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filia_news_2019_2

Liebe Leser*innen, liebe Interessierte,

foto: filia-archiv
foto: filia-archiv

Funding Feminist Futures: „Wir hatten das Gefühl, wir sind Teil eines historischen Momentes“, so Sonja Schelper nach ihrer Rückkehr aus Kanada. Eine Regierung (die Kanadische) setzte sich über mehrere Jahre zusammen mit Frauen*rechtsorganisationen, die direkt mit Basisfrauen*gruppen kooperieren. Was bei diesem Prozess herausgekommen ist und noch viele weitere gute Nachrichten finden Sie hier.

Im Moment schwirrt uns so manches Mal der Kopf, bei allem was gerade so in Bewegung kommt.
Gleichzeitig erreichen uns Nachrichten von antifeministischen Entwicklungen: zum Beispiel aus Armenien und sehr schlimme aus Georgien, die das Spannungsfeld beschreiben, in dem sich gerade Frauen*organisationen befinden. Unser gemeinsames Projekt „Zivilgesellschaft braucht sichere Räume zum Wachsen“ ist ein Ansatz, dagegen Kräfte zu mobilisieren. Es tritt gerade in eine nächste Phase und Sie alle können am 15. November mit dabei sein! Die Hilflosigkeit, mit der demokratische Politiker*innen auf rechte Bewegungen oder auch Parteien wie die AfD reagieren, ist alarmierend. Dafür wird eine Politisierung gerade ganz junger Menschen hör- und sichtbar. Das MädchenEmpowermentProgramm verstehen wir als unseren Beitrag, und wenn Sie sich das Video am Ende dieses Artikels anschauen, hoffen wir, dass die Wirkung dieser Arbeit auch Sie mit Freude erfüllt.

Ein ganz neues Programm können wir mit der Hilfe der Chanel-Stiftung noch dieses Jahr in Gang setzten: „Rising Voices – Making Choices: Empowerment geflüchteter Frauen*“. Modell dafür ist unser MädchenEmpowermentProgramm: Die, die es angeht, bestimmen selbst Kriterien und Projekte zur Verbesserung ihrer Situation. Davon werden Sie bald mehr erfahren.

Und trotz all unserer erfolgreichen Mittelakquise: Ihre und eure Spenden und Förderungen, die aus privater Hand zu filia kommen, sind die Grundlage von allem: Unser Wirken als Stiftung, Freiheit in der Entscheidung und in der Art der Abwicklung. Wertschätzung und Vertrauen gegenüber den Partnerinnen. Mehr dazu hier.

Wir sind stolz und glücklich, dass wir die weltweit erste LBQ-Konferenz mit unterstützen können.

Mit diesem Artikel zu unserer neuen Schreibweise verabschiedet sich Daria Majewski von filia. Wir wünschen ihr so viel Gutes auf ihrem Weg, wie sie nur tragen kann und bedanken uns: Unsere Social Media Kanäle werden ohne sie etwas austrocknen in nächster Zeit…
Neu, neu, neu: Die Stifterinnen wählten auf der Jahresversammlung vier (!) neue Stiftungsrätinnen, bereits davor hatte der Stiftungsrat eine neue Vorstandsfrau berufen UND bei filia arbeiten bald vier neue Frauen*, zwei sind schon mittendrin und stellen sich hier vor.

Falls Sie jetzt den Eindruck haben, dass hier viel los ist, können wir das nur bestätigen. Wir müssen alle Kräfte gut zusammenhalten, um das Tempo und die Herausforderungen zu bewältigen.
Sie unterstützen uns auf diesem Weg. Durch ihr Interesse, ihre Kritik – und ihre Spenden.

Bleiben Sie uns gewogen! Großzügig und aufmerksam.
Das wünschen sich

Katrin Wolf und alle Frauen* bei filia

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_1 Weltfrauenstiftungstreffen in Kanada

foto: filia-archiv
foto: filia-archiv

„Forging New Paths for Feminist Funding“ – Neue Wege, neue Mittel, neue Möglichkeiten

Immer wieder ein Highlight: Alle 2 – 3 Jahre finden die Treffen der Women‘s Funds statt. Hier kann frau erleben, welch große Fortschritte von einem Austausch-Netzwerk hin zu gemeinsamer strategischer Planung über die Jahre hinweg erreicht werden konnten. Sonja Schelper von filia war mit dabei und brachte erstaunliche und erfreuliche Nachrichten von dort mit zum Thema Funding Feminist Futures:

Bekämpfung von Fundamentalismen starten – gefördert mit 1 Million von der Open Society Foundation (OSF). Das kann nur ein Anfang sein, es werden viel mehr Mittel benötigt, denn die internationale Zusammenarbeit ist so wichtig. Die Kräfte, die sich rechts, rassistisch und antifeministisch positionieren, sind längst gut vernetzt.

Und noch eine gute brandneue Nachricht: Ein amerikanisches Konsortium (Hewlett Foundation, Wellsprings Philanthropies, OSF und Foundation for a Just Society) wird in den nächsten Jahren 25 Millionen bereitstellen, um Frauen*stiftungen / Women‘s Funds, vor allem im Globalen Süden, zu stärken. Dem zugrunde liegt die Erkenntnis, dass Frauen*stiftungen eine zentrale Rolle spielen bei der Stärkung von Frauen*bewegungen und dass sie selbst Unterstützung benötigen, um dieser wichtigen Aufgabe gerecht werden zu können. Zum Beispiel in ihrer Öffentlichkeitsarbeit – die Sichtbarkeit und Wirksamkeit muss über die eigene Szene weit hinausgehen.

Dieses Programm ist ein Novum, die Entscheidungswege und Umsetzungsschritte müssen noch gemeinsam entwickelt werden – aber es ist ein ermutigender Schritt in Richtung neuer Partnerschaften mit großen Geldgeber*innen.

Ein weiterer Höhepunkt des Treffens: Am 2. Juni 2019 wurde der Equality Fund in Kanada gelauncht, der mit großem Geld und in neuer Weise Frauen*rechte weltweit befördern soll. Über Jahre hinweg arbeiteten die kanadische Frauen*stiftung MATCH, die afrikanische Frauen*stiftung African Women‘s Development Fund und das Sekretariat des Prospera Netzwerkes u.v.m. gemeinsam am Zustandekommen dieser bisher beispiellosen Unterstützungskooperation für Frauen*rechte.

Ein „historischer Moment“: der Einstieg in eine partnerschaftliche Logik des Gebens (Geber*innen stehen auf Augenhöhe mit den Geförderten). Die Mittel dieses Funds (bisher 300 Millionen) sollen im Sinne von Impact Investing für frauen*freundliche Investitionen genutzt werden.

https://www.international.gc.ca/gac-amc/campaign-campagne/gender_equality-egalite_des_genres/index.aspx?lang=eng.

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_2 LBQ-Konferenz in Südafrika

„Leading – Healing – Transforming“ Das ist der Titel der weltweit ersten LBQ-Konferenz vom 6.7.2019 bis 9.7.2019 in Kapstadt. Mehr als 400 Teilnehmende werden erwartet aus wirklich allen Teilen der Welt. Viele können durch die Vergabe von persönlichen Stipendien daran teilnehmen. filia fördert die Konferenz  mit 10.000 €.

Sonja Schelper verbindet ihren Projektbesuch bei unserer südafrikanischen Partnerin, der Coalition of African Lesbians, mit der Teilnahme an der Konferenz. Hier wird sie auch die Partnerinnen aus 6 Ländern des südlichen Afrika treffen können, die im gegenwärtigen Projekt mitarbeiten. Eine wunderbare Gelegenheit, sich über den Stand des Projektes und die Situation lesbischer Frauen* in diesen Ländern auszutauschen.

Und sie wird auch Ise Bosch und Claudia Bollwinkel von Dreilinden treffen. Dreilinden ist ebenfalls finanzielle und ideelle Unterstützerin der Konferenz. Mehr Informationen zur Konferenz finden Sie hier https://lbqwomenconference.org/home/en.

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_3 filia beim Schweizer Stiftungssymposium

„Beyond the comfort zone“: Mehr als 500 Stiftungsvertreter*innen kamen im Mai 2019 in Thun zusammen, um sich mit den großen Herausforderungen wie Klimawandel und auch neuen Ansätzen in der Stiftungsarbeit auseinander zu setzen. filia war als Beispiel für gute Stiftungspraxis eingeladen. Sonja Schelper stellte unser Modell des partizipativen Förderns – wie im MädchenEmpowermentProgramm umgesetzt – dort zur Diskussion.

Das Praxisforum fand reges Interesse. Es gab viele Fragen rund um Befürchtungen vor „Kontrollverlust“, wenn die Zielgruppen mitentscheiden können; welche notwendigen Schritte und Strukturen müssen aufgebaut werden, um mehr Beteiligung einzuführen… Und es gab viel Anerkennung für diesen bisher in der Stiftungslandschaft noch sehr wenig praktizierten Ansatz. In der Schweiz gibt es keine Frauenstiftung, die gezielt Mädchen* und Frauen*rechte fördert – eigentlich schade, wo doch dort sehr viel Geld zu Hause ist.

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_4 Safe spaces for Feminists – Wir wollen ohne Bedrohung und Einschränkungen arbeiten und leben

foto: filia-archiv
foto: filia-archiv
foto: filia-archiv
foto: filia-archiv

Im April ging das Kooperationsprojekt in eine neue Phase: In Armenien, Georgien und der Ukraine trafen sich gemeinsam mit den Koordinatorinnen der Frauen*stiftungen Aktivistinnen aus den 3 Projekten, die sich beteiligen. Eine strukturelle Einschränkung verhinderte das Kommen der Organisation aus Abchasien: Da dort Wahlen bevorstehen, erhalten sie kein Dokument, um die Grenze zu passieren. Sie waren per Skype anwesend.

