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filia_news_2018_4

Liebe Leserinnen und Leser,

Stiftungsrätinnen diskutieren die Changematrix

filia befindet sich im Endspurt nach einem atemlosen Jahr.
Die Frage: Wie wirken die Projekte, die filia fördert? beschäftigt uns seit Langem. Auf dem Foto sehen Sie, wie sich unsere Stiftungsrätinnen und Vorstandsfrauen mit der Change Matrix auseinandersetzen. Mit Hilfe dieser Matrix schaut filia auf Projektberichte und evaluiert die Ergebnisse. Dazu haben wir ein Faltblatt entwickelt, wir nennen es den Wirkungsfalter, den Sie gerne bei uns bestellen können.
Die Internationale Netzwerkarbeit trägt viele Früchte nach innen und nach außen. Das verdanken wir der Beharrlichkeit und dem Engagement von Claudia Bollwinkel. Sie arbeitet in einer länderübergreifenden Gruppe an den Themen Monitoring und Evaluation und brachte die Change Matrix mit nach Hamburg.

Wir blicken 2018 auf tolle Begegnungen zurück, auf Erfolge und Zuspruch. Wir möchten all denen Danke sagen, die die Stiftung begleiten, uns auf Veranstaltungen sichtbar machen, in den Gremien mit entscheiden, die mit ihren Spenden, Zustiftungen und Darlehen dem filia-Schiff Wind in die Segel geben.
Im Mai ging der deutsche Stifterinnenpreis an die Spendenaktivistin Ise Bosch, für die Geben bedeutet, auch sich selbst zu verändern, Macht zu teilen und in Gestaltung von Gesellschaft zu verwandeln: im Interesse von Frauen und Mädchen, sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten. Ise Bosch belehrt nicht. In ihrem Buch Geben mit Vertrauen und durch ihr Vorbild zeigt sie, wie das gelingen kann. Auch zum Hören in Englisch.
Rund um dieses Ereignis in Nürnberg war die Medienpräsenz auch von filia groß und vielfältig.
Im Mai war auch Augenbrauenmonat. Christina Selig von Benefit Cosmetics brachte im Oktober ins filia-Büro ein Ergebnis des Spendenmonats mit, das sich sehen lassen kann und das filia für den Ausbau des MädchenEmpowermentProgrammes verwenden wird. An dieser Stelle gilt Annette Heise ein besonderer Dank. Sie übernahm von Rebecca Bartusch (jetzt in Elternzeit) den Staffelstab, hat, unterstützt durch die filia-Gemeinschaft, mehr als 10 Veranstaltungen mit organisiert und dieses Resultat so mit gestaltet.
Der Mädchenbeirat geht in eine neue Runde. Bis Ende März 2019 können sich Mädchen und junge Frauen zwischen 14 und 22 bewerben!
Anfang Juni fanden die Jahresversammlung und unsere Projektparty mit Ausstellung statt, vorbereitet durch Katrin Wolf. Dieses Jahr hatten wir alles etwas kompakter gestaltet und in der Zentralbibliothek waren wir gut sichtbar: An den wunderbaren Tafeln über Frauengeschichten aus Georgien liefen jeden Tag viele Menschen nicht nur so vorbei (wir hatten ein Gästebuch ausgelegt). Inspirierende Gäste, sehr zahlreiches Publikum und eine einmalige Stimmung bei georgischer Musik machten den Abend zu einem Erlebnis, das lange nachwirkt. Wer nicht dabei sein konnte, findet hier einige Eindrücke-
Auf dem internationalen Parkett ist Sonja Schelper neuen Ressourcen für Frauenrechte auf der Spur. Beim Netzwerktreffen von Prospera arbeiten alle gemeinsam an Strategien und neuen Wegen. Außerdem leitet sie das Projekt im südlichen Afrika zur Unterstützung lesbischer Aktivistinnen* (wir berichteten in der letzten filia_news) dessen Finanzierung und Weiterführung allein ihrer Hartnäckigkeit zu verdanken ist.
Der wenig bekannte Osten: Zu der Geberinnenreise nach Serbien im Oktober hat uns eine Stifterin diesen Text geschenkt Das Format hat sich jetzt zum 3.Mal sehr bewährt – und wird fortgesetzt. 2019 soll es nach Bulgarien gehen. Und was filia strategisch über drei Jahre in Osteuropa unterstützen wird, finden Sie hier.

Auch im Oktober: Der blinde Fleck nannten wir die Tagung in Berlin zur Rolle von Stiftungen, die filia innerhalb des Netzwerkes Wandelstiften mitgestaltetet hat.
In Kooperation mit Koch Media unterstützt filia nun im Dezember den ermutigenden Film RBG – Ein Leben für die Gerechtigkeit DER Filmtipp für die Adventszeit.
Für ein gut arbeitendes Büro, für professionelle Veranstaltungsplanung, für gut funktionierende Abläufe – und für Vieles mehr sorgt Svenja Genthe. Um Verwaltung, Datenbank und Abrechnung der öffentlichen Mittel zur rechten Zeit kümmert sich Gabriele von Poschinger. Unser kleines Team geht durch Höhen und Tiefen, krankheitsbedingte Ausfälle waren ein großes Thema dieses Jahr. Gemeinsam haben wir es so meistern können, dass wir mit Freude auf die Projekte und Vorhaben von 2018 zurück schauen können. Neue junge Kräfte verstärken und bereichern uns. Für beides sind wir dankbar.

Gleichzeitig erfüