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Projekte in Zentral-Ost-Europa 2014

Schwerpunktregion Mittel-und Osteuropa

Strategische Partnerinnen

Georgien
Association Merkuri / Gender Network of Samegrelo
www.merkuri.org.ge

Projekt „Prevention Campaign of violence in Samegrelo Region“
„Wenn wir zusammenarbeiten, erreichen wir mehr“, schreibt Nana Todua vom Gender Netzwerk Samegrelo. In der bergigen Konfliktregion an der Grenze zu Abchasien arbeiten 14 Frauenorganisationen gemeinsam für ein Leben frei von Gewalt und für die volle Achtung der Menschenrechte von Frauen. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist großes Problem, hat eine Umfrage des Netzwerks unter Frauen vor Ort ergeben. Eine breitangelegte Kampagne mit Runden Tischen und TV-Clips will das öffentliche Bewusstsein verändern, politische Entscheidungsträger_innen in die Pflicht nehmen und die Lebenssituation betroffener Frauen verbessern.
Summe: 14.000 € (im dritten Jahr der strategischen Förderung)
Thema Freiheit von Gewalt

Serbien
Reconstruction Women‘s Fund
www.rwfund.org
Förderprogramm „Women‘s Initiatives“
Die Frauenstiftung in Serbien versteht sich selbst als „Backup für die feministischen Aktivistinnen“. Die Autonomie der Frauenorganisationen in Serbien zu wahren und ihre Arbeit zu ermöglichen ist das Ziel ihres Förderprogramms. filia unterstützt das Programm „Women’s Initiatives“, das flexibel auf die Bedarfe der Frauengruppen reagiert und besonders marginalisierte Frauen und Mädchen (Roma, lesbische Frauen u.a.) im Blick hat. Feminismus im Verständnis des RWF wendet sich auch gegen Militarismus, Nationalismus und Rassismus.
Summe: 14.000 € (im dritten Jahr der strategischen Förderung)
Thema Partizipation und Freiheit von Gewalt

Slovakei
Poradna
www.poradna-prava.sk
Projekt „Rise of Roma women´s activism in Eastern Slovakia”
Poradna möchte in den kommenden drei Jahren mit filias Unterstützung die Selbstorganisation von Roma-Aktivistinnen stärken und sie dabei unterstützen, eine "Roma women's action group" aus etwa 15 Frauen zu gründen, die Menschenrechtsverletzungen an Roma-Frauen sichtbar macht und auf lokaler Ebene dagegen vorgeht. Roma-Frauen sollen auch ihre Teilhabe an der Organisation Poradna selbst ausbauen können -  eine Roma soll als Koordinatorin für das Roma Women’s Rights-Programm fest angestellt werden.
Summe: 20.000 € (im ersten Jahr der strategischen Förderung)
Thema Partizipation

Kroatien
LORI
www.lori.hr
Projekt "Implementation of LGBT lifestyles in schools and educational institutions in Croatia"
Beinahe ein Drittel der Jugendlichen an Schulen in Zagreb geben an, schon einmal jemanden beschimpft zu haben, weil sie ihn oder sie für schwul oder lesbisch gehalten haben. Junge Menschen mit nicht-heterosexueller Orientierung wachsen unter großem Druck auf. LORI hat ein umfangreiches Programm entwickelt, um an Schulen mehr Bewusstheit und Toleranz für nicht-heterosexuelle Lebensweisen zu schaffen. Mit Forum Theater, Seminaren für Lehrer_innen, Workshops für Teenager, mit einer gedruckten „Richtlinie für die Prävention und den Kampf gegen Homo/Bi/Transphobie an Schulen in Kroatien“ und einer Selbsthilfegruppe für Betroffene möchten sie die Lage von LGBT Teenagern verbessern.
filia fördert das Programm in Kooperation mit der Hil-Foundation (Wien)
www.hil-foundation.org.
Summe: 8.000 €
Thema Freiheit von Gewalt

Einjährige Impulsförderungen in Mittel-und Osteuropa

Armenien
Society without Violence
www.swv.am
Projekt „Challenging the ‘traditional and indisputable’: combating violence and multiple discrimination against women and girls in Armenia”
Society without Violence schafft kontinuierlich Sichtbarkeit für Gewalt gegen Frauen. In Zusammenarbeit mit Journalist_innen bringen die Aktivistinnen Artikel über Gewalt und ihre Auswirkungen in die Presse und berichten über die Gerichtsverhandlungen in mehreren konkreten Fällen. Außerdem sind die Frauen auf der Straße und protestieren gemeinsam in Mahnwachen und Kundgebungen gegen geschlechtsspezifische Gewalt.
Summe: 7.800 €
Thema Freiheit von Gewalt

