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Mädchenprojekte in Deutschland

2019

Kurzbeschreibung einjährige Projekte

Projekt: Sisters* - solidarische Mädchenarbeit in Brandenburg“
Organisation: Hochdrei e.V.


Das Projekt „Sisters*“ möchte Mädchen* und junge Frauen* zum Thema Vernetzung und Stärkung im Land Brandenburg zusammenbringen.
Das Ziel des Projekts ist die Recherche zu „was gibt es in Brandenburg für Mädchen“. Dafür möchten Mädchen* u. a. Interviews führen, Medien selbst produzieren, erstellen und bearbeiten (Text-/Foto-/Video-Blogformat). Es soll ein geschützter Raum für Mädchen* mit Fluchterfahrung geboten und die landesweite Vernetzung der Mädchen* untereinander gefördert werden. Der Projektantrag wurde von Mädchen* selbst eingereicht

Summe:  5000 €
www.hochdrei.org


Projekt: „Say no to FGM! Mein Körper gehört mir!
Organisation: Maisha e.V – Selbsthilfegruppe afrikanischer Frauen in Deutschland


Bei diesem Projekt soll es darum gehen, afrikanische Mädchen in Bezug auf den eigenen Körper sowie die eigene Unversehrtheit weiterzubilden, insbesondere bezüglich FGM (Female Genital Mutilation). Die Mädchen und jungen Frauen sollen auf diesem Weg selbst zu Gesundheitsmediatorinnen und Vorbildern werden und ihr Wissen in ihren Communities weitergeben.

Summe: 5000 €
www.maisha.org


Projekt: „Bauspielplatz/Figurentheater (Titel wird noch von TN bestimmt)
Organisation: Bauspielplatz OST


Das Projekt Bauspielplatz/Figurentheater soll Mädchen den eigenständigen und kreativen Umgang mit Werkzeug ermöglichen. Mädchen sollen gefördert werden, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. In einem ersten Teil bauen die Mädchen selbständig ein Figurentheater, wofür sie Materialien, Pläne und Arbeitsschritte selbst beschaffen und durchführen. In einem zweiten Teil soll anschließend ein Stück erarbeitet werden, welches sich aus vorherigen „Erzählkreisen“ zu den Themen Konfliktsituationen, Diskriminierungen und Erfahrungen zusammensetzt.

Summe: 3039,98€
www.bauspielplatz-ost.de
 

Projekt: „24 Stunden Vertrauensraum“
Organisation: Feuervogel e.V.


Beim Projekt „24 Stunden Vertrauensraum“ verbringen Mädchen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, zwei Wochenenden in einem geschützten Raum miteinander, um sich mit dem eigenen Körper, Achtsamkeit, Musik und Gefühlen auseinanderzusetzen. Ziel ist es, zu lernen, aus Gefühlen von Ohnmacht und Opferrollen herauszutreten. Die Natur als Kraftquelle und die Wahrnehmung draußen spielen hier eine besondere Rolle. Es soll ein Vertrauens- und Aktivraum für die Mädchen geschaffen werden.

Summe: 4000€
www.feuervogel-rastatt.de


Projekt:“Life under umbrella“
Organisation: FLIT Solidarity Africa via Lesbentelefon (LeTRa) e.V.


„Life under umbrella“ soll ein gemeinsam erarbeitetes Theaterstück werden, welches  vom eigenen Leben als lesbische Schwarze Frau, der Fluchtgeschichte und dem Leben in Deutschland handeln soll. Mit selbstorganisierten Tanz-Choreografien, Proben, Kostüm- und Requisitenvorbereitung, Organisation sowie öffentlichen Auftritten möchte dieses Projekt Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit für dieses Thema erreichen. Ziel des Projekts ist es, anderen Menschen Kraft zu geben und Sexismus sowie Rassismus zu bekämpfen.

