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Projektausschreibung für das Empowerment-Programm Frauen* & Flucht (EFF)

Worum geht es?

Viele geflüchtete Frauen, Inter*, Trans*, queere und nicht-binäre Personen organisieren und vernetzen sich. Sie kämpfen für ihre Rechte, weil sie täglich auf mehreren Ebenen Diskriminierung erfahren: durch patriarchale, rassistische und sexualisierte Unterdrückung und Gewalt. filia möchte diese Gruppen und Initiativen unterstützen, sich zu stärken und in der Gesellschaft sichtbar zu sein.
filia fördert diese Gruppen, Aktivitäten und Projekte von neu angekommene bzw. geflüchtete Frauen*, die sich für Selbstorganisation und Empowerment einsetzen.
Anträge für dieses Jahr müssen bis zum 25. August 2020 bei filia sein. 
Eine zweite Ausschreibung kommt im Sommer 2021.


Wer kann Geld beantragen?

filia unterstützt Gruppen, Aktivitäten und Projekte in Deutschland, bei denen es zum Beispiel um politische Teilhabe, Aktivismus, Vernetzung, Rechte, individuelle Stärkung und Entwicklung geht. Das können politische Aktionen oder Kampagnen sein, rechtliche Unterstützung, Community-Arbeit oder Peer-to-Peer-Workshops.
Unterschiedliche Menschen können an den Projekten/Aktivitäten auch teilnehmen, aber geflüchtete und migrantische Frauen* sollten entscheiden und im Mittelpunkt stehen. Denn filia fördert als Frauenstiftung Projekte von und mit Frauen* und Mädchen*, die sozialen Wandel fördern.
Wir wissen, dass Sie/ Ihr als Gruppen flexibel auf neue Situationen reagieren müsst. Und wir wissen, dass Eure Bedürfnisse sehr verschieden sind. Ihr wisst am besten, wieviel und wofür Ihr Geld braucht. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr entscheidet, ob Ihr eine Impuls-Förderung oder eine strategische Förderung beantragt:

  • Impuls-Förderung:

    Seid Ihr eine kleine oder erst vor Kurzem gegründete Gruppe? Dann könnt Ihr zwischen 1.000 und 5.000 Euro für Aktivitäten zwischen Dezember 2020 und Juni 2021 beantragen. Insgesamt gibt filia so 50.000 Euro an ungefähr zehn Gruppen.
  • Strategische Förderung

    Seid Ihr eine schon länger bestehende, größere Gruppe oder Organisation? Für die strukturelle Entwicklung Eurer Arbeit, Vernetzung und Community-Building könnt Ihr 20.000 Euro für den Zeitraum ab Dezember 2020 bis Juli 2022 beantragen. Diese Förderung vergibt filia an zwei Gruppen.

Für was gibt es die Förderung?

filia ist es wichtig, dass nicht nur die Symptome von Ungleichheit und Unterdrückung behandelt werden. Wir müssen auch die Wurzeln der Probleme anfassen. filia möchte Gruppen unterstützen, die strukturelle Veränderungen in der Gesellschaft erreichen wollen.
Denn das ist für uns Empowerment: dass sich individuelle Situationen verbessern, Frauen* an sich glauben und gemeinsam für strukturelle Veränderung kämpfen. Austausch und Vernetzung bedeuten Selbstbestimmung und mehr Sichtbarkeit.
Beantragt Geld für das, was Ihr macht. Ihr könnt die Förderung für Vieles benutzen: Fahrtkosten/ Tickets/ Benzin, Essen, Honorare, Kinderbetreuung, Miete, Dolmetschen, Druckkosten, technische oder andere Materialien, … Beantragt, was Ihr braucht und machen wollt.


Wie können wir einen Antrag stellen?

Wenn Ihr Euch bewerben möchtet, füllt bitte das deutsche oder englische Antragsformular aus:


Es ist nicht wichtig, dass alles ohne Fehler geschrieben ist.