Bulgarien
Ethnointegration
Projekt „Roma women and domestic violence“
40 junge Roma-Frauen erhalten in Trainings außerhalb ihrer Siedlungen einen geschützten Raum, um Strategien zur Überwindung der Gewalterfahrungen zu entwickeln.  Zuhause vor Ort in Sapareva banya und Bobov dol werden sie dann als Ansprechpartnerinnen für betroffene Roma-Frauen aktiv – zusätzlich kommt einmal wöchentlich eine Sozialberaterin. Geplant sind 10 Treffen mit weiteren 150 Frauen, in denen sie die grundlegenden Informationen über ihre Rechte, über verschiedene Formen von Gewalt und Möglichkeiten für Unterstützung bekommen.
Summe: 7.950 €
Thema Freiheit von Gewalt

Mazedonien
Women’s Alliance
www.womensalliance.mk
Projekt „Equal rights for all“
Gegen die Diskriminierung von LGBT in Mazedonien setzt Women‘s Alliance beharrliche Bewusstseinsbildung und Lobbyarbeit. Die Gruppe überwacht die Darstellung von LGBT-Themen in den Medien und erstellt einen Bericht, der breit verteilt wird. Zu „hate speech“ organisiert sie eine öffentliche Debatte, zu der Politiker_innen, Journalist_innen und andere Stakeholder eingeladen sind und die auch live über das Internet übertragen wird.
Summe: 8.000 €
Thema Partizipation

Frauen stärken auf dem Balkan

Ende Mai 2014 wurde der gesamte Balkan – besonders Bosnien und Serbien – von einer schweren Flutkatastrophe betroffen.  Auf den „Aufruf zur Hilfe“ von Halida Jahic, Koordinatorin von „Veliko Srce“ aus Bosnien-Herzegowina, und die Berichte unserer Partnerinnen aus Kroatien und Serbien nach der großen Hochwasserkatastrophe im Mai 2014 reagierte filia umgehend: Mit einer Eilförderung für dringend benötigte humanitäre Hilfe unterstützten wir Veliko Srce. Außerdem starteten wir zusätzlich Anfang Juni den Spendenaufruf „Frauen stärken auf dem Balkan“, um weitere Hilfe für einen frauengeleiteten Wiederaufbau mit ermöglichen zu können. Mit den Spendengeldern in Höhe von 8.800 € stärken wir das serbienweite Netzwerk von „Women in Black“:

Bosnien
Veliko Srce
Projekt „Stärkung der gesellschaftlichen Position von Frauengruppen nach der Flutkatastrophe auf dem Balkan“
Weil die staatliche Hilfe nach der Flut vom Mai 2014 versagt, sind die Menschen vor Ort auf Selbstorganisation angewiesen. Das Frauennetz "Veliko srce" transportierte Lebensmittel und Wasser in die sehr schwer betroffenen Orte Odžak, Modri
ki lug, Bosanski Šamac, Orašje, Br
ko und Bijelina. „Frauengruppen haben eine Schlüsselrolle in der Verteilung, meist humanitärer Hilfe (weil das im Moment die dringlichste ist) und sie stellen sicher, dass diese dorthin kommt, wo sie gebraucht wird.“, so Mirjana Mirosavljevic Bobic, Leiterin des Reconstruction Womens Fund in Belgrad, Serbien.
Summe: 2.500 €
Außerdem konnte Veliko Srce durch eine Spende eine Aktion zum Internationalen Frauentag veranstalten.

Serbien
Women in Black
www.zeneucrnom.org
Projekt “Solidarity is our strength”
Von den Folgen der Flut sind am heftigsten diejenigen betroffen, die schon vor der Katastrophe an den Rändern der Gesellschaft lebten: Roma-Frauen, Frauen, die in Armut leben, Flüchtlinge – und auch nachdem die Flut sich zurückgezogen hat, haben sie wenig Aussicht auf Entschädigung und Hilfe. Die „Frauen in Schwarz“ unterstützen gezielt Frauen aus diesen Gruppen und ermutigen sie, ihre Rechte gegenüber den staatlichen Stellen einzufordern. Sie bringen betroffene Frauen mit Frauen aus Kroatien und Bosnien-Herzegowina zusammen.
Summe: 8.800 €
Thema Partizipation