Summe: 5000€
www.women-in-exile.net/munich/


Projekt: „Mein Körper Mein Haus“
Organisation: Bund Deutscher PfadfinderInnen / Mädchenkulturhaus Bremen


„Mein Körper Mein Haus“ möchte einschränkende Geschlechter-, Körper- und Sexualitätsvorstellungen hinterfragen und sexualisierte Gewalt thematisieren. Mit einer Gruppe von Mädchen* zwischen 13 und 18 Jahren mit Fluchterfahrungen, sollen an fünf Tagen in den Schulferien, Zugänge zu einer positiven und bestärkenden Auseinandersetzung mit ihren Körpern, ihrer Identität und ihrer Sexualität ermöglicht werden. Es soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass der eigene Körper nur den Mädchen* selbst gehören kann. Themen dabei sind z. B: Gewaltprävention und bestärkende Ansätze. Eine der Trainerinnen* hat selbst Fluchterfahrungen, zwei weitere Workshopleiterinnen* werden dabei sein sowie eine WenDo-Trainerin* und eine Anleiterin* mit einer queeren Perspektive.

Summe: 1305€
koop-bremen.de/bund-deutscher-pfadfinderinnen-maedchenkulturhaus-bremen/


Projekt:“Karawane Frauen*Festival“
Organisation: Förderverein Karawane e.V.


Gemeinsam mit Frauen* mit Fluchterfahrung soll das erste Flüchtlingsfrauen*Festival organisiert werden. Daran sollen 150 Flüchtlingsfrauen* sowie Unterstützer*innen aus ganz Deutschland teilnehmen. Das Anliegen des Festivals ist, Frauen* in den Isolationslagern und in entlegenen Wohngegenden zu ermutigen, aus der auferlegten Isolation und Rechtlosigkeit auszubrechen, Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und selbst aktiv zu werden. Mit politischen Liedern, Theaterstücken und anderen Künsten soll ein Austausch zwischen unterschiedlichen Frauen* stattfinden.
Vorhandene Ansätze von Selbstorganisation und Widerstand sollen gestärkt werden, indem der Protest aktiver Flüchtlingsfrauen* ein Sprachrohr erhält, wodurch weitere geflüchtete Menschen erreicht werden sollen. Ziel ist neben einem Aufbrechen von Isolation und vermeintlicher Machtlosigkeit auch die Ausweitung eines selbstorganisierten Frauen*kampfes bzw. der Aufbau verschiedener Frauen*gruppen in den Städten.

Summe: 1000€
thecaravan.org/bremen


Projekt: „Grundausstattung – Street Ware“
Organisation: KUNSTASYL e.V.


Das partizipative Kunstprojekt möchte weggeworfene und gespendete Textilien zu hochwertiger Kleidung verarbeiten. Sie soll Frauen aus Notunterkünften, Frauen in Not und Prekarität, (die z. B. von Flucht, Armut oder Ausgrenzung betroffen sind) die Möglichkeit geben mit sich, ihren Körpern und Ausdrucksmöglichkeiten durch Kleidung umzugehen. Das Ziel des Projekts ist es, dem Selbstbild und der Selbstdarstellung von Frauen durch Kleidung als Ausdruck von Identität kreativ einen Raum zu geben und Konsumverhalten sowie Umweltbewusstsein bewusst hinterfragen zu lernen. Wichtig ist auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper. Es soll max. 15 Teilnehmerinnen* geben im Alter zwischen 15 und 30 Jahren.

Summe: 5000€
kunstasyl.net


Projekt: „MädchenWoche:    Aktiv für meine Umwelt - Jede/r kann was tun!“
Organisation: Gogelmosch e.V.


Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren möchten sich, dem Beispiel von Greta Thunberg folgend, mit Umweltthemen befassen und aktiv werden. In Stolpen existiert kaum ein Raum für Mädchen, weshalb das GogelmoschHaus eine Mädchenwoche in den Sommerferien organisieren möchte. Themen sind dabei z. B    Mülltrennung, Recycling, Upcycling, eigenes    Papier    herstellen, Kosmetik ohne Zusatzstoffe selbst herstellen, umweltbewusst kochen und einkaufen etc.

Summe: 5000€
gogelmoschhaus.de


Projekt: „Jugend Talk Islam“
Organisation: Coexist e.V.


Coexist ist ein Verein von Menschen verschiedenster kultureller und religiöser Hintergründe. Der „JugendTalk“ ist ein Empowerment-Raum für Mädchen (von Frauen für Frauen) an jedem letzten Sonntag eines Monats. Es geht um Selbstwertgefühl und Möglichkeiten, sich gesellschaftlich einzubringen. Es werden grundsätzlich diverse Referentinnen eingeladen, um den Mädchen möglichst vielfältig unterschiedliche Perspektiven nahezubringen. Mädchen sollen empowert werden, sich austauschen und ihre Rechte kennenlernen.

Summe: 3745€
coexistev.de

Kurzbeschreibung mehrjährige Projekte



Projekt: „Peer Support“

Organisation: Mädchentreff Bielefeld

Zielgruppe: Mädchen* of Color, Schwarze Mädchen*, queere Mädchen*, Mädchen* mit Fluchtgeschichte, mit Behinderungen und von Kinderarmut betroffene Mädchen
Mit Peer Support sollen mehrfach benachteiligte Mädchen* und junge Frauen* (15 - 22 Jahre) in ihren Stärken und Fähigkeiten (wie z. B. Tanzen, Theater spielen, Fotografie, Film, Schreiben, Gitarren spielen) gefördert werden. Anschließend geben die Mädchen* das Gelernte als Peer-Trainerin an andere Mädchen* weiter.

Förderungsziele/ Aktivitäten:

1. Jahr: Die Teilnehmerinnen werden darin unterstützt, einen eigenen persönlichen Traum zu benennen - was sie schon immer gerne machen/ lernen/ können wollten (Tanzlehrerin oder Journalistin sein) oder was sie schon gut können und noch besser können wollen. Gemeinsam erarbeiten sie, wie sie ihren Traum verwirklichen, etwas vertiefen oder ganz neu lernen könnten.
1. und 2. Jahr: Kurse und Coachings finden statt, zu denen auch weitere Mädchen* hinzukommen.
2. und 3. Jahr: Die Teilnehmerinnen bekommen die Gelegenheit, eigene Workshops oder fortlaufende Gruppen im Mädchentreff anzubieten. Eine Sommerfreizeit mit 20 Mädchen* und mit verschiedenen Workshops findet statt.

Website: www.maedchentreff-bielefeld.de


Projekt: „Ja zum eigenen Körper – Nein zu Gewalt“

Organisation: Frauen- und MädchenGesundheitsZentrum Freiburg

Zielgruppe: Mädchen mit Migrationshintergrund und betroffen von Armut, geflüchtete Mädchen. Es werden Mädchen erreicht, die sonst solche Angebote nicht bekommen. Die Trainerinnen suchen die Mädchen dort auf, wo sie sich aufhalten.
Das Projekt „Ja zum eigenen Körper – Nein zu Gewalt“ möchte Mädchen zwischen 8   18 Jahren stärken, so dass sie sich und ihren Körper mögen und selbstbewusst zu ihm stehen, ihre Grenzen setzen und Nein zu (sexueller) Gewalt sagen können. Themen im Projekt sind u. a. Gewaltprävention, Prävention von Essstörungen und Wege aus selbstverletzendem Verhalten.


Förderungsziele/ Aktivitäten:


Trainerinnen gehen in Schulklassen, zu Mädchen*gruppen, zur Nachmittagsbetreuung in Jugendzentren und in Flüchtlingsheime und bieten Workshops an (4-8 Stunden).
Themen: eigene Grenzen erleben, Selbstbehauptung üben, sich mit Schönheitsidealen auseinandersetzen, Skills für den Alltag erlernen. Teilnehmerinnen können mitgestalten und Vorschläge machen. Durch die mehrjährige Förderung können Folgeworkshops für die Teilnehmerinnen angeboten werden.

Website: www.fmgz-freiburg.de


Projekt: Mädchen* mit Flügeln


Organisation: Holla e.V. (Köln)

Zielgruppe:
Mädchen* und junge Frauen* of Color
Mit dem Projekt „Mädchen* mit Flügeln“ will Holla e.V. insbesondere mediale Kompetenzen von Mädchen* und jungen Frauen* zwischen 11 und 21 Jahren stärken, ihre Erfahrungen und Perspektiven im Internet sichtbar machen und eine stärkende Community aufbauen.


