armenien ergänzte: “More such retreats for our global friends – more love – let’s fight together. Don’t stop! Invite more participants from Caucasian countries…”

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Sandra und Bojana in der ersten Reihe Foto: Isabell Mertens Lara Foto: Isabell Mertens



III. Europäische Frauenstiftungen: On the right Track

Ende September waren Sonja Schelper und Nina Hälker für filia beim diesjährigen Treffen der europäischen Frauenstiftungen von Prospera. 28 Frauen aus elf europäischen Ländern diskutierten in Georgien über ihre aktuellen Förderprojekte sowie über die strategische Weiterentwicklung der Stiftungen. Insbesondere zwei Themen nahmen in

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diesem Jahr breiten Raum ein: Der erschreckenderweise immer noch zunehmende Rechtsruck in allen Ländern und das Thema Digitale Sicherheit. Hierbei ging es neben Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung über die Notwendigkeit digitaler Sicherheit auch um Fragen der konkreten Umsetzung.

Der gesellschaftliche Rechtsruck ist – das berichteten alle Frauenstiftungen – verbunden mit oftmals massiven Einschränkungen von Frauenrechten und der Arbeit von Frauenorganisationen. Die Frage, welche Auswirkungen "Shrinking Spaces" auf den Alltag von Stiftungen und Feministinnen haben, ist also nicht nur bei unserer Projektkooperation mit den Frauenstiftungen in Armenien, Georgien, der Ukraine und Polen Thema, sondern auch weit darüber hinaus. Vielerorts bedeuten zunehmender Nationalismus und Fundamentalismus spürbare Einschränkungen sowohl für die Arbeit als auch für das Leben und die persönliche Sicherheit von feministischen Aktivistinnen* und Mitarbeiterinnen der Frauenstiftungen.

Diese Entwicklung wird in einem neuen Kooperationsprojekt, das mit Unterstützung der Open Society Foundation OSF stattfindet, genauer unter die Lupe genommen werden: Im Projekt "On the right Track" erarbeiten elf europäische und acht lateinamerikanische Frauenstiftungen im kommenden Jahr Strategien, um der Rechtsentwicklung konkrete Maßnahmen entgegenzusetzen. Außerdem können wir mit denselben Partnerinnen*, die im November nach Berlin kommen werden, 2020 an dem Thema weiterarbeiten unter dem Motto: „Basisfrauen mobilisieren gemeinsam für Demokratie“, wieder in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt.

Beim zweitägigen Workshop zu Digitaler Sicherheit haben wir uns viel über unseren eigenen Umgang mit digitalen Tools ausgetauscht. Wo landen die Daten, die wir über Messenger wie WhatsApp oder Dienste wie Google verschicken? Wer kann sie "unterwegs" lesen? Wir haben über Bequemlichkeit versus Sicherheit und über das Verhältnis von freier Software gegenüber der oftmals viel verbreiteteren Software, die von großen Unternehmen/ Diensten wie z. B. Google angeboten werden, diskutiert. Im Workshop wurde uns einmal mehr bewusst, wie wichtig konkretes Wissen über digitale Kommunikation ist.

Weitere Themen beim Netzwerktreffen waren auch der bei einigen, insbesondere den älteren Frauenstiftungen – und bei Prospera selber – in den nächsten Jahren anstehende Generationenwechsel. Damit verbundene Fragen waren: Wie kann ein solcher Wechsel vorbereitet werden? Wie kann ein Wissens- und Erfahrungstransfer zur jüngeren Generation gelingen? ... Damit eng verknüpft war ein Praxisbericht des Ukrainian Women's Fund: Die Ukrainerinnen* haben in der jüngeren Vergangenheit viel darüber diskutiert, wie die Zusammenarbeit von bzw. die Verständigung zwischen jungen und älteren Feministinnen* funktionieren und wie vermeintliche Kommunikationsbarrieren zwischen den Generationen überbrückt werden können. Ein Thema, das auch in anderen Ländern und Stiftungen auf offene Ohren stieß und mit dem sich filia mehrfach beschäftigt hat.