Das waren sehr produktive Begegnungen, sehr konkret und „we brainstormed many creative strategies to be more visible and public.” so Gohar aus Armenien. Auf den nationalen Treffen beschäftigten sich die Frauen vor allem mit 3 Fragen:

  • Was passiert gerade bei uns, wie ist die Situation für unsere feministische Arbeit?
  • Welche Auswirkungen haben diese Einschränkungen und Bedrohungen auf unsere Arbeit?
  • Was wünschen wir uns für unser internationales Treffen im November in Berlin und welche Ideen haben wir dafür?

Zum Beispiel beschreiben die georgischen Frauen*, dass das Wort „Feminismus“ immer noch große Vorurteile und Aggressionen hervorruft. Deshalb wollen oft Teilnehmerinnen von Veranstaltungen und Kursen anonym bleiben.

In der Ukraine wurden die Gender Studies an der Ukrainischen Katholischen Universität geschlossen, wo es einen der wenigen vollständigen Studiengänge gab. Generell spielt die Kirche eine enorme Rolle und beeinflusst die Politik mit ihrer „Anti-Gender-Agenda“.

Die Leiterin unserer Partnerin in Armenien, Lara Aharonian – eine anerkannte Menschenrechtlerin über Ländergrenzen hinweg –, wurde mit Tod und Vergewaltigung bedroht, nachdem sie im Parlament die Regierung dazu aufrief, toleranter und inklusiver mit Frauen* und LBT umzugehen. Die erstatteten Anzeige bei der Polizei. Mehr dazu finden Sie hier:

https://www.frontlinedefenders.org/en/case/lara-aharonian-receives-death-threats?fbclid=IwAR3lVIj7iMwVtRQ9f4jK7LpCVdDxDMSouL-yq2O2e9G0LC6X1ImRrq0QLEk

Was waren die Resultate der Treffen?

Viele ganz kreative Ideen wurden gesammelt. Wir können sie im November aufnehmen und über die Umsetzungen gemeinsam nachdenken.

Für die Aktivistinnen in allen drei Ländern sind sichere online-Räume sehr wichtig und in den Protokollen aus allen 3 Ländern waren diese Aspekte übereinstimmend elementar:

Vertrauen und Wertschätzung für Arbeit in der breiteren Bevölkerung schaffen.

Politik und Kirche dämonisieren und diffamieren die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen – und besonders die Arbeit feministischer und LGBTI-Gruppen. Dagegen wollen alle ein anderes Bild setzen, selbstbewusst (und „mit Humor“) die Themen der Frauen*- und Menschrechte und Gleichberechtigung in der Öffentlichkeit darstellen.

Aber wie, mit welchen Methoden und Botschaften und mit welchen Verbündeten?!

Auf den Ergebnissen bauen wir jetzt auf. In Zusammenarbeit mit Sandra Ljubinkovic, einer Aktivistin und Beraterin aus Belgrad, jetzt in Amsterdam lebend, arbeiten wir gemeinsam am Design der Woche vom 11.-15. November 2019 in Berlin.

Ergebnisse, Eindrücke und vor allem die Frauen selbst können Sie dann am 15. November auf der öffentlichen Veranstaltung im GLS Campus, Kastanienallee 82, 10435 Berlin erleben. Kommen Sie alle! Es stärkt die Aktivistinnen* und es stärkt einen selbst.

Mehr Informationen werden Sie nach der Sommerpause auf unserer Webseite finden.

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_5 Das private Geld ist unsere Freiheit

filia wächst, vernetzt sich und war jüngst ziemlich erfolgreich darin, mehrere neue Projekte auch mit größeren Budgets akquirieren zu können. Sie lesen davon auch in dieser filia_news. Wir freuen uns sehr, wenn wir MEHR finanzielle Mittel für feministische Ziele aus unterschiedlichen Quellen gewinnen können und sehen darin auch eine wichtige Advokatinnenrolle von filia.

Aber diese Kooperationen mit dem Auswärtigen Amt, dem BMZ oder internationalen Stiftungen sind mit umfangreichen Anträgen und komplizierten Abrechnungsmodalitäten verbunden – die wir dann auch an unsere Partnerinnen weiter geben müssen. Und oft sind diese Förderungen an Eigenmittel von filia gebunden.

Falls der Eindruck entstanden sein sollte, dass kleinere oder große private Spenden gar nicht mehr so ins Gewicht fallen für die Arbeit unserer Frauen*stiftung: Diesen können wir mit guten Gründen ausräumen:

Die privaten freien Spenden sind die Basis unserer Arbeit.

Denn sie geben uns eine ganz besondere Freiheit: Fördern und unterstützen auf Augenhöhe und mit Vertrauen in die Kompetenzen und Visionen unserer Partnerinnen*, ohne bürokratische Barrieren und komplizierte Abrechnungsmodalitäten. Hier sind wir eine Stiftung, die feministische Werte leben und auch anderen mitteilen kann.

Außerdem helfen uns Ihre Spenden und regelmäßige Zuwendungen dabei, im Team und mit den Ehrenamtlichen ganz selbstbestimmt die filia-Vision weiterzuentwickeln oder eben auch größere Geldmittel von anderen zu akquirieren und Hebelwirkungen zu erzielen.

Für uns heißt das: Ihre Spenden sind der wertvollste Schatz und die Grundlage, sowohl um wachsen zu können als auch, um NEIN sagen zu können, wenn die woanders gebotenen Bedingungen für uns und unsere Partnerinnen nicht passend sind.

filia will ihr Profil als wachsende Plattform erhalten, wo eine Vielfalt von Ideen, Aktivitäten und Geld zusammen fließen – im Interesse von Frauen* und Mädchen* weltweit. Darin liegt unsere Stärke und auch das, was uns von anderen unterscheidet.

Und es ist für uns sehr wertvoll, Sie dabei an unserer Seite zu wissen.

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_6 Jahresversammlung

foto: filia-archiv
foto: filia-archiv
foto: filia-archiv
foto: filia-archiv
Foto von links nach rechts: Sanata Nacro, Veronika Levintov-Levitan, Karin Stellwaag, Gotelind Alber, Dani Parthum, Dr. Dana Jirous, Prof. Dr. Daniela Rastetter
Foto von links nach rechts: Sanata Nacro, Veronika Levintov-Levitan, Karin Stellwaag, Gotelind Alber, Dani Parthum, Dr. Dana Jirous, Prof. Dr. Daniela Rastetter

In den Räumen der GLS-Bankfiliale in Hamburg schwebten wir über der Stadt: Insgesamt fast 50 Förderinnen, Gremienfrauen und Mitarbeiterinnen von filia kamen am 15.06.2019 zur Jahresversammlung zusammen, um zurück und nach vorne zu schauen:

  • Was konnte die Stiftung für Frauen* und Mädchen* im letzten Jahr bewegen und welche Zukunftspläne öffnen uns neue Türen?
  • Und für unsere Stiftungsarbeit sehr wichtig: Welche neuen Frauen* bestimmen Strategie und Förderung zukünftig mit?

Nach den Eingangsformalitäten kam Bewegung in den Raum: Gemeinsam evaluierten wir in kleinen Gruppen ausgewählte Projektbeispiele nach der Change Matrix. Claudia Bollwinkel hatte dieses Tool aus der internationalen Zusammenarbeit mitgebracht und auf diesem Wege fand ihre Arbeit als Programm Managerin noch einmal ihre Würdigung. Es wurde lebhaft diskutierten und wie nebenbei der wertschätzende Zugang der Projektauswertung erlebt.

Dann gab es viel zu berichten: Sonja Schelper von den Ergebnissen des Prospera-Treffens, Tanja Chawla über die Femnet-Kooperation und Katrin Wolf lud alle ein, im November bei der internationalen Veranstaltung zu dem Thema „Shrinking Spoaces“ in Berlin mit dabei zu sein. Das wird die filia-Projektparty 2019, diesmal in Berlin.

Janet Owusu stellte sich selbst und die Entwicklung des MädchenEmpowermentProgrammes vor. Ein großer Dank ging an Sabine Sundermeyer. Sie hat das MEP und den Mädchenbeirat vom ersten Tag an mit aufgebaut. Auch Stefanie Hoogklimmer, die filia in den Filialen von benefit cosmetics würdig vertreten hat, wurde herzlich gedankt.

Nach einer guten Stärkung und dem Gruppenfoto auf der Terrasse ging es wieder um Veränderung: Vier Stiftungsrätinnen wurden verabschiedet. Herzliche Worte und bekömmliche Geschenke erleichterten den Abschied sowie die Gewissheit, dass diese Frauen* filia nicht „verloren“ gehen. So wird Tanja Chawla bei Femnet weiter mit aktiv sein, Marion Böker als Förderin und Expertin, Mona Taghavi Fallahpour als Beraterin für das neue Projekt mit Geflüchteten. Jeanna Krömer mit ihrer Osteuropaexpertise.

Entsprechend wurde ein neuer Stiftungsrat aus 7 Frauen* gewählt, drei die weitermachen und vier neue Stiftungsrätinnen – die Findungskommission war herausgefordert und hatte hervorragende Kandidatinnen gefunden. Nach ihrer Vorstellung waren sich alle einig: Diese vier Frauen* sollen zukünftig strategisch und mit all ihren Erfahrungen das Geschick von filia mitbestimmen – in guter Zusammenarbeit mit Gotelind Alber, Karin Stellwaag und Daniela Rastetter.

Bald finden Sie auf unserer Webseite mehr zu den Einzelnen.

Eine gemeinsame Bootsfahrt auf der Alster rundete den Tag ab.

Ein Tag, an dessen Gelingen alle ihren Anteil hatten: Das Team arbeitete Hand in Hand vor- und nachbereitend, Svenja Genthe hatte – neben der Gesamtorganisation – Rosenblätter auf die Tische gestreut, Daria Majewski hat die Instagram-Kampagne im Raum gut sichtbar gemacht, Dorothe Cremer managte erfolgreich an die Technik, Annette Heise unterstützte Janet Owusu und war überall mit vielen im Gespräch…

Allen Ehrenamtlichen – die so viel ihrer Zeit und Expertise filia widmen und dadurch voran bringen, allen Stifterinnen und Förderinnen – ohne die es filia.die frauenstiftung nicht geben würde und allen Mitarbeiterinnen – die ihre ganze Kraft für feministische Stiftungsarbeit einsetzen, sei an dieser Stelle schlicht und ergreifend gedankt.