Förderungsziele/ Aktivitäten:


1. Jahr: Lernen: Medienkompetenz in wöchentlichen Treffs und Workshops zu Filmanimation, Wikipedia, Videoclipdreh erwerben
2. Jahr: Selbst aktiv werden: z. B. Wikipedia-Artikel schreiben, Videos drehen und veröffentlichen, einen eigenen Blog schreiben – zu den Themen Antirassismusarbeit und sexuelle Selbstbestimmung)
3. Jahr: Suche nach neuen Kooperationspartnerinnen, bundesweiter Workshop für Mädchen zu Medienkompetenz, angeleitet von Mädchen* selbst  im Peer-Learning. Außerdem eine feste Honorarkraft für den wöchentlichen Empowermenttreff und ein Zuschuss für Holla zu den Mietkosten ("ein Nest und Flügel").

Website: holla-ev.de

2018

Der Mädchenbeirat hat am 23.-25. März 2018 im Mädchentreff Neu-Allermöhe in Hamburg getagt und aus 128 Anträgen aus ganz Deutschland die vielversprechendsten herausgesucht.
Im Mädchenbeirat 2018 sind 11 Mädchen* und junge Frauen* zwischen 16 und 21 Jahren aus sieben Bundesländern (Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, dem Saarland und Sachsen-Anhalt).  Es sind Schwarze junge Frauen und junge Frauen of Colour, mit Handicap, mit muslimischen, christlichen und jüdischen Wurzeln und lesbische und bisexuelle junge Frauen dabei.

14 Projekte von und für Mädchen und junge Frauen erhalten gemeinsam 62.377 €!
 
Gib mir eine Chance
Mensch im Mittelpunkt e.V. Berlin

Drei junge Frauen im Soldiner Kiez in Berlin wollen im Genossenschafthaus Prinzenallee eine „Frauenoase“ gründen. Ihre Erfahrung ist: „Je größer die Defizite an persönlichen Freiräumen sind, je geringer die Möglichkeit, einmal ‚nur‘ etwas für sich ganz allein zu tun, desto geringer werden auch die Motivationen, Energien und Fähigkeiten diesen ‚Teufelskreis‘  durchbrechen. Die Isolation verursacht, dass Frauen glauben, die Gründe für ihre Schwierigkeiten, Probleme und Ängste liegen allein in ihrem Individuum und eigenen Versagen.“ Um das zu ändern, braucht es vor allem einen Treffpunkt. Durch vielfältige Unterstützung in der Frauenoase erleben etwa 30 junge Roma Frauen, dass sie Hoffnungen und Erwartungen haben dürfen, dass sie Chancen und Wahlmöglichkeiten haben.
Summe: 4990 Euro
Thema: Freiheit von Gewalt
 
Und wie kann ich das schaffen?
Refugees Emancipation e.V. Potsdam

Ein Internetcafé ist mehr als nur ein Ort, an dem es Internet gibt. Es ist ein Ort für Selbstermächtigung. In Berlin Marzahn leiten drei geflüchtete junge Frauen aus Syrien, Afghanistan und Kamerun das erste selbstorganisierte Frauen-Internet-Cafe ausschließlich für Mädchen und junge Frauen. Sie veranstalten mit filias Unterstützung eine Reihe von zehn Seminaren für junge Frauen zwischen 16 und 30 Jahren, die genau ihren Bedürfnissen entsprechen, in einem geschützten Raum, in dem sie sich wohfühlen können.
Summe: 5000 Euro
Thema: Partizipation
www.refugeesemancipation.com
 
Jedes Mädchen kann sich wehren!
Frauen in Bewegung e. V. Frankfurt am Main

2017 haben 13 Women of Color eine feministische, anti-rassistische Selbstverteidigungs- und Empowerment-Grundausbildung absolviert. Damit sie nun auch Kurse für Mädchen anbieten können, brauchen sie noch eine  Zusatzausbildung. Drei von ihnen sind körperlich behindert oder lernbehindert, mehrere sind lesbisch, muslimisch und haben Migrationshintergrund. Die Ausbildung wird von einer Schwarzen Trainerin begleitet und simultan ins Türkische übersetzt. Der ersten Generation von Selbstverteidigungslehrerinnen, die überwiegend weiße Frauen waren, folgt nun eine neue Generation von Lehrerinnen of Color.
Summe: 5000 Euro
Thema: Freiheit von Gewalt
www.fraueninbewegung.de
 
Pferde-Zeit für Mädchen aus der Prignitz – Selbstbewusstsein stärken,  soziale Kompetenz erweitern und Führungsqualitäten entdecken und ausbauen
Preddöhl International e.V. Kümmernitztal