Der Antrag muss bis zum 25. August 2020 bei filia sein. Ihr bekommt eine automatische Eingangsbestätigung. Ihr bekommt wahrscheinlich im November Bescheid, ob Ihr Förderung bekommt.
filia kann nur Organisationen fördern, die in Deutschland als gemeinnützig anerkannt sind (z.B. Vereine). Wir wissen, dass viele Gruppen ohne feste Form arbeiten. Wenn Ihr kein Verein seid, könnt Ihr mit einem Verein, den ihr am besten schon kennt, zusammenarbeiten. Wenn Ihr keinen Verein findet, versuchen wir, Euch dabei zu unterstützen! Meldet Euch dafür bei uns, bevor Ihr uns den Antrag schickt.

Ihr habt Fragen oder Schwierigkeiten mit dem Antrag?
Hier gibt es ein Dokument, in dem wir viele Fragen zum Programm beantworten. Außerdem könnt Ihr uns am 12. August (17-18 Uhr) und am 14. August 2020 (11-12 Uhr) online über die App Zoom treffen. Wir sprechen dann auf Deutsch und Englisch über Fragen zum Programm, zum Antrag usw.: https://bit.ly/2W5iByB.

Wenn Ihr davor oder danach Fragen habt oder Unterstützung braucht, könnt Ihr Euch bei uns melden: per Mail (l.rzadtki(at)filia-frauenstiftung.de), telefonisch (040 - 380 381 99 82) oder per Whatsapp/ Signal/ Telegram (0176 - 15151330).


Unsere Kriterien für die Förderung


  • Selbstorganisation geflüchteter und migrantischer Frauen*

    Geflüchtete oder migrantische Frauen, Inter*, Trans*, queere und nicht-binäre Personen entscheiden und gestalten die Gruppen und Aktivitäten selbst. 
Wir wissen, dass viele nicht gerne als "geflüchtet" oder "migrantisch" bezeichnet werden möchten. Wir sind offen dafür, mit Euch bessere Worte zu entwickeln.


  • Empowerment

    Frauen* fühlen sich durch die Aktivitäten stark und können ihre eigene Situation verbessern. Sie sehen, dass es Personen gibt, die ähnliche Dinge und Probleme erfahren haben. Sie setzen sich für ihre Rechte ein und wissen, dass sie eine Rolle in der Gesellschaft spielen können.

  • Intersektionalität

    Wenn Personen aus mehreren Gründen benachteiligt werden, sind sie intersektional von Diskriminierung betroffen. Zum Beispiel wenn Frauen nicht nur als Frauen benachteiligt sind, sondern auch weil sie zum Beispiel Schwarz oder of color (BIPOC), nicht in Deutschland geboren oder religiös sind, weil sie eine Behinderung haben oder aufgrund ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Orientierung benachteiligt werden. 
Dazu gehört auch, warum wir „Frauen*“ und „Frauen, Inter*, Trans*, queere und nicht-binäre Menschen“ schreiben. Das machen wir, weil es nicht nur zwei, sondern eine Vielfalt von Geschlechtern gibt. Menschen werden oft diskriminiert, weil sie nicht in die Aufteilung Frau/ Mann passen. Auch an diese Personen richtet sich das Programm.

  • Peer-to-Peer

    Bei Peer-to-Peer geht es hier um den Austausch zwischen Menschen, die von mehreren, aber nicht unbedingt immer den gleichen, Diskriminierungs-Formen betroffen sind. Sie teilen zum Beispiel ihr Wissen miteinander oder sprechen über Erfahrungen und Lösungen. 

  • Ländlicher Raum

    Personen und Gruppen in ländlichen Gebieten oder Kleinstädten sind oft isolierter und haben größere Schwierigkeiten sich zu organisieren.

  • Vernetzung

    Gruppen arbeiten zusammen und Personen lernen sich kennen.

  • Sichtbarkeit

    Die Aktivitäten tragen dazu bei, dass geflüchtete Frauen, Inter*, Trans*, queere und nicht-binäre Personen sichtbarer werden. Es wird zum Beispiel öffentlich Bewusstsein für ihre Lebenssituationen, aber auch ihre gesellschaftlichen Möglichkeiten, geschaffen.