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_7 Neu im Vorstand: Kornelia Dietrich

Kornelia Dietrich
Kornelia Dietrich

Hallo liebe filia-community,

ich bin Kornelia Dietrich und seit kurzem im Vorstand von filia. Ich freue mich sehr meine filia-Verbundenheit nun in diesem Gremium zum Ausdruck zu bringen. Für alle, die mich noch nicht kennen, hier ein paar Worte zu meiner Person:

Ich wurde in Deutschland geboren und studierte Germanistik und Politische Wissenschaft. Seit meiner Studienzeit bin ich in Frauen*gruppen und Friedensinitiativen engagiert und als Mentorin für Mädchen* und junge Frauen* tätig. Nach einer langjährigen Tätigkeit als Journalistin und Führungskraft im Medienbereich arbeite ich nun freiberuflich als Systemische Coach und Selbständige Beraterin.

filia begeistert mich durch die Förderung ihrer weltweiten Projekte, deren Wirkung unmittelbar sichtbar wird. filias Arbeit macht den geförderten Frauen* und Mädchen* Mut, hilft ihnen, für ihre Rechte zu kämpfen und zeigt konkrete Ergebnisse. filia fördert auf Augenhöhe und leistet so einen Beitrag zu langfristigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen. Durch die Energie und die Lebensfreude, die von der gemeinsamen Arbeit ausgeht, fühle ich mich bereichert und motiviert. Ich freue mich, filia jetzt auch als Vorstand zu vertreten.

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_8 Neu im Team

Janet Owusu – Referentin MädchenEmpowermentProgramm
Janet Owusu – Referentin MädchenEmpowermentProgramm

Janet Owusu – Referentin MädchenEmpowermentProgramm

Seit April 2019 bin ich bei filia als Referentin des MädchenEmpowermentProgramms tätig. filia bedeutet für mich Mädchen* und Frauen* als Expertinnen ihres Lebens wahrzunehmen und sie dort stärken zu können. Bereits jetzt habe ich schon einen sehr vielfältigen Eindruck von filia erhalten und freue mich sehr auf die Arbeit hier in der Stiftung.

Mein Studienschwerpunkt in den Erziehungswissenschaften war Partizipation und lebenslanges Lernen. Als Empowermenttrainerin, habe ich bereits mit jungen Frauen* an der Schnittstelle Sexismus/Rassismus und ihrem Umgang damit gearbeitet. Als Schwarze Frau* ist es mir ein besonderes Anliegen die intersektionale Perspektive von mehrfachdiskriminierten Menschen sichtbar machen zu können und diese zu stärken.

In meiner neuen Aufgabe als Referentin für das MädchenEmpowermentProgramm freue ich mich darauf, Mädchen* und junge Frauen* in ihren Persönlichkeiten zu stärken und sie ressourcenorientiert und partizipativ zu empowern.

 

 

Dorothe Cremer – Verwaltung
Dorothe Cremer – Verwaltung

Dorothe Cremer – Verwaltung

Auch ich darf mich in dieser filia-news-Ausgabe vorstellen. Mein Name ist Dorothe Cremer und seit Anfang Juni bin ich Teil des Teams in der filia-Geschäftsstelle. Studiert habe ich Germanistik und Soziologie und bin außerdem gelernte Buchhändlerin. Viele Jahre habe ich im Verlagswesen und im Buchhandel gearbeitet und war in diversen Verwaltungsstellen im sozialen und Bildungsbereich tätig. Ich arbeite parallel zu meiner Stelle bei filia in der Koordinierungsstelle Hospiz und Palliativarbeit und bin freiberuflich als Texterin unterwegs.

Immer wieder war ich auch ehrenamtlich in feministischen Kontexten tätig: So habe ich in Freiburg (wo ich studierte) im autonomen FrauenLesbenRadio auf der Frequenz von Radio Dreyeckland mitgearbeitet und mich später hier in Hamburg bei Denkträume engagiert.

Ich freue mich sehr, als Sachbearbeiterin im Bereich Verwaltung/ Finanzen zur Arbeit von filia beizutragen. Es ist toll, bei einer feministischen Stiftung zu arbeiten!

 

 

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_9 Jung – selbstbewusst – feministisch: Der Mädchenbeirat 2019

Foto: Mädchenbeirat
Foto: Mädchenbeirat

Dieses Jahr besteht der Mädchenbeirat aus 13 Mädchen* und jungen Frauen* zwischen 14 und 23 Jahren aus neun verschiedenen Bundesländern. Die Mädchen* und jungen Frauen* bringen wieder sehr verschiedenen Erfahrungen und Perspektiven ein, was den Beirat unglaublich reich macht.

Der Mädchenbeirat tagte vom 25. - 27. April 2019 im Mädchentreff Neu-Allermöhe in Hamburg. Dort konnten die Beirätinnen aus 83 Anträgen – so viel wie noch nie – die vielversprechendsten auswählen. Die 8. Mädchenbeiratssitzung war durch Umbrüche geprägt.

Die langjährigen Teilnehmer*innen Maya Marie Neumeier (Coco) und Luca El-rawi (Coco) sowie die Mitgründerin des Mädchenbeirats und filia-Mitarbeiterin Claudia Bollwinkel wurden würdig verabschiedet. Dafür konnten die neuen Beirätinnen Delia Lamprecht, Anna Schmitz und Janet Owusu, die neue filia-Referentin für das MEP, begrüßt werden.

Zitate vom Mädchenbeiratstreff

„Wo wäre ich ohne den Mädchenbeirat? Nicht an dieser Stelle im Leben.“

„Das letzte Mädchenbeirats-Wochenende hat mir einen wichtigen Schub gegeben.“

„Hier werden unsere Schwächen zu Stärken.“

Was die Mädchenbeirätinnen dieses Jahr gelernt haben

„ [Mir ist bewusst geworden], dass es keine richtige/falsche Feministin gibt“.

„Wie wichtig es ist über manche Themen, immer wieder zu sprechen. Aber vor allem erlebt man auch Aha-Erlebnisse, wenn man in Gesprächen mit Einzelnen ist“.

„Sensibilität bezüglich POC-Themen“. (POC = People of Color)

„Neue Sichtweisen die ich jetzt besser verstehe“.

„Sprache ist sehr mächtig. Man muss aufpassen wie man Dinge formuliert.“

„Die Mädchen* hier geben mir unheimlich viel Kraft“.

„Be proud to be a woman“ einfach man selbst sein und den eigenen Weg gehen“.

Wir freuen uns, dass die benefit-Kooperation auch 2019 weiterläuft. Mit mehreren Mädchenbeirätinnen, Cocos und Sprecherinnen (Maya Marie, Tuja, Zilan, Malina, Audrey) besuchten wir KICK-OFF Veranstaltungen sowie Pressedinner von benefit, wo wir filia und den Mädchenbeirat vorstellen und uns vernetzten konnten. Besonders positiv ist dieses Jahr die Vielfalt  (z.B. bezüglich Herkunft, Kultur, Körpergewicht etc.) der benefit-Mitarbeiterinnen aufgefallen, was in der Beautybranche leider nicht die Norm ist. benefit scheint u.a. bewusst zu zeigen, dass jede Frau* schön ist. Mädchenbeirätinnen konstatierten diesbezüglich, dass es eben nicht nur die eine „richtige“ Art von Feministinnen gibt.

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_10 MEP Mehrjährige strategische Förderung

Durch die benefit-Kooperation wird 2019 auch erstmals die strategische Förderung von Projekten über eine Laufzeit von drei Jahren möglich. Dieses Jahr haben sich dafür vier Organisationen mit ihren Projekten beworben. Hier zwei Beispiele:

Projekt: „Ja zum eigenen Körper – Nein zu Gewalt“

Organisation: Frauen- und MädchenGesundheitsZentrum Freiburg

Das Projekt „Ja zum eigenen Körper – Nein zu Gewalt“, möchte Mädchen* zwischen 8-18 Jahren stärken, so dass sie sich und ihren Körper mögen und selbstbewusst zu ihm stehen, ihre Grenzen setzen und Nein zu (sexueller) Gewalt sagen können.

Bei diesem Projekt stehen Mädchen* mit Migrationshintergrund, solche die von Armut betroffen sind und geflüchtete Mädchen*, im Mittelpunkt. In Form von Workshops sollen Themen, wie Gewaltprävention, Prävention von Essstörungen, Wege aus selbstverletzendem Verhalten etc. gemeinsam bearbeitet und vermittelt werden.

Es sollen solche Mädchen* aktiv aufgesucht und angesprochen werden, welche sonst wenig bis keinen Zugang zu dieser Art von Angeboten haben. Die Trainerinnen innerhalb des Projekts suchen die Orte auf, an denen diese Mädchen* ihre Zeit verbringen: Schule, Mädchen*treffs, Nachmittagsbetreuung, Jugendzentren, Flüchtlingsheime.

Projekt: Mädchen* mit Flügeln

Organisation: Holla e.V. (Köln)

Mit dem Projekt „Mädchen* mit Flügeln“, möchte Holla e.V. Mädchen* und junge Frauen* of Color zwischen 11 und 21 Jahren ansprechen und insbesondere deren mediale Kompetenzen stärken, ihre Erfahrungen und Perspektiven im Internet sichtbar machen und eine stärkende Community aufbauen.

Förderungsziele/Aktivitäten:

Im 1. Jahr soll der Fokus auf Lernen liegen. In wöchentlichen Treffs und Workshops zu Filmanimation, Umgang mit Wikipedia und Videoclipdreh, erwerben die Mädchen* und jungen Frauen* Medienkompetenz.

Im 2. Jahr sollen die Teilnehmerinnen selbst aktiv werden, indem sie z.B. Wikipedia-Artikel schreiben, Videos drehen und veröffentlichen oder einen eigenen Blog - zu den Themen Antirassismusarbeit und sexuelle Selbstbestimmung, verfassen.

Im 3. Jahr wird dann verstärkt nach neuen Kooperationspartnerinnen gesucht, welche einen  bundesweiten Workshop für Mädchen* zu Medienkompetenz fördern sollen. Dieser Workshop soll von den Mädchen* selbst, im Peer-Learning angeleitet werden. Zudem soll eine feste Honorarkraft für den wöchentlichen Empowermenttreff eingestellt werden sowie ein Zuschuss für Holla zu den Mietkosten ("ein Nest und Flügel") erfolgen.

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_11 Deutscher Stiftungstag 2019 in Mannheim

Foto: Partizipationsleiter_Hart
Foto: Partizipationsleiter_Hart

Dieses Jahr besuchten wir: Janet Owusu (Referentin MEP) Maya Marie Neumeier (Co-koordinatorin Mädchenbeirat) und Vanessa Veyel (Specherin Mädchenbeirart) den deutschen Stiftungstag 2019 mit dem Motto: „Unsere Demokratie“.

filia wurde als eine von neun Stiftungen dazu eingeladen, unsere Perspektiven und Expertisen zum Thema Partizipation zu teilen und mit interessierten Menschen zu diskutieren. Dafür bereiteten wir zusammen einen filia-Tisch für ein World Cafe  mit dem Thema: „Partizipation: Wege der Demokratisierung von Förderpraktiken“ vor. Der Organisator Martin Modlinger von der Stiftung Erneuerbare Freiheit (Digital Rights Funds & Digital Whistleblowing Fund) moderierte die Veranstaltung und sprach u.a. von echter Partizipation und Teilhabe, den Möglichkeiten und den Herausforderungen. Dies veranschaulichte er an der sogenannten Partizipationsleiter (siehe Bild).

Mit Hilfe dieser Leiter ist erkennbar, wieviel strukturelle Konzeption, Reflexions- und Kritikfähigkeit benötigt wird, um Partizipation verschiedener Gruppen in Stiftungen möglich zu machen.

Mit einer 1-minütigen Kurzvorstellung begann Maya Marie Neumeier für filia über die Relevanz von Emanzipation und Partizipation zu sprechen. Denn auch im 21. Jahrhundert müsse noch sehr viel dafür getan werden, um wirkliche Chancengleichheit erreichen zu können. Mädchen* und junge Frauen* sollten über sich und ihre Körper entscheiden dürfen, darüber was sie wollen und was nicht. Deshalb könnten sie vor allem durch sich selbst und die eigene Stärke gefördert werden. Wie das konkret funktionieren kann, wurde an unserem Tisch diskutiert.
In zwei Diskussionsrunden (mit ca. 10-12 Personen in 25 min.) ging es darum unser Know-How als Expertinnen einzubringen und die Arbeit des MädchenEmpowermentProgramms vorzustellen. Dabei wurden folgende Fragen besprochen:

  • Welche Herausforderungen habt ihr in der Stiftung bei solch einem partizipativen Verfahren?
  • Was bedeutet es wenn Mädchen* für sich selbst sprechen können?
  • Wie ist der Mädchenbeirat in den Stiftungsalltag implementiert?

Souverän antworteten Maya Marie Neumeier und Vanessa Veyel auch auf komplexe Fragen und erklärten Struktur und Abläufe des MädchenEmpowermentProgramms. Zusammen betonten wir auch, dass es nicht darum gehe alles perfekt zu machen, sondern sich in einem stetigen Entwicklungsprozess zu befinden, in welchem frau* sich kontinuierlich weiterentwickelt und sich ressourcenorientiert neuen Herausforderung gemeinsam stellt.

Eine Teilnehmerin fragte, wo die beiden Vertreterinnen des Mädchenbeirats diesen auf der Partizipationsleiter einstufen würden: Sie wählten den Raum zwischen Sprosse Nr. 6 und 7.

„Wir können viel selbst entscheiden […], [z.B. welche Projekte wir fördern wollen oder welche Mädchen* oder jungen Frauen* wir als neue Mädchenbeirätinnen* aufnehmen]“.

Komplett selbstorganisiert ist der Mädchenbeirat allerdings (noch) nicht.

Echte Partizipation ist uns wichtig. Dazu ist die eigene Kritikfähigkeit und ein Weiterentwicklungspotenzial unabdingbar. Luft nach oben gibt es deshalb natürlich immer.

Im Anschluss an die Veranstaltung, interviewte uns Jörg Birkelbach vom Stiftungs-TV, zum MädchenEmpowermentProgramm, Vorstellungen und Wünschen des Mädchenbeirats, der Wirkung von MädchenEmpowerment und dessen Notwendigkeit für eine demokratische Gesellschaft. Entstanden ist dabei dieses kurze Video.

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_12 Das Gendersternchen grüßt

Am 04.02.2019 schlug der AK Gender die Sternchen-Schreibweise, also die Verwendung des sog. Gendersternchens genannt, vor.

Mit dieser Schreibweise soll die soziale und historische Konstruktion von Geschlecht im Schriftbild verdeutlicht werden. Außerdem soll sie inklusiv für trans* Menschen sein. So schreiben wir Frau* und meinen damit alle Menschen, die sich als Frauen* identifizieren/ als Frauen* leben.  Und Mann*, wenn alle sich als Männer* identifizierenden/ als Männer* lebenden Menschen gemeint sind. Ist von gemischtgeschlechtlichen Gruppen die Rede, gendern wir jetzt auch mit dem Sternchen, wie beispielsweise Aktivist*innen. Hier wird zusätzlich verdeutlicht, dass nicht nur Männer* und Frauen*, sondern auch alle weiteren Geschlechter gemeint sind.

 

Also zum Beispiel Menschen, die sich weder als Mann* noch als Frau* verstehen.

filia. die frauenstiftung und Mädchenbeirat, sind bereits feststehende Namen und wir haben uns entschieden hier keine Änderungen vorzunehmen, da dies einen riesigen Prozess der Logoneufindung und der Neugestaltung des corporate designs nach sich ziehen würde. Somit bleiben wir hier bei den gewohnten Schreibweisen. Alle vergeschlechtlichten Substantive im Singular, wie beispielsweise Aktivistin, schreiben wir auch ohne Sternchen.

Wir haben uns für das Sternchen entschieden, auch wenn dieses kleine Schriftzeichen recht kontrovers ist:

Negativ (-)

  • Das Sternchen wird nicht von allen als inklusiv empfunden. Viele trans Frauen kritisieren die Schreibweise „Frauen*“ als transfeindlich. Denn so würden trans Frauen nur durch das markierende Sternchen, nicht aber selbstverständlich, als Frauen gedacht. Hier ein spannender Artikel zum Thema.
  • Das Gendersternchen wird unterschiedlich ausgelegt. Manche sagen - so wie wir - es stünde dafür alle als Frauen* lebenden Menschen zu inkludieren. Wieder andere verstehen das Sternchen als Marker für alle bei der Geburt als Mädchen* eingeordneten Menschen.

Positiv (+)

  • Einmal klar gemacht, wie man das Gendersternchen versteht, nämlich als alle Frauen* inkludierenden Marker, ist es eine einfache und klare Strategie für die Öffentlichkeitsarbeit: Wir heißen alle Frauen* willkommen!

  • Auch ist es ein Marker für Intersektionalität: Frau* wird nicht als einheitliche Erfahrungskategorie verstanden: Frauen* sind schwarz, weiß, trans, cis, hetero, homo, arm, reich und damit sehr verschieden. Sie erleben geprägt von ihren weiteren Lebensrealitäten ihr Frausein* eben spezifisch. Dennoch will man sich auf sie als Frauen* beziehen, da das Patriarchat nun mal global wirkt und somit auch global Frauen* als Subjekte hervorbringt.

Wir spielen noch damit und probieren uns damit aus, denn Sprache soll auch Spaß machen.

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_13 Nicht verpassen

28.06. – 30.06.2019 „Ohne Frauen keine Demokratie!“ Feministische Sommeruni Leipzig.

Am Freitag den 28.06. diskutiert Katrin Wolf bei der Feministischen Sommeruni über ihre Erfahrungen als Frau in der DDR und Wendezeit; unter dem Motto #frauenmachengeschichte

Mit wärmster Empfehlung hierdas Programm der Sommeruni.

12. August - Vortrag und Diskussion: "Das andere Geschlecht" revisited

70 Jahre ist es nun her, dass die junge Philosophin Simone de Beauvoir mit ihrem umfangreichen Werk "Das andere Geschlecht" die Verhältnisse zum Tanzen brachte: Frauen* werden nicht als Frauen* geboren, sondern sie innerhalb machtvoller gesellschaftlicher Strukturen leben und sich zu diesen ins Verhältnis setzen müssen.  Welchen Stellenwert haben Beauvoirs Analysen und Forderungen von 1949 heute? Das soll das Thema dieses Abends sein.

Nach einem einführenden Vortrag von filia-Förderin Renate Kraft sind die Teilnehmerinnen zu einer hoffentlich kontroversen Debatte eingeladen.

Wo: im Frauencafé LaMotta im Kulturzentrum "Motte", Eulenstraße 43, 22765 Hamburg

Wann: Einlass und Buffet ab 19 Uhr, Veranstaltung ab ca. 20 Uhr

Eine Spende an filia.die Frauenstiftung ist sehr willkommen!

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_14 Ihre Daten sind unser Schatz!

Dieser Schatz erlaubt es filia, Sie regelmäßig über die Entwicklung der Stiftung zu informieren, uns für feministische Themen stark zu machen, weltweit die Projekte von Frauen und Mädchen zu unterstützen.
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