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filia_news_2019/3 | filia.die frauenstiftung


Grußwort

Liebe Leser*innen, liebe Interessierte*,

wer etwas über Frauensolidarität lernen möchte: Freudige Überraschungen geben wir immer gerne bekannt. Auch filia‘s Mitwirkung bei der Auftaktveranstaltung zur Initiative Vertrauen Macht Wirkung ist so eine „good news“, genauso wie die vorsichtige Bewegung im BdS hin zu mehr Gendergerechtigkeit.

filia versteht sich als lernende Organisation. Wir lernen von unseren Partnerinnen*, von den Mädchenbeirätinnen* und den -projekten, von neuen Themen und wir lernen innerhalb von Projekten neue Herausforderungen kennen, wie hier in Südafrika beim Projektbesuch der Coalition of African Lesbians. Um das Zuhören und Kennenlernen neuer Perspektiven ging es Sonja Schelper – ebenfalls in Südafrika – auch auf der ersten weltweiten LBQ-Konferenz.

Wir lernen immer wieder auf Veranstaltungen von Aktivistinnen, so wie hier von Frauen* aus Honduras bei der Fairen Woche.

Auch die neuen Mitarbeiterinnen* weisen uns mit ihren Fragen auf blinde Flecken hin. Was wir für selbstverständlich halten, kann auch einfach unbedacht sein. Wir sind sehr froh, wie sie immer stärker verantwortungsvoll Aufgaben übernehmen und uns „Alte“ einfach mit beflügeln. Lernen Sie hier zwei weitere neue Mitarbeiterinnen* kennen. Außerdem lernte eine langjährige Mitarbeiterin viel bei einem Austausch in Berlin.

Apropos: Bei filia wird es in nicht allzu ferner Zukunft einen Generationswechsel geben. Wir wollen diesen Prozess sehr bewusst und rechtzeitig gestalten. Wohin will sich die Stiftung entwickeln? Was und wen braucht filia dafür? Mitarbeiter*innen der Unternehmensberatungsfirma Oliver Wyman begleiten uns einige Wochen pro bono mit ihrer Expertise. Wir sind gespannt, was wir dabei lernen werden. Das erfahren Sie in der nächsten filia_news.

Und das dürfen Sie ebenfalls auf keinen Fall verpassen: Wir haben drei sehr unterschiedliche Einladungen für Sie: In Hamburg werden zwei Kooperationsveranstaltungen stattfinden – eine Filmpräsentation und eine Lesung – und in Berlin kommt unsere internationale Abschlussveranstaltung: „Wir warten nicht, bis uns die Luft weg bleibt!“

Im November organisieren wir mit Aktivistinnen* aus Armenien, Georgien und der Ukraine einen gemeinsam Lernprozess: Was können feministische Organisationen dem lautstarken Antifeminismus und der Einschränkung ihrer Handlungsspielräume entgegensetzen? Wir freuen uns sehr, dass wir Sandra Ljubincovic dabei an unserer Seite haben werden. Sie kommt aus Belgrad, Serbien, lebt in Amsterdam und von ihr werden wir lernen, was sie unter „Holistic Security“ versteht. Sie ist eine erfahrene Trainerin in diesem Bereich auch in internationalen Zusammenhängen.

Und ganz aktuelle „good news“: An diesem Thema können wir mit Basisfrauen und in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt auch im nächsten Jahr weiter arbeiten!

Bald beginnt wieder unsere Matchingkampagne zum Jahresende, schauen Sie ab und zu auf unserer Website nach: Jede Ihrer Spenden wird verdoppelt! Damit Frauen* und ihre Organisationen mehr Luft zum Atmen erhalten können. 

Diesen Satz von Sandra Ljubinkovic möchte ich uns allen noch mitgeben: „I learned to be strong within my softness. And soft within my strength because I wanted to find a balance within it all.” Ich habe gelernt, stark in meiner Sanftheit und sanft innerhalb meiner Stärke zu sein, weil ich eine Balance finden möchte in all dem.

Bleiben Sie uns gewogen!

 

Ihre

Katrin Wolf und alle Frauen* bei filia




I. Ein Beispiel für feministische Solidarität

Ein Grund zum Feiern: filia ist eine besondere Ehre zuteil geworden! Die Vorstandsfrauen der Kölner Stiftung Fraueninitiative beschlossen 2018 die Auflösung der Stiftung. Ihre Mittel waren zu begrenzt, um langfristig wirkungsvoll Projekte umsetzen zu können. Sie einigten sich darauf, filia das verbleibende Vermögen zu übertragen. filia wird das Geld – ganz im Sinne der Stifterin Carola Möller – innerhalb der nächsten zehn Jahre wie folgt einsetzen:

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„(…) Insbesondere soll dabei die Förderung von Frauen, Frauen- und Mädchengruppen und Projekten von Frauen, die in Denken, Wollen und Handeln vom emanzipatorischen Fraueninteressen geleitet werden und den Zielen der Gleichberechtigung dienen, im Vordergrund stehen.“

Die Bezirksregierung Köln stimmte jetzt zu und filia bedankt sich! Für uns ist das ein Akt gelebter Frauen*solidarität, der berührt. Oft erleben wir in unserem Alltagsgeschäft, dass es gerade Frauen* schwer fällt, ihr geerbtes oder erarbeitetes Geld als Gestaltungsmittel einzusetzen – und darüber auch öffentlich zu reden.