Sie merken schon, es gibt noch viel zu tun. Diese beiden großen Themen des Netzwerktreffens werden uns auch in den nächsten Jahren begleiten! Das Treffen war eine gute Vorbereitung zu unserer internationalen Tagung im November in Berlin.

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IV. Clubs for Change: Ein Blick in die Bergdörfer Tschetscheniens

Im vergangenen Herbst begann die mehrjährige Förderung (2018 – 2020) von Vsgeda Vmeste, „Immer zusammen“ in Grozny, Tschetschenien. Es ist die einzige Jugendorganisation, die sich für die Rechte von Mädchen in Dörfern in der Bergregion Tschetscheniens einsetzt. Besonders Mädchen in ländlichen Gebieten werden traditionell

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für Haus- und Hofarbeiten sowie Familienpflege eingesetzt und bleiben oft ohne jegliche Bildung. Die daraus entstehende auch wirtschaftliche Abhängigkeit gepaart mit verschiedenen erlebten Formen häuslicher Gewalt und Frühverheiratung führen zur Fortführung dieser Diskriminierung in der nächsten Generation.

Viele der Landfrauen* konnten bislang nie ein Bewusstsein über die eigene Situation entwickeln – und hier setzen Aktivistinnen von Vsgeda Vmeste mit dem Aufbau von zwei „Clubs for Change für Frauen*/Mädchen*“ an:

Wie uns Projektleiterin Makka schreibt, war es zunächst schwierig, für die Arbeit in den beiden ausgewählten Dörfern (mit vielen weiblichen Analphabeten und hoher Rate an häuslicher Gewalt) Teilnehmer*innen und Aktive zu finden. Nach anfänglichen Hindernissen wurden die Angst vor Repression und die befürchtete offene Ablehnung der Familienvorstände (nach dem Motto „Ihr verderbt uns die Kinder“) jedoch in Energie und Vertrauen umgewandelt. Zwei „Clubs“ entstanden und in ihnen fanden Teeparties und Ferienangebote statt. Eine langjährig erfahrene Psychologin gab die ersten Trainings für ca. 150 Mädchen* und Frauen* und eine wöchentliche Selbsthilfegruppe gründete sich. Das Wichtigste daran, so Makka, war, „dass wir den Mädchen einen Weg aufzeigen konnten, wie sie ihre Wünsche und Ziele erreichen können: über Bildung, Partizipation an Entscheidungen über das eigene Leben, wirtschaftliche Unabhängigkeit, gute Beratungsangebote und aktive Teilnahme an der Veränderung.“

Eine Trainingsteilnehmerin (Mutter, 30 Jahre alt) berichtete, dass sie mit 18 Jahren ihre zweite Tochter – statt eines von der Familie ersehnten Sohnes – geboren hat. Das Recht der Namensgebung haben in Tschetschenien allein Schwiegereltern oder andere Verwandte des Ehemannes und es gibt keine Möglichkeit des Widerspruchs.

Die Tochter erhielt den Namen “Yalita”, was übersetzt “Sterben” bedeutet.

“Nachdem meine älteste Tochter (14) vom Elterntraining in ihrem Center erzählt hat, bin ich dort hingegangen. Es war das erste Training meines Lebens und es hieß “Der Weg zu dir selbst”. Als ich von diesem Training nach Hause kam, dachte ich, dass ich keine Antworten auf all die Fragen der Trainerin hatte. Ich wusste nicht, warum ich Demütigungen ertrage, welche Ziele ich verfolge, wofür ich überhaupt lebe. Als ich über diese Fragen nachdachte, merkte ich, dass ich mir für meine beiden Töchter ein glücklicheres Leben wünsche. Ich verstand, dass ich mir ein Ziel setzen muss, um meine Töchter glücklich zu machen. Ich selbst kannte nur Sätze mit “du sollst” und “du musst”. Plötzlich fiel mir auf, dass ich niemandem etwas schuldig bin – und wenn jemand anderer Meinung ist, kann ich dagegen halten – auch bei meinem Ehemann, der denkt, ich habe mich für ihn und seine Familie aufzuopfern. Als erstes habe ich den Namen meiner Tochter in “Bahumisud” geändert, was so viel heißt wie “Goldene Blume”. Als meine Schwiegermutter sich beschwerte, habe ich ihr gesagt, dass sie sie weiter beim alten Namen rufen kann, aber ich diesen schrecklichen Namen nicht mehr verwenden werde…”

filias Förderung ist die einzige stabile Finanzierung für das Projekt. Nach diesem Mut machenden Start gehen Makka und ihre drei jungen Vollzeit-Kolleginnen sowie die acht Teilzeitkolleginnen und die fünf Ehrenamtlichen in das nächste Jahr. Aufbauend auf dem Vertrauen von und zu den Frauen und Mädchen in den Dörfern wollen sie im zweiten Förderjahr mit ihnen eigene Projekte entwickeln und sie dabei unterstützen, ihre Ziele aktiv im Dorfleben zu gestalten.

Von filia erhalten sie dafür im zweiten Förderjahr 17.000 Euro. Und wir drücken ihnen kräftig die Daumen: Schon zwei Runden haben sie bei der Nominierung zum withandforgirls award geschafft und eine Entscheidung steht in Kürze an. „Die internationale Sichtbarkeit,“ so Makka, „haben wir jetzt schon gewonnen. Das Vertrauen von filia stärkt uns sehr.“

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V. Updates aus dem MädchenEmpowermentProgramm MEP

2019 war ein ereignisreiches Jahr für den Mädchenbeirat: Neben Veranstaltungen mit benefit cosmetics (Pressetermine, Kick-Off-Meetings etc.) gab es viele weitere, auf denen Mädchenbeirätinnen* und Janet Owusu präsent waren. Hier finden Sie eine Auswahl davon, außerdem das tolle Ergebnis aus der Unternehmenskooperation und den Rückblick einer Beirätin* zum Projektbesuch.

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„Vertrauen – Macht – Wirkung“

Am 08. Oktober wurden wir zu der Auftaktveranstaltung der Initiative „VertrauenMachtWirkung“ eingeladen, um filia und unsere Arbeit vorzustellen und den Mädchenbeirat als „best practice“-Modell für Partizipation zu präsentieren. Katrin Wolf, die Mädchen*beirätin Zilan Özkan und Janet Owusu, die neue Referentin des MEP, berichteten über Chancen und Herausforderungen der Arbeit des Mädchenbeirates. Unser Projekt erhielt viel Anklang und es bestand ein großes Interesse daran, zu erfahren, welche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen es braucht, um in der eigenen Stiftung oder Organisation einen partizipativen Ansatz so zu verfolgen, dass es nicht zur „Scheinpartizipation“ kommt. Partizipation heißt immer auch Veränderung, Teilung von Macht und Weiterentwicklung. Deshalb ist es wichtig, uns immer wieder selbstkritisch zu hinterfragen!

Die Initiative wurde von Ise Bosch, Wider Sense und PHINEO ins Leben gerufen, um eine partizipative, innovative und diversere Stiftungslandschaft zu entwickeln. (www.vertrauen-macht-wirkung.de).

Projektbesuch beim Projekt: FLIT Solidarity Africa „Life under umbrella“

„This is our home where we live our whole life, but we have to leave (…) leave the home, leave the country…Leave. We don’t want to see you. We don’t want to see you. Even the neigbours say No [abwehrende Handbewegung] , don’t play with our children, dont talk to us. You know!?“ Projektteilnehmer*in von „Life under Umbrella“.

Vom 8. bis 10. November besuchte der Mädchenbeirat das Projekt FLIT Solidarity Africa (Theaterstück: Life under umbrella) der Organisation LeTrA in München. Schwarze lesbische, geflüchtete Frauen* aus Uganda initiierten hier ein eigenes Theaterstück, in dem sie ihre traumatischen Erlebnisse verarbeiten und sichtbar machen. Von der Regie und dem Bühnenbild über die Kostüme bis hin zu den Geschichten, die erzählt wurden, haben die Frauen* alles selbst entwickelt. Zur Unterstützung haben sie sich mit einer queeren Männer*gruppe zusammengetan, die ebenfalls aus Uganda geflohen ist. Die Zusammenarbeit wirkte ausgeglichen, das Miteinander respektvoll. Auf uns machte das einen sehr positiven Eindruck, da es um gemeinsame strukturelle Diskriminierungsformen geht, die auch gemeinsam sichtbar gemacht werden wollen.

In Gesprächen mit den Teilnehmenden wurde die Bedeutung dieser Zusammenarbeit deutlich. Wir waren emotional sehr gerührt von einer kurzen, 20-minütigen Darstellung, die uns vorgespielt wurde.

Mit der Förderung von 5.000 € kann das Theaterstück zumindest in München aufgeführt werden.

Am Abend trafen wir bei einem sehr netten Essen die Münchener Stifterinnen* Simone Tappert und Stephanie Gerlach, mit denen wir uns über den Projektbesuch austauschten. Text: Tuja Pagels & Janet Owusu

Hier die Sicht des Projektbesuchs von Zilan Özkan:

Der Austausch mit den Teilnehmerinnen* des Projekts war für den Mädchenbeirat insgesamt sehr bereichernd und wurde im Laufe des Tages stetig besser. Zu Beginn des Tages stellte sich uns eine Herausforderung: der Bruch unserer fest zusammengewachsenen Gruppe. Tatsächlich war es anfangs sehr schwierig, die einzelnen Gruppen (sowohl unsere als auch die der Projekt-Teilnehmerinnen*) aufzulösen und damit den Wortwechsel anzuregen. Dass die Räumlichkeiten des Projekts und der damit für die Teilnehmerinnen* verbundene geschützte Raum von Unbekannten betreten wurde, förderte den Wortwechsel wohl nicht. Diese etwas angespannte Situation wurde mithilfe einiger Kennlernspiele unserer Cocos (Mali und Tuja) in kürzester Zeit aufgelöst: Wir entdeckten Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit den Frauen* vor Ort, fingen an gemeinsam zu Lachen und lockerten die Atmosphäre. Im Anschluss kamen wir in den Genuss des köstlichen (und natürlich selbstgemachten) Essens und konnten nicht aufhören zu schwärmen – diese Geste war unheimlich lieb. Auch wenn der Tag sehr positiv begann, so endete er ziemlich emotional.

Nun kam es zur Aufführung: „Wir aka.“ Die Zuschauerinnen* waren alle sehr gespannt und bekamen die Aufregung der Teilnehmerinnen* vor dem endgültigen Start der Aufführung mit. Uns erwartete ein sehr lebendiges, lautes, mit Emotionen behaftetes „Theaterstück“. In diesem Kontext setze ich Theaterstück in Anführungszeichen und das hat seine Gründe, dazu später mehr.

Inhaltlich war die Aufführung breit gefächert. Im Vordergrund stand der Konflikt zwischen LGBTQI*-Thematiken mit den in Uganda vertretenen kulturellen Werten. Zwei junge Frauen* begannen eine heimliche Affäre miteinander und setzen des Schutzes wegen niemanden davon in Kenntnis. Während ihre Romanze gerade erst Feuer fing und aufzublühen schien, erlosch das Feuer innerhalb kürzester Zeit. Sie wurden von der Mutter der Hauptdarstellerin erwischt und mussten ihre Affäre umgehend beenden. Es folgten Vorwürfe, Bedrohungen, der Ausschluss aus der Familie, psychischer Druck und Einsamkeit. Die Mutter wiederholte immer und immer wieder: „Why me? Why me?“, während die Tochter* um Verzeihung bat. Oft wurde der Bezug zur Kultur hergestellt und zur Intoleranz der im Gebiet lebenden Menschen. „Niemand wird dich mit dieser Neigung akzeptieren!“ war eine der Hauptaussagen. Wir bekamen nur einen kleinen Ausschnitt (ca. 20 min) der Aufführung mit, denn diese soll im Sommer 2020 ganze zwei Stunden einnehmen.

Die Aufführung endete sehr bedrückend und machte uns nachdenklich. Für meinen Teil muss ich gestehen, dass ich meine Emotionen fest unter Kontrolle zu halten versuchte. Am Ende setzen wir uns alle in einen Stuhlkreis und hörten uns die Anliegen der Teilnehmerinnen* an. Einige berichteten von Hilfsorganisationen in Uganda und deren täglichen Kampf mit der Gesellschaft. Von einem/einer der Teilnehmer*innen hieß es: „Wir haben es geschafft, aber wir wollen für unsere Brüder und Schwestern in unserem Heimatland kämpfen. Die haben es schwer und werden jeden Tag mit diesem Konflikt konfrontiert. Wir sind hier in Deutschland geschützt.“

Auch hier kamen wir in den Austausch und nahmen uns sehr viele Aussagen zu Herzen – das Leben da draußen ist kein Kinderspiel, es ist einfach verdammt hart für einen großen Teil der Weltbevölkerung.

Wir haben eine sehr reale Aufführung zu sehen bekommen – ein „Theaterstück“ das niemals hätte realer „gespielt“ werden können. Die Teilnehmerinnen* erzählten, dass sie noch keinerlei schauspielerische Erfahrungen gemacht hätten und von ihrem Auftreten nicht wirklich überzeugt seien. Wir waren von diesen Aussagen zunächst sehr überrascht und konnten den Worten kaum Glauben schenken. Gewiss… die Teilnehmerinnen* hatten Recht – vielleicht sind sie keine professionellen Schauspielerinnen*, aber das müssen sie auch nicht sein, wenn sie Szenen wiedergeben, die sie selber erlebt haben. Text: Zilan Özkan

 

benefit cosmetics – Unternehmenskooperation 2020

 

Unmittelbar nach dem Projektbesuch ging es für Janet Owusu auch schon nach Düsseldorf zu benefit cosmetics, um den neuen Spenden-Scheck 2020 entgegen nehmen zu können. Gemeinsam mit zwei Vetreter*innen des Mentorenprogramms „Balu und Du“ wurden wir herzlich zum Frühstück empfangen. Nachdem wir jeweils von unseren Projekten berichtet hatten und uns austauschten, war die Aufregung groß: Weder wir von filia noch „Balu und Du“ wussten bisher, wieviel Geld bei dem Spendenmonat Mai 2019 herausgekommen war.

Wir freuen uns deshalb sehr und sind dankbar, dass die Fördersumme von benefit cosmetics für 2020 auf 191.863,66 € gestiegen ist!

Mit dieser Summe ist es uns möglich, mehr Projektförderung zu leisten und das MädchenEmpowermentProgramm weiter auszubauen. 2020 kann kommen!

 

 

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VI. Empowerment wirkt!: filia erhielt mit dem Mädchenbeirat Wirkt-Siegel von PHINEO!

Am 10. Dezember wurde filia in Berlin das „Wirkt-Siegel“ verliehen. Mit der Beschreibung des Mädchenbeirats stellte filia 2018 den Antrag auf Prüfung des nachhaltigen Programmes innerhalb der Stiftung. Das Gütesiegel des Beratungsunternehmens PHINEO geht an gemeinnützige Projekte in Deutschland,

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„die das Potenzial dazu haben, besonders wirkungsvoll zur Lösung eines konkreten gesellschaftlichen Problems beizutragen.“ Der Vergabe vorausgegangen war eine aufwendige Analyse des Wirkungspotenzials des Mädchenbeirats. Betrachtet wurden das Konzept und die Ziele ebenso wie die konkrete Arbeit.

Der Mädchenbeirat hat bei filia vor fast acht Jahren als Pilotprojekt zur Partizipation mehrfachdiskriminierter Mädchen* und junger Frauen* zwischen 14 und 23 Jahren an Förderentscheidungen der Stiftung begonnen. filia reagiert damit auf ein konkretes Problem: Die Beschränkung der persönlichen Entscheidungsfreiheit und der Handlungsräume von Mädchen* und jungen Frauen* in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Der Mädchenbeirat ist wichtiger Teil des MädchenEmpowermentProgramms (MEP) bei filia: Die Beirätinnen* diskutieren über Projektanträge und entscheiden selber über die Förderung von Projekte von und für Mädchen* mit Mehrfachbenachteiligung. Und die Mädchen* und jungen Frauen* vertreten den Beirat in der Öffentlichkeit, wie zum Beispiel vor Kurzem beim Deutschen Ingenieurinnentag „Girls for Global Goals“ (www.dibev.de).

Bei der Analyse und Bewertung des Mädchenbeirats waren die Mitarbeiter*innen von PHINEO beeindruckt davon, „mit welcher Aufrichtigkeit und Konsequenz [die Mädchenbeirätinnen*] Partizipation und Selbstbestimmung auf allen Ebenen aktiv leben, hinterfragen und weiterentwickeln“: Dem Empowerment-Gedanken ist der Mädchenbeirat immer treu geblieben. Er ist darauf ausgelegt, Mitbestimmung zu fördern, Selbstwirksamkeit zu entfalten und sich gegenseitig durch das Erfahren von Zugehörigkeit zu stärken.

Mit dem Wirksiegel wird unser Empowerment-Ansatz unterstützt: Diejenigen, um die es geht, sollen für sich selbst sprechen. filia überträgt hier Verantwortung und Entscheidungsmacht auf die nächste Generation. „Wir sind diejenigen, die am besten beurteilen können, was Mädchen* und junge Frauen* brauchen.“, meint eine Mädchenbeirätin*.

 

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VII. Gut „behütet“ durch Bulgarien: Die 4. filia-Geberinnenreise

Acht Förderinnen* und Stifterinnen* und Sonja Schelper als Geschäftsführerin reisten für sechs Tage nach Sofia und Plovdiv, um sich Projekte, die von filia unterstützt werden, vor Ort anzusehen. Das war, wie auch in den letzten Jahren, sehr aufschlussreich und bewegend.

Eigentlich wusste ich sehr wenig über Bulgarien,

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außer dass es das ärmste Land der EU ist. Das war‘s dann auch schon. Umso mehr war ich erstaunt zu sehen, dass Sofia, wie auch Plovdiv, moderne Innenstädte haben: Hier sind wie in allen anderen europäischen Hauptstädten die angesagten Modeketten vertreten ebenso wie hippe kleine Restaurants, in denen die Szene sich zum veganen Mittagessen trifft. Immerhin habe ich in Sofia den teuersten und besten Espresso meines Lebens getrunken!!!

Genauso modern, aufgeschlossen und professionell haben sich auch die Projekte präsentiert. So waren wir am Anfang unserer Reise erstmal bei der Bulgarischen Frauenstiftung, die eine Kooperationspartnerin von filia ist. Sie war u. a. auch maßgeblich an der Reiseplanung vor Ort beteiligt. An dieser Stelle nochmals vielen Dank!

Eins der Projekte, die wir kennen lernten, war Rainbow Hub, LGBT Community Center in Sofia. Erschreckend waren hier die Sicherheitsvorkehrungen: vergitterter Eingang, Kameraüberwachung auf der Straße und am Hauseingang.

Danach besuchten wir ein Community Center in Plovdiv, das sich für Geschlechtergerechtigkeit sowie gegen geschlechtsspezifische Gewalt einsetzt. Das Center arbeitet auch eng mit der Roma Community zusammen und bietet u. a. kostenlose Rechtsberatung an.

Als letztes besuchten wir ein Frauenhaus in Pernik. Es ist eines der ganz wenigen Frauenhäuser in Bulgarien, sehr liebevoll gestaltet mit Garten, vielen Tieren und einem speziellen Kinderangebot.

Wir waren sehr beeindruckt, mit wie viel Energie und Enthusiasmus sich die Frauen für die jeweiligen Projekte einsetzen. Vieles wird ehrenamtlich realisiert, weil nicht genügend Mittel zur Verfügung stehen. Da wurde eine unglaubliche Kraft ausgestrahlt!

Neben den Projekt-Besuchen hatten wir eine fantastische Stadtführung in Sofia einschließlich einer Einführung in den Bulgarischen Volkstanz, sind abends mit Frauen aus unterschiedlichen Organisationen zum lockeren Austausch und Kennenlernen essen gewesen, haben uns auf eigene Faust Sofia und Plovdiv angesehen, haben die Bulgarische Küche bewundert, den Rotwein genossen, hippe Cocktails getrunken... Rundherum eine gelungene Reise, die am letzten Tag noch mit einem kleinen Highlight gekrönt wurde: Der Lebenspartner einer Frau des Bulgarischen Women’s Fund ist Hutmacher und hat uns in sein Atelier eingeladen.

And last but not least: Vielen Dank an Sonja und an filia, dass solche Reisen ermöglicht werden.

Text: Charlotte Schnatmeier, Stifterin

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VIII. Rising voices – making choices: filia empowert Frauen mit Fluchterfahrung

Wir haben tolle Neuigkeiten: filia entwickelt seit Oktober für zunächst drei Jahre ein neues Förderprogramm mit dem Titel „Rising voices – making choices“. Ziel ist die Stärkung der Selbstorganisation von in Deutschland lebenden Frauen mit Fluchtgeschichte. In Konzept und Umsetzung orientiert es sich an filias MädchenEmpowermentProgramm. maedchenempowermentprogramm.html

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“Rising voices – making choices“ möchte eine Lücke schließen, die sich im Bereich der Unterstützung von Projekten geflüchteter Menschen zeigt, denn die spezifische Situation von Frauen mit Fluchtgeschichte wird nur selten in der Fördermittelvergabe adressiert. filias neues Programm folgt dem Ansatz des „participatory grantmaking“, bei dem die Vergabe von Projektgeldern partizipativ organisiert wird: Die Entscheidung darüber, welche Projekte gefördert werden, wird im neuen Programm maßgeblich von Frauen* getroffen werden, die eine eigene Fluchtgeschichte haben.

Mit dem neuen Programm erweitern wir auch unser Team: Wir hoffen, schon Anfang nächsten Jahres eine neue Kollegin* als Referentin* für das Programm begrüßen zu können. Noch im Dezember gibt es die Bewerbungsgespräche. Drücken Sie uns die Daumen. Die neue Kollegin wird für den Aufbau und die Umsetzung des Programms verantwortlich sein, das erst einmal zwei Förderzyklen haben wird: Ähnlich dem MädchenEmpowermentProgramm wird es dafür Ausschreibung geben, auf die sich selbstorganisierte Frauen*projekte geflüchteter Frauen* bewerben können. Die Projekte sollen die Stärkung von Selbstorganisation und Partizipation für Frauen* mit Fluchterfahrung und ihre Communities im Blick haben.

In der aktuellen Phase verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über die bestehende Projekte- und Förderlandschaft im Bereich Frauen und Flucht in Deutschland.

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IX. Nicht verpassen:

Neujahrsempfang: 14. Februar 2020

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Neuer Ort: Zum Neujahresempfang laden wir dieses Mal an einen anderen Ort: In die Cantina Fux&Ganz in der ehemaligen Victoria-Kaserne, in der zahlreiche Projekte, Kunsthandwerke und Künstler*innen ihre Ateliers und Räume haben.

Bodenstedtstraße 16, 22765 Hamburg, fuxundganz.de

Ende März laden wir zu einer besonderen Filmpremiere und einem Podiumsgespräch ein: Der Film „Marie Curie – Elemente des Lebens“ kommt am 9. April in die Kinos. Im Vorfeld wird er in Hamburg, Berlin und Köln in öffentlichkeitswirksamen Sonderveranstaltungen gezeigt werden. filia ist in Hamburg und Berlin mit dabei. Schauen Sie auf unserer Webseite nach im Februar…

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ProjektParty 2020: 12. Juni 2020

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Ort wird noch bekannt gegeben. Wir stellen die Schwesterstiftung FemFund aus Polen vor, die filia seit deren Gründung strategisch unterstützt. Tolle Frauen, schwierige Umstände, gute Ideen aus unserem Nachbarland… Kommt alle!

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Jahresversammlung für Förderinnen* und Stifterinnen*: 13. Juni 2020

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Ort wird noch bekannt gegeben.

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