16 Mädchen zwischen 6 und 16 Jahren aus dem ländlichen Brandenburg erfahren sich neu – als Pferdeführerinnen, die sich Raum nehmen und ihre Position als starke und mitbestimmende Frau in dieser Gesellschaft finden können. Sie üben, Pferde auf sanfte Art und Weise zu führen – sowohl vom Boden aus als auch als Reiterin. Die Mädchen lernen klar zu sein in ihren Worten und in ihrer Körpersprache, denn die Pferde spiegeln ihnen sofort, ob sie konsequent und bestimmt auftreten und klare Signale setzen.
Summe: 5.000 Euro
Thema: Freiheit von Gewalt
www.preddoehl-international.de
 
Ich zeig mich, so wie ich bin!

Lesben Informations- und Beratungsstelle (LIBS) e.V. Frankfurt am Main

Der Alltag von lesbischen und bisexuellen Mädchen, jungen Frauen und trans* Jugendlichen ist geprägt davon, dass nur Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit als natürlich und normal gilt und überall sichtbar ist, z.B. in der Werbung, in den Medien und in Alltagsgesprächen. Gemeinsam mit der Comiczeichnerin Ka Schmitz zeichnen sie ihre Lebensrealitäten und veröffentlichen gemeinsam einen Comic.
Summe: 5.000 Euro
Thema: Freiheit von Gewalt
www.libs.w4w.net
 
Mehr Öffentlichkeit für die Mädchenredaktion!

Mädchenredaktion der Hörfunk- und Projektwerkstatt Leipzig e.V.

Die sechs Mädchen der Mädchenredaktion machen ihre Meinung hörbar – nun möchten sie sie auch sichtbar machen. Momentan kann man ihre Sendungen nur live im Programm von Radio blau oder auf der Webseite von HUP hören. Damit sie noch mehr Leute mit ihren Botschaften gegen Sexismus und doofe Körperbilder erreichen können, möchten sie lernen, Sticker grafisch zu gestalten, und diese Sticker verbreiten. Es ist ihnen wichtig, anderen Menschen zu zeigen, dass Mädchen Radiosendungen machen, in denen sie über ihre eigenen Belange und Interessen sprechen, und sie möchten andere Mädchen erreichen, um sie zu informieren, wie man selbst Radio machen kann.
Summe: 2.530 Euro
Thema: Partizipation
www.hup-le.de
 
Frauen raus ... in die Berge!

Bayerns beste Gipfelstürmer - Inklusives Kletterprojekt für alle bei IG Klettern München & Südbayern e. V.

Den jungen Frauen, die als Kletter Scouts Gruppen von anderen jungen Menschen mit Behinderung und mit Fluchtgeschichte begleiten, ist aufgefallen, dass wenig Mädchen und junge Frauen dort dabei sind. Sie haben viel weniger die Möglichkeit, an „Outdoor-Abenteuern“ teilzunehmen. Das wollen sie ändern und eine Mädchengruppe aufbauen, die regelmäßig miteinander klettert. Sie fahren in die Berge, klettern am Fels, übernachten in einer Hütte oder mit Schlafsäcken am Fels, sitzen am Lagerfeuer und tauschen sich darüber aus, was es heißt „Frau zu sein“ – in Deutschland oder in den Herkunftsländern, mit und ohne Behinderung oder lebensverkürzender Erkrankung.
Summe: 4.485 Euro
Thema: Partizipation
www.gipfelstuermer.org
 
SuperHeldinnen*“- Das Quartett für starke Mädchen*!
JunglesbenZentrum von Intervention e.V. Hamburg

Die Mädchen* und jungen Frauen* im JungLesbenZentrum wünschen sich, dass Mädchen* und junge Frauen* mehr Möglichkeiten haben, Vorbilder für sich zu finden.  Sie wollen mehr starke, bewundernswerte, liebenswerte, mutige, vielfältige und tolle Frauen* in der Öffentlichkeit sehen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche und lernen die unterschiedlichsten lesbischen, bisexuellen und trans* „Heldinnen*“ kennen. Ihre werden in Textform gebracht und ein Quartett mit „SuperHeldinnen*“ entwickelt und gestaltet, welches unterschiedlichste weibliche Menschen und ihre verschiedenen Stärken sichtbar macht. Es wird in einer Auflage von 500 Exemplaren gedruckt und an verschiedenen Orten verteilt.
Summe: 4972 Euro
Thema: Freiheit von Gewalt
www.junglesbenzentrum-hamburg.de
 
Gewaltfrei – aktiv sein!
Migrantas e.V. Berlin

Migrantas konzipiert seine Arbeit mit anderen Migrantinnen in Workshops, verdichtet Zeichnungen zu Piktogrammen und verbreitet sie im urbanen Raum von Städten im In- und Ausland. Damit möchte Migrantas in der Öffentlichkeit sichtbar machen, was diejenigen denken und fühlen, die ihre Heimat verlassen haben und nun in einem neuen Land leben.  Seit 2016 beschäftigt sich Migrantas mit dem Thema häuslicher Gewalt und hat eine Serie von 19 Piktogrammen basierend auf Zeichnungen von Frauen, die Gewalt erlebt haben, entwickelt. Fünfzehn 14jährige Mädchen entwickeln aus den Piktogrammen einen Animationsfilm darüber, wie Situationen vorgebeugt und ihnen begegnet werden kann. Der Film wird in der Berliner U-Bahn und in einer Ausstellung gezeigt.
Summe: 5.000 Euro
Thema: Freiheit von Gewalt
www.migrantas.org
 
Mein Geld – sicher ist sicher
Netzgruppe Kleve e.V.

Was kostet das Leben? Wie man finanziell unabhängig ist, Einnahmen und Ausgaben im Blick behält, Verträge abschließt – das wollen fünfzehn junge Frauen aus Brasilien, Guinea, Nigeria, Deutschland und Afghanistan gemeinsam lernen. Sie üben berechnen, was sie monatlich für Haushalt und Lebensmittel berechnen müssen, was es kostet, eine Wohnung zu finanzieren und verschaffen sich einen Überblick über Sparmöglichkeiten und Versicherungen – damit sie ihre eigenen Entscheidungen treffen können.
Summe: 5.000 Euro
Thema: Partizipation
www.netzgruppe-kleve.de
 
Every Body is Beautiful
querblick e.V. Leipzig

Beim Plätzchenbacken bei ihrer Oma erzählte Luzia ihrer Cousine Kabedi von der Möglichkeit mit filias Unterstützung Projekte mit jungen Frauen zu machen. Kabedi ist 16 Jahre alt, wohnt auch in Leipzig und war sofort dabei: „Ja, lass uns etwas zum Thema Körper und Schönheit machen! Was ist schön und wie kann ich mich selber schön finden -  ohne Schnickschnack und frei von so gängigen Vorstellungen. Das nervt nämlich echt.“ Sie hatte auch ein paar coole Sticker dabei: Frauenkörper, die keine Barbie-Figur haben, unrasierte Achselhöhlen.. So entstand die Idee, zwei Thementage für Mädchen zu Schönheitsidealen und Rollenbildern anzubieten. Und außerdem werden Sticker in Leipzig verteilt.
Summe: 2.400 Euro
Thema: Freiheit von Gewalt
www.querblick-ev.de
 
Featuring Females* - Mädchen und Frauen in der Musikszene
Kulturraum e.V. Leipzig

Mädchen können sich im Feld der elektronischen Musikszene behaupten – sowohl bei der Produktion von elektronischer Musik, als auch als Visual Artist oder DJ, bei der Veranstaltungsorganisation oder Betreuung von Licht- und Tontechnik! Dazu bekommen 10 Mädchen und Frauen zwischen 13 und 25 Jahren hier in vier Workshops die Unterstützung der Profis von Feat.Fem. Das ist „ein schön diverses Netzwerk von Frauen*  für Mädchen* und Frauen*, im dem einige Frauen* andere Frauen* lieben, einige Frauen* als Männer geboren wurden und sich auch die Hautfarben nicht ständig ähneln“.
Summe: 3050 Euro
Thema: Partizipation
http://kulturraum.ifz.me/page18/page19/index.php

Meine kleine Friedensstatue – Weltweit
AG „Trostfrauen“ im Korea-Verband e.V. Berlin

Schülerinnen südkoreanischer Abstammung arbeiten auf der Grundlage der Geschichte von der Friedensstatue mit Mädchen ab 16 Jahren zu sexualisierter Gewalt. Begleitet von einem migrantischen Künstlerinnenteam drücken sie ihre  Sichtweisen künstlerisch aus.  Die erste Friedensstatue wurde 2011 in Seoul erreichtet, sie stellt eine junge Frau dar und erinnert an die bis zu 200.000 koreanischen Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs als „Trostfrauen“ zur Arbeit als Sexsklavinnen für japanische Soldaten gezwungen wurden.
Summe: 5.000 Euro
Thema: Freiheit von Gewalt
www.trostfrauen.de
https://www.koreaverband.de/trostfrauen/friedensstatue/
 
Super Girls Empowerment Workshop
SuperMoms Foundation for Women Development e.V. Leopoldshafen

Ein afrikanisches junges Mädchen in einem anderen Land zu sein bringt so viele Herausforderungen mit sich. Supermums ist eine Gruppe junger schwarzer Frauen, die in Deutschland leben. Sie bringen geflüchtete Mädchen zusammen, um kreative Arbeit mit Tanz, Poesie, Musik und Kunst zu machen und gemeinsam zu lernen, sich selbst zu schätzen.
Summe: 4.950 Euro
Thema: Partizipation
www.supermomsfoundation.com


 
2017

Im Mädchenbeirat 2017 sind 12 Mädchen und junge Frauen zwischen 16 und 22 Jahren aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Es sind Schwarze junge Frauen, junge Frauen of Color, mit Handicap, lesbische Mädchen und junge Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung dabei.  
Das Wochenende wurde zum ersten Mal von vier „Cocos“ (Ko-Koordinator*innen) gemeinsam vorbereitet und geleitet: zwei früheren Mädchenbeirätinnen* und zwei filia-Frauen.
Die Mädchenbeirätinnen haben durch ein Punkteverfahren 19 aus den insgesamt 64 eingegangenen Anträgen vorab ausgewählt – alle haben die 19 Originalanträge in Kopie bekommen. Jeder der Anträge wurde beim Mädchenbeiratswochenende einzeln diskutiert, anschließend wurde gepunktet (jede erhält 10 Punkte und kann sie auf ihre Favoritinnen verteilen, bis zu drei Punkte pro Projekt). So entstand die Rankingliste der Anträge, den die drei Sprecherinnen des Mädchenbeirats am 11. Juni 2017 dem Stiftungsrat vorstellten.

8 Mädchenprojekte  erhalten zusammen 30.279 € !

Empowerment-Kunst
anyway e.V. Köln
Junge Lesben machen Streetart! 20 Mädchen* und junge Frauen* zwischen 14 und 27 Jahren aus Köln und Umgebung treffen sich ein Jahr lang wöchentlich, um gemeinsam künstlerisch zu arbeiten und ihre eigenen Ideen umzusetzen. Sie berichten davon auf einem Blog und werden zum Internationalen Mädchentag öffentlich sichtbar. Das ist das erste Kunstprojekt von anyway, einem Raum für LGBT*I Jugendliche. (Mit dem * wird ausgedrückt, dass auch Trans*Menschen mitgemeint sind.)
Summe: 4991 €
Thema: Freiheit von Gewalt
www.anyway-koeln.de

„MehrWert“
IFMGZ Holla e.V. Köln
„Wer ist MehrWert?“ Eine Plakatkampagne zu dieser provozierenden Frage stellt Schubladendenken bezüglich Religion, Sexualität, Aussehen und anderem in Frage. In einem Workshop decken 20 Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 23 Jahren gemeinsam Normierungen auf, die Entfaltung behindern. Die dahinterstehenden Bewertungen machen sie auf Plakaten sichtbar: je zwei Fotos werden gegenübergestellt, z.B. eine Dicke und eine Dünne, eine Geschäftsfrau und eine Punkerin, eine Sportlerin und ein Mädchen mit Down-Syndrom.
Summe: 5000 €
Thema: Freiheit von Gewalt
www.holla-ev.de

„Lass mich mal ran!“
Laninger Wandervogel Mädchenfahrten e.V. Borgholzhausen
Die „Hafentöchter Gefährtenschaft“ der 2006 gegründeten reinen Frauengemeinschaft der Wandervögel besteht aus acht Mädchen und jungen Frauen zwischen 15 und 27 Jahren mit verschiedenen Herkünften und Hintergründen. Sie wollen selbst die Batterie ins Auto einbauen, das Regal an die Wand dübeln und die kaputte Bank schweißen. An fünf Wochenenden lernen 20 Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 30 Jahren Techniken der Holz- und Metallverarbeitung, der Auto- und Fahrradreparatur – und Selbstverteidigung.
Summe: 4950 €
Thema: Partizipation
www.laninger-wandervogel.de

UNIted
Erzählwerk e.V. Potsdam
Bei einem gemeinsamen Erzählfest auf dem Campus der Freien Universität Berlin begegnen sich 15 Mädchen zwischen 6 und 17 Jahren aus Flüchtlingsunterkünften, zwei Erzählerinnen und mehrere Studentinnen und Mitarbeiterinnen des Arbeitsbereichs Neuere Geschichte. Die Mädchen erleben, dass die Universität auch ein Ort für junge Frauen ist, die aufgrund ihrer Herkunft, Familienverhältnisse oder Sprachkenntnisse benachteiligt sind. Sie hören beim Erzählen einander zu und werden selbst gehört.
Summe: 660 €
Thema: Partizipation
https://erzaehlwerk.jimdo.com/

Willkommen im Tanz
Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi, Treptow
Die Mädchengruppe SHEE startet ein Tanztheaterprojekt mit geflüchteten Mädchen aus den Notunterkünften und Willkommensklassen im Kiez. Beim tänzerischen Darstellen kommen die 18 Mädchen zwischen 7 und 16 Jahren bei sich selbst an – unabhängig von Kulturzugehörigkeit, davon welche Klamotten sie tragen und was sie später werden wollen. Für ein halbes Jahr wöchentlich für zwei Stunden geht es zum Beispiel um Gleichgewichtssinn, Empfinden und Erleben, Selbstwertgefühl und Vertrauen in die eigenen Impulse. In einer Performance zeigen die Mädchen am Ende anderen, was sie dabei entdeckt haben.
Summe: 4240 €
Thema: Freiheit von Gewalt
www.cabuwazi.de

Theaterclub der Anonymen
Institut für Neue Soziale Plastik e.V. Berlin
Mädchen und Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind, haben Grenzen überwunden und Erfahrungen von Gewalt und Ausbeutung überstanden. Ihre Stärke und ihre Perspektive stehen im Mittelpunkt des Theaterclubs, den die jungen Frauen  (unter 18 bis 27 Jahren) gemeinsam mit Sozialarbeiterinnen und Künstlerinnen bilden: „Wir sind eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungs- und Wissensbeständen. Manche dieser Wissensbestände sind zertifiziert, andere tabuisiert.“ Wöchentliche Proben und mehrere Probenwochenenden münden in zwei Aufführungen.
Summe: 5000 €
Thema: Freiheit von Gewalt
www.neue-soziale-plastik.org

KÖMIC – Körper im Comic
Mädchen_kulturhaus_MKH Bremen / Bund Deutscher Pfadfinder_innen Landesverband Bremen-Niedersachsen e.V.
Unsere Körper sind unser individueller Zugang zur Welt und werden dabei von unterschied-lichen äußeren Machtverhältnissen geprägt. In selbstermächtigenden Wochenendwork-
shops bekommen jüngere (12-16 Jahre) und ältere Mädchen (18-25 Jahre) einen respektvollen Raum für künstlerisch erforschende Prozesse, bei denen Comics zum Thema Körper entstehen, jenseits von Sexismus und der Norm der Zwei-Geschlechtlichkeit.
Summe: 500 €
Thema: Freiheit von Gewalt
www.bdp-mkh.de

Podcastwerkstatt – Support your local feminist structures!
Frauenzentrum Mainz e.V.
In der offenen Podcastwerkstatt können junge Frauen of Color oder mit Fluchterfahrung hörbar werden, ohne sichtbar zu sein - frei von beurteilenden und abwertenden Blicken. Hier steht ihnen zur Verfügung, was man für einen Podcast braucht: technisches Equipment, Know-How und Gesprächspartnerinnen. Über die Themen entscheiden sie selbst und bringen sie ins Netz.
Summe: 4938 €
Thema: Partizipation
www.frauenzentrum-mainz.de