Carola Möller, die Stifterin der Fraueninitiative, ist ein Gegenbeispiel. Wem sie noch nicht bekannt ist: Es lohnt sich, sich mit ihr und ihrem erlebnisreichen und auch kämpferischen Leben zu beschäftigen. Die Ökonomin und Soziologin Carola Möller – sie wird am 9. Oktober diesen Jahres 90 Jahre alt – hat sich dem Thema der Emanzipation und Gleichberechtigung über ökonomische Fragestellungen und Analysen genähert. Sie wird als „feministisch-ökonomische Vordenkerin“ der westdeutschen Frauenbewegung beschrieben und hat sich bereits in den 60er Jahren mit Frauenerwerbsarbeit und Frauenarmut beschäftigt. Vieles hat sie angestoßen und im Verhältnis zu ihrem Wirken gibt es relativ wenige Informationen über sie im Internet.

Umso wichtiger ist es, dieses Buch zu lesen: www.ulrike-helmer-verlag.de/carola-moeller/schriften, und umso dankbarer kann frau dem Deutschen Digitalen Frauenarchiv DDF sein, das hier das Wichtigste zusammen getragen hat:

www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/carola-moeller.

 

 

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II. Wie könnte die Stiftung der Zukunft aussehen?

Progressive feministische Philanthropie beschäftigt filia seit ihrer Gründung: Wie gewinnen wir die richtigen Mitstreiter*innen? Was bedeutet fördern auf Augenhöhe? Welche Kriterien unterstützen und ermutigen die Geförderten?

Aber wie kommen wir zusammen: Die, die Vermögen teilen wollen mit anderen Frauen* und Mädchen*, die die Welt ändern wollen. Wir sehen hier noch sehr viel Potential in Deutschland – gerade bei Frauen.

Wie können wir Stiftungen zu dem machen, was wir uns wünschen:

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Zu Sehnsuchtsorten, wo sich Menschen mit Ressourcen und Aktivist*innen begegnen – auf Augenhöhe und mit einer gemeinsamen Vision. Transparent und Handelnd. Mit Vertrauen.

Eine Initiative mit dem wunderbaren Titel Vertrauen Macht Wirkung wurde vor Kurzem gestartet. Die Initiator*innen Ise Bosch von Dreilinden, Michael Alberg-Seberich von Wider Sense und Juliane Hagedorn von PHINEO meinen es ernst. Sie haben diese neun Thesen aufgestellt: www.vertrauen-macht-wirkung.de

Wir sehen in der Initiative eine Einladung zum gemeinsamen Lernen innerhalb einer Welt, die von außen oft als abgeschlossen und intransparent erlebt wird: der Stiftungswelt.

filia hat sich der Initiative nicht nur angeschlossen, sondern wir werden die Auftaktveranstaltung in unserer Geschäftsstelle am 8. Oktober 2019 auch aktiv mitgestalten. Denn der filia-Mädchenbeirat ist ein Beispiel für Partizipation und für das Teilen von Entscheidungsmacht mit denen, die erreicht werden sollen und etwas ändern wollen.

www.eventbrite.de/e/auftakt-der-initiative-vertrauenmachtwirkung-registrierung-67236583431

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III. Wo sind die gendergerechten Stiftungen?

Seit Jahren ist filia im Arbeitskreis Frauen und Stiftungen und in diversen Gremien aktiv, um dem Genderthema mehr Gewicht zu verleihen. Mit dem Wechsel des Generalsekretärs, der Preisverleihung des Stifterinnenpreises an Ise Bosch, der Einführung von Mitdenkrunden zu Gender und Diversity, einer ersten Datenerhebung bei Stiftungen, der Bereitstellung einer Teilzeitstelle auf Führungsebene für dieses Themen und mit einem langem Atem und dem Commitment vieler Unterstützer*innen kommt langsam Bewegung in die Sache.

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Die konkreten Ideen zur Umsetzung reichen von einem Expert*innenpool und regelmäßigen Befragungen über Trainings zum Kompetenzaufbau bis hin zu paritätischen Besetzungen beim Stiftungstag, in den eigenen Gremien und dem Aufbau eines Förderfonds, der idealerweise Tools und Beratung für Interessierte kostenfrei bereitstellen kann.

Wichtig war allen Beteiligten beim letzten strategischen Treffen am 16. September 2019, dass Geschlechtergerechtigkeit sowohl bei Stiftungen als Arbeitgeber*in als auch bei allen Förderungen und eigenen Projekten umgesetzt wird, und dass auch der Bundesverband deutscher Stiftungen eine wichtige Vorbildfunktion hat und dieses Thema aktiv vorantreiben soll.

Der gute Wille ist eindeutig da, Kompetenz ebenso und wie so oft braucht es deutlich mehr Geld, um voranzukommen. Das scheint hierbei das größte Hindernis zu sein – bisher will niemand so recht darein investieren – aber als rein freiwillige Zusatzleistung lässt sich ein solch großes Rad nicht drehen. Es bleibt also noch viel zu tun.

Hier geht’s zur Studie – nur vier Seiten: Stiftung.org

 

 

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IV. Beispiel für Vertrauen macht Wirkung: „Danke für eure Empfehlung“

schrieb uns die Menschenrechtsanwältin Vanda Durbakova von der Frauen*rechtsorganisation Poradna, in Košice, im Osten der Slowakei. filia hat diese engagierte Organisation 2005 kennengelernt und die überzeugende Arbeit zu Gunsten von Roma-Frauen* und -Mädchen* strategisch und mehrjährig mit insgesamt 73.000 Euro gefördert. Vanda Durbakova ermöglichte

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Roma-Frauen* 2009 vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, ihr Recht auf Entschädigung nach Zwangssterilisationen zu erstreiten. Wir haben oft darüber berichtet.

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In den folgenden Jahren baute sie mit Poradna u. a. ein Roma Women’s Rights-Programm auf, das filia mit unterstützte.

Im Februar 2019 nahm die Programmmanagerin des Sigrid Rausing Trusts Kontakt zu filia auf und bat um Einschätzung von Poradnas Kompetenzen, Verlässlichkeit und Wirken, welche Claudia Bollwinkel ihr mit den besten Empfehlungen erstellte. „Poradnas Rolle ist zentral, schrieb sie, „denn sie bieten aktive Unterstützung und Rechtsberatung für Roma-Frauen* an der Basis.“

Im März 2019 erhielt Poradna die gute Zusage für eine einjährige Basisfinanzierung („core fund“) vom Sigrid Rausing Trust und wir drücken die Daumen für eine Verlängerung der Unterstützung.

filia freut sich sehr! Für uns ist das ein starkes Zeichen für die langfristige Wirkung, die unsere Förderung und unser Vertrauen in gemeinsame Werte haben.

poradna-prava.sk/encore-grant-of-the-sigrid-rausing-trust

 

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V. Neuland betreten, Lernfelder öffnen: Eine Reise mit Herausforderungen

Anfang Juli 2019 stand ein weiterer Projektbesuch in Johannesburg, Südafrika, bei unserer langjährigen Partnerin Coalition of African Lesbians CAL an.

Viel Neues erwartete uns (Sonja Schelper filia, Cornelia Sperling LSVD): CAL war inzwischen aus dem 20. Stock eines Hochhauses im City Center umgezogen in eine etwas ruhigere Gegend und dort in eine Art Villa mit Garten.

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Außerdem hatte es großen Wechsel im Team gegeben: eine neue Geschäftsführerin, eine neue Finanzfrau und auch die Projektmanagerin hatte gewechselt. Das ist eine der großen Herausforderungen bei diesem Projekt und überhaupt in diesem Feld: Die Auswahl an geeigneten Bewerberinnen für Projektarbeit ist recht begrenzt. Wenn die Frauen sich verändern (weil es für sie woanders mehr Geld oder interessantere Aufgaben gibt), geht immer wieder viel Wissen verloren und Verbindungen reißen ab.

So konnte auch unser Fortsetzungsprojekt zur Stärkung von lesbischen Aktivistinnen in sechs Ländern (Botswana, Sambia, Simbabwe, Mosambik, Lesotho und Swasiland) erst mit ziemlicher Verzögerung beginnen.

Neben den internen Herausforderungen gibt es zahlreiche externe: So konnte eine Geldzahlung nach Sambia nicht umgesetzt werden, weil die empfangende Organisation kein Geld von der Coalition of Lesbians empfangen kann, weil LESBISCH im Titel steht. Ein anderes Beispiel: Wegen der Krisensituation in Simbabwe zahlten die Banken kein Geld mehr aus, sodass die Raten persönlich ausgeliefert werden mussten. Und in Mozambik findet sich keine passende Partnerorganisation, die nicht komplett von Männern kontrolliert wird...

Doch wir sind überzeugt davon, mit unserer Unterstützung etwas Richtiges zu tun. Es ist eben kein wohlbereitetes Terrain, in dem versierte Projekte das umsetzen, was sie schon immer tun.

Es ist vielmehr immer noch Neuland, es sind Pilotversuche, die mit Risiko und mit erheblichem Begleitaufwand für uns (filia und LSVD) verbunden sind. Manches wird vermutlich nicht ganz rund laufen. Aber auch so verstehen wir unsere Arbeit: Dafür sollte eine Stiftung wie filia Partnerin sein – um Pionierarbeit zu leisten, um unseren Partnerinnen* den Weg zu erleichtern und um neue Lernfelder zu eröffnen, immer mit dem Risiko, dass man auch mal gegen Wände läuft.

 

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VI. Mädchen* powered by filia – Jedes Mädchen kann sich wehren

Im Jahr 2018 brach für das MädchenEmpowermentProgramm MEP ein neues Kapitel an. Durch die neue Kooperation mit „benefit cosmetics“ konnten 2018 doppelt so viele Projekte gefördert werden wie im Jahr zuvor. Lesen Sie hier einen Berichtsauschnitt des Projekts „Jedes Mädchen kann sich wehren!“, welches der Mädchenbeirat 2018 für eine Projektförderung auswählte:

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Mithilfe der Großmeisterin Sunny Graf absolvierten von Januar bis Mai 2018 dreizehn Frauen*, die auf unterschiedliche Art und Weise von Diskriminierung betroffen waren, die Ausbildung zur Selbstverteidigungslehrer*in. Die Frauen* wurden ausgebildet, um eigenständig Selbstverteidigungskurse mit dem Schwerpunkten Feminismus, Antirassismus und Empowerment für Mädchen* zwischen sechs und zehn Jahren durchführen zu können.

In den Kursen ging es zum einen darum, positive Strategien gegen Angst und Hilflosigkeit zu entwickeln, indem z. B. das Selbstbewusstsein gefördert, Solidarität unter Mädchen thematisiert und ein Netzwerk gegen das Gefühl von Isolation aufgebaut wurde. Zum anderen wurden konkrete Handlungsmethoden vermittelt, welche die Mädchen in bedrohlichen Situationen anwenden können. FOTO 6_2_

Die Mädchen wurden beispielsweise auf sogenannte „Grooming Techniken“, wie Bestechung, Geheimnisse bewahren und Erpressung sensibilisiert und darauf, „Nein“ sagen zu lernen. Besonders wichtig findet es Sunny Graf, dass auch die Mütter der Mädchen Selbstverteidigungstaktiken verstehen, um als Vorbild für ihre Töchter agieren zu können. Aus dem Grund empfiehlt Sunny Graf: „(…) sollten auch die Mütter an einem Selbstverteidigungskurs teilnehmen“.

Während es zu Beginn der Ausbildung von einigen Frauen noch Zweifel gab, bestimmte Themen von Gewalt mit den Mädchen besprechen zu können, ohne sie damit zu verängstigen, stellte sich bald heraus, dass viele Mädchen bereits Zuhause oder in der Schule mit Themen von Gewalt konfrontiert worden waren. Was ihnen bis zum Workshop jedoch fehlte, war das Wissen um konkrete Handlungsstrategien.

Einige Zitate aus dem Projekt:

Von den Mädchen: „Ich bin stark!“ „Jetzt weiß ich, dass ich alles kann, ich kann mich wehren!“

Von einer Mutter eines Mädchens: „[…] wenn ich das als Mädchen gelernt hätte, wäre mir einiges erspart geblieben.“

 

Frauen in Bewegung. Kampfkunst und Bewegung Frankfurt e. V. fraueninbewegung.de

 

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VII. !Ganz neu!: Basisfrauen mobilisieren für Demokratie

Die aktuellen politischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen schweigend zu übergehen, ist vielerorts nicht mehr möglich: Von unseren Schwesternstiftungen in Armenien, der Ukraine und Georgien (siehe Foto) erreichen uns regelmäßig alarmierende Informationen über die Bedrohung und Behinderung der Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen. Dabei stehen besonders Frauenorganisationen und LGBTI-Aktivist*innen im Fokus. Antifeministische und antidemokratische Aktionen werden über staatliche Maßnahmen, Parteien, einzelne Gruppen und über das Internet initiiert und verbreitet. Auch in Deutschland

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gehen antidemokratische Tendenzen Hand in Hand mit antifeministischen Kampagnen.

Hier – wo die Frauenbewegung viel erreicht hat – ist es umso erstaunlicher, dass viele Menschen antifeministischen Parolen zuzustimmen scheinen: In den Kommentarfunktionen von Zeitungen und öffentlich-rechtlichen Medien sind erschreckende Einträge zu finden, und über die sozialen Medien werden Hassmails, Verleumdungen und Bedrohungen verbreitet, die noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen wären. Auch gewählte Politiker*innen weiten die Grenzen des Sagbaren aus und werden so zu Vorreiter*innen undemokratischer Tendenzen.

 

filia tritt mit ihren Schwesternstiftungen in Armenien, Georgien und der Ukraine antidemokratischen Tendenzen entschieden entgegen. Wir freuen uns daher sehr, im September ein neues länderübergreifendes Kooperationsprojekt zu beginnen und die Erkenntnisse aus dem Projekt „Shrinking Spaces – Zivilgesellschaft braucht sichere Räume zum Wachsen“ zu vertiefen. Gemeinsam mit dem Ukrainian Women’s Fund, dem Women’s Fund Georgia und dem Women’s Fund Armenia sowie Frauenorganisationen aus den vier Ländern mobilisieren wir für eine Stärkung der Demokratie.

 

Der erste Schritt des Projekts – und um handlungsfähig zu werden – ist die Bündelung von Informationen: In Armenien, Deutschland, Georgien und der Ukraine werden Informationen über die Kräfte, die die Arbeit der Zivilgesellschaft bedrohen, gesammelt. Dazu gehören auch ganz konkrete Beispiele und Erfahrungen von Gruppen und Individuen, die beschreiben, was bedroht, verängstigt und zerstört werden soll. Wir möchten herausfinden, wie die Bedrohungen aussehen und wer die Akteure sind, wie sie sich organisieren und welche Netzwerke sie aufbauen und nutzen. Die Recherchen werden in jedem Land von zwei lokalen Frauenorganisationen durchgeführt.

 

Die gesammelten Informationen bündeln und analysieren wir im ersten Halbjahr 2020 bei einem gemeinsamen Treffen und Medienworkshop in Armenien. Dort erlernen und entwickeln wir mit der Unterstützung von Medien-Expert*innen Methoden, die eine sichtbare und wirkungsvolle Reaktion auf die Bedrohungs- und Einschüchterungsversuche darstellen können. Den Abschluss des Projekts bildet eine länderübergreifende Kampagne zum International Women Human Rights Defenders Day am 29. November 2020, in der die Bedeutung und die Stärke zivilgesellschaftlicher Frauenorganisationen für eine funktionierende Demokratie deutlich und - hoffentlich eindrucksvoll - öffentlich sichtbar werden soll.

 

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt unterstützt.

 

 

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VIII. Neue Perspektiven: LBQ Konferenz in Kapstadt

Im Juli 2019 hat in Kapstadt die erste weltweite Lesben-Bi-Trans-Konferenz stattgefunden – filia war mit dabei und hat die Konferenz auch finanziell unterstützt.

In Europa hat es zuvor schon zwei ähnliche Treffen gegeben, weltweit war es wohl die erste Konferenz dieser Art:

 

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Zweiundzwanzig Aktivistinnen aus aller Welt hatten sich vorgenommen, eine Konferenz für Lesben, Bi und sich weiblich positionierende Transmenschen zu organisieren.

Ausgangspunkt war die Beobachtung (durch Zahlen klar belegt), dass unter den nicht heterosexuellen Menschen (als LGBTIQ bezeichnet), die Lesben und weiblich Identifizierten über weit weniger Geld und Strukturen verfügen als ihre ebenfalls oft abgelehnten und verfolgten männlichen Pendants. Das männliche Vorherrschaftsprinzip spiegelt sich dort wie auch sonst überall in der Gesellschaft: mehr Sichtbarkeit, mehr Ressourcen, mehr Macht. Deshalb wollte sich der weibliche Teil dieser Minderheiten gern exklusiv treffen, um über eigene Pläne und Strategien nachzudenken.

Und das war höchst eindrucksvoll: über 400 Teilnehmende aus aller Welt, wirklich aus aller Welt!

 

Es war meine erste Konferenz, auf der Menschen aus dem Globalen Süden in der großen Mehrheit waren, nur wenige Europäer*innen und Amerikaner*innen. Das macht einen sehr wichtigen Unterschied. Zuhören, neue Perspektiven kennen lernen und sich von der Power der anwesenden Aktivistinnen* beeindrucken lassen. Neue Vernetzungen sind entstanden. Und bei einer sehr spannenden Veranstaltung zu „Peking 1995“, Geschichte dieser Weltfrauenkonferenz mit einem allerersten Lesbenzelt, zeigte sich, wie wenig diese Geschichte dokumentiert und bekannt ist: Ein Großteil der sehr jungen Aktivistinnen war da gerade erst geboren und hatte noch nie davon gehört. Außerdem gibt es kein Archiv, in dem sich all das finden ließe. Die Idee zu einem Dokufilm stand im Raum – aber dazu braucht es Gelder, die erst einmal gefunden werden müssen.

Bilder und Kommentare auch unter www.facebook.com/GlobalFeministLBQWomensConference/

 

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Öffentlich gut sichtbar: Das Transparent vor dem Gebäude, wo die erste LBQ Konferenz stattfand.



IX. Wenn Selbsthilfe auf Empowerment abzielt: Frauenkooperativen und ihre Erfolge

Eine wunderbare Lektion, was Selbsthilfe und Empowerment ganz existentiell bedeuten und bewirken können, erteilte uns Dolores Cruz Benitez von der Frauenkooperative APROLMA, Honduras, auf der Veranstaltung „Frauenpower aus Ruanda und Honduras“ innerhalb der Fairen Woche Hamburg. Tanja Chawla und Katrin Wolf waren eingeladen, filias Kooperation und ihren

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Empowerment-Ansatz mit Frauen im Globalen Süden vorzustellen. Dolores zu erleben, war für uns ein Höhepunkt der Woche.

Klein von Statur stand sie während ihrer Erzählung fest auf ihren beiden Beinen. Sie strahlte eine Kraft aus, der man sich nicht entziehen wollte. Ungefähr so ging ihre Geschichte: „Wir hatten ein Stück Land 1600 Meter über dem Meeresspiegel und wollten Kaffee anbauen. Wir wussten da noch nicht: Das ist viel zu hoch und viel zu kalt. Wunderten uns nur, dass nichts gewachsen ist.“ Dann kauften sie ein Stück Land weiter unten, wo der Kaffee gut gedeihen konnte. Von Anfang an wollten sie ökologisch Kaffee anbauen. „Unsere Männer wurden ärgerlich: Wo seid ihr denn immer? Ihr gehört ins Haus. Wir trafen uns inzwischen auch einfach so als Frauen und hatten uns über unsere Rechte informiert. Und dann haben wir gedacht: Das ist ja nicht ihre Schuld (die der Männer), das ist ja die Schuld der Gesellschaft. Und wir haben die Männer geschult.“ So organisierten die Frauen Frauenrechtsseminare für ihre eigenen Männer. Dolores Cruz Benitez zeigte uns Fotos davon. Auf einem war ein groß gewachsener Mann zu sehen, der ein Schild hochhielt: Bei uns im Haus gibt es keine häusliche Gewalt. „So etwas wäre vor ein paar Jahren nicht möglich gewesen. Das war ein richtiger Macho vorher, sagte uns seine Frau.“, so Dolores.

In der Pause tranken wir den Kaffee, den sie selbst zu rösten gelernt hatten („Wir wussten ja nicht, auf was wir uns da ein lassen.“): Wundermild und aromatisch. Der Geschichte von Marthe Uwiherewenimana aus Ruanda konnten wir nicht mehr lauschen.

Es machte uns froh zu erleben, wie schnell diese Frauen gemeinsam lernten, wie sie ihre Leben nach ihren Wünschen formten, welch Selbstbewusstsein sie ausstrahlten und wie selbstverständlich sie ihren Männern etwas beibrachten. Wir fühlten uns bestätigt in unserem Ansatz bei filia: Die Frauen sind Expertinnen ihrer Situation und haben die Lösung.

 

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Nach unserer Präsentation gab es auch zu filia viele Nachfragen.



X. „Perfekte Herzenswärme“: Anja Becker – Bereich Finanzen und Verwaltung

Seit August bin ich als krankheitsbedingte Vertretung für ein Jahr bei filia im Bereich Verwaltung/Finanzen tätig und freue mich, Teil des filia-Teams zu sein. Als Projektmanagerin im Non-Profit-Bereich habe ich über viele Jahre Einblick in die unterschiedlichsten Projektstrukturen bekommen – von Projekten der politischen Bildung für Langzeiterwerbslose bis hin zu einer Studie zum BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement). Neben den Schwerpunkten Verwaltung, Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit habe ich gelernt,

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den Überblick über den Prozess und als Mediengestalterin auch Details im Blick zu behalten.

Hinschauen, Kontinuitäten aufdecken und sich gegen antifeministische, rassistische und menschenfeindliche Politik zu positionieren sind mir grundlegende Anliegen. Daher engagiere ich mich seit vielen Jahren unter anderem für die Sichtbarmachung des ehemaligen Jugendkonzentrationslagers für Mädchen und junge Frauen Uckermark. Frauen* und Mädchen* sollen über sich selbst bestimmen und gewaltfrei leben können. Egal zu welcher Zeit und an welchem Ort…

filias Vision, dass Frauen* und Mädchen* sich weltweit selbst organisieren, vernetzen, sichtbar werden und ihre Rechte vertreten, ist auch meine. filia ist für mich die perfekte Mischung aus Kompetenz, Engagement und Herzenswärme, um etwas zu bewegen.

 

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XI. „Manchmal schwirrte mir der Kopf“: Nina Hälker - Programm-Managerin

Seit August bin ich eine der „Neuen“ bei filia und als Nachfolgerin von Claudia Bollwinkel für das Programm-Management verantwortlich. Im ersten Monat schwirrte mir manchmal der Kopf vor Projekten, Namen und Abkürzungen. Inzwischen bin ich in die konkrete Planung von zwei spannenden Projekten eingestiegen, die gerade erst beginnen: Eines dieser Projekte ist „Basisfrauen mobilisieren gemeinsam für Demokratie“ – ein Projekt, das wir gemeinsam

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mit dem Ukrainian Women’s Fund, dem Women’s Fund Georgia und dem Women’s Fund Armenia durchführen. Über das Projekt lest Ihr in dieser filia_news Genaueres. Hier nur so viel: Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Kampagne, die an die Idee von „hope-based communication“ anknüpft und auf die Wichtigkeit von zivilgesellschaftlichem Engagement für eine funktionierende Demokratie aufmerksam machen wird. Wunderbare Beispiele finden Sie hier: www.openglobalrights.org/hope-guide/

Die Auseinandersetzung mit Ein- und Ausschlüssen und Fragen von Mitsprache und Teilhabe ist seit vielen Jahren Thema in meinem politisch-privaten sowie beruflichen Leben. In meiner bisherigen Arbeit ging es auf sehr unterschiedliche Weise um die Stärkung benachteiligter Gruppen: Als Ergotherapeutin waren Empowerment und Teilhabe die wichtigsten Themen für mich - Kinder und Erwachsene darin zu unterstützen, handlungs- und entscheidungsfähig zu sein. Auch im CityScienceLab an der HafenCity Universität, in dem ich bis zum Sommer gearbeitet habe, war Beteiligung ein wichtiges Thema – und zwar in Bezug auf die Frage, wie die Digitalisierung Partizipationsprozesse unterstützen kann.

 

Ich freue mich, gerade jetzt für filia zu arbeiten, weil mir angesichts des sich aktuell vollziehenden massiven Rechtsrucks inner- und außerhalb Europas besonders das Empowerment von mehrfach benachteiligten Frauen und Mädchen eine Herzensangelegenheit ist!

 

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XII. Out of the Box!: Austausch macht klug

Ein erfrischend wirksames Mittel gegen Betriebsblindheit hat der Bundesverband Deutscher Stiftungen (BVDS) ins Leben gerufen: Auf Initiative engagierter Mitglieder, unter ihnen auch filia, wurde ein Hospitationsprogramm als Pilotprojekt organisiert, welches Stiftungsmitarbeiter/innen die Möglichkeit bietet, für drei Tage in einer anderen Stiftung zu hospitieren. filia Mitarbeiterin Svenja Genthe reiste nach Berlin,

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um vom 16. bis zum 18. Juli zu Gast bei der Kreuzberger Kinderstiftung (KKS) zu sein:

„Diese Stiftung hat einen Jugend(bei)rat und möchte auch – wie filia – jungen Menschen Verantwortung übergeben und sie als zukünftige Träger der Demokratie stärken. Doch nicht nur die unterschiedliche Umsetzung dieser Vision hat mich interessiert. Nach einem kuchenreichen Intro traf ich mich die folgende Tage mit sieben Kolleg*innen des mit filia vergleichbar großen Teams. Wir arbeiteten meist im freundlichen Kaminzimmer oder am Ufer der Kanals und berührten nach und nach alle wesentlichen Themen des Stiftungsalltags, wie z. B. Projektförderungen, Fundraising, Büromanagement und Veranstaltungsformate.

Claudia Grüneberg, die auch für das Förderprogramm der KKS zuständig ist, brachte es auf den Punkt: „Ich habe noch nie so intensiv mit jemanden über meine Arbeit gesprochen.“ Sie meinte damit die Arbeit hinter den Kulissen, die unsichtbare Arbeit, ohne die die Visionen nicht auf den Weg kommen können.

 

Wie dokumentiert man Förderentscheidungen am effektivsten? Wie werden geförderte Projekte evaluiert? Wie findet man die jugendliche Zielgruppe? Wie ist der Beirat organisiert? Welche Erfahrungen gibt es mit Stellenzuschnitten? Wer trifft Entscheidungen in der Stiftung? Ist Stress ein Thema? Wie divers ist die Teamzusammensetzung?

Begeistert hat uns alle gleichermaßen, „Zeit zu haben“ für Gespräche und das damit einhergehende Reflektieren der eigenen Arbeit. Nach zwölf Jahren bei filia und als eine Mitarbeiterin, die mehr im Hintergrund an Struktur und Kommunikation arbeitet, war mir nicht so bewusst, welche großen Entwicklungen filia durchlaufen hat und wie vielfach durchdacht unsere Auswahlkriterien, Gremien und Entscheidungen sind. Und wie außergewöhnlich und wichtig unsere Zielgruppe „mehrfachdiskriminierte Frauen* und Mädchen*“ nach wie vor ist.

 

Diese Erfahrung ist mir noch einmal begegnet, als eine Woche später eine Kollegin von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ im Rahmen des Austauschs zu filia ins Büro kam. Jasemin Seven ist dort Projektmanagerin für den International Dialogue on STEM Education and Consultant for Campaigns & Events. Diese weitaus größere und stark wachsende Stiftung mit über 200 Mitarbeiter*innen (davon 90 % weiblich) hat starke Partner aus Wirtschaft und Politik und ist in vielen Bereichen mit filia nicht vergleichbar – doch wenn es um die Rolle von Frauen* und Mädchen* in Entscheidungsprozessen geht, gibt es immer einen Nenner. Für alle.

 

Es war ein motivierender Juli und wieder einmal gut, sich aus der alltäglichen Komfortzone herauszubewegen, sich fremd zu fühlen und in ein anderes Team zu springen; ohne zu wissen, wie die Tage laufen werden.“

(https://www.stiftungen.org/de/verband/was-wir-tun/initiativen-und-projekte/thinklab/hospitationsprogramm.html)

 

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XIII. Nicht verpassen:

filia präsentiert den Film „Khartoum offside“ im Rahmen der Lesbisch-Schwulen-Filmtage

Hamburg, am Donnerstag, den 17.10.2019 um 20.15 Uhr. Im Passage Kino, Mönckebergstr.

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Wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder einen Film bei den Lesbisch-Schwulen Filmtagen Hamburg zu präsentieren: „Khartoum offside“, ein Film aus dem Sudan über eine Gruppe von Frauen, die sich gegen familiäre und gesellschaftliche Widerstände zum Frauenfußball organisieren.

Als Appetizer gibt es hier eine Rezension des Films, der bereits bei der diesjährigen Berlinale gezeigt wurde:

www.tagesspiegel.de/kultur/khartoum-offside-im-berlinale-forum-frauenfussballerinnen-im-sudan/23988774.html

Die Filmtage feiern in diesem Jahr übrigens ihr 30-jähriges Jubiläum! Wir gratulieren schon mal und freuen uns, die eine* oder andere* beim Festival vom 15. bis zum 20. Oktober zu sehen!

 

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Wir warten nicht, bis uns die Luft wegbleibt!

Berlin, am 15. November 2019 um 19.00 Uhr auf dem GLS Campus Berlin, Kastanienallee 82, 10435 Berlin Prenzlauer Berg

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Hier können Sie Aktivistinnen* aus Armenien, Deutschland, Georgien und der Ukraine erleben.

Unabhängige Frauen*- und Menschenrechtsorganisationen, Frauenstiftungen und Feministinnen*, die sich laut und öffentlich äußern, erfahren besondere Formen von organisierter Gewalt und strukturellen Beschränkungen. Welchen Einfluss haben diese Bedrohungen auf ihre Arbeit und auf die gesamte Gesellschaft? Was können wir gemeinsam tun, um handlungsfähig zu bleiben – voller Elan und der Überzeugung, etwas verändern zu können?

Unsere Partnerin Lara Aharonian, Feministin, Menschenrechts- und Friedensaktivistin aus Jerewan, hat Anzeige erstattet: Nach ihrer Rede im armenischen Parlament für Frauenrechte und gegen Homophobie nahmen die Schmähungen bis hin zu Vergewaltigungs- und Todesandrohungen, gesendet über die sozialen Medien, kein Ende. Die armenische Frauenstiftung verbucht es als „Erfolg“, dass die Anzeige angenommen wurde. Bislang gibt es keine Ermittlungsergebnisse.

Hier können Sie Lara und weitere Aktivistinnen aus vier Ländern begegnen. Sie erfahren etwas

• über die Situation in den Ländern

• über Eindrücke und Ergebnisse nach einer arbeitsreichen Woche in Berlin

• über nächste gemeinsame Schritte

Auch in Deutschland berichten uns Partnerinnen* von Shitstorms und Morddrohungen, von Anfragen der AfD, ob die Arbeit der „linken“ Vereine förderwürdig sei. Attac wurde die Gemeinnützigkeit entzogen – weil die „Einflussnahme auf politische Willensbildung“ nicht als gemeinnütziger Zweck anerkannt wurde.

Was leistet eigentlich die kritische unabhängige Zivilgesellschaft? Für wen stellt sie eine Gefahr dar?

Kommt alle!

 

Die Veranstaltung ist kostenfrei, für einen Imbiss ist gesorgt.

„Zivilgesellschaft braucht sichere Räume zum Wachsen“ wird unterstützt durch das Auswärtige Amt.

 

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CHRISTA WOLF: Was sie uns bedeutet.

Eine Veranstaltung zum 8. Todestag von Christa Wolf

Am Sonntag, dem 1.12. 2019 im Café des Literaturzentrum Hamburg im Literaturhaus, Schwanenwik 38 um 17.00 Uhr

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Es lesen die Autorinnen und Autoren

 

Dr. Antje Flemming,

Alexander Häusser,

Jutta Heinrich,

Stefanie Oeding,

Patricia Paweletz und

Regula Venske

ihre Lieblingsstellen aus Büchern von Christa Wolf.

 

Eine Kooperation des Literaturzentrums Hamburg mit filia.die frauenstiftung

Einführende Worte durch Katrin Wolf von filia.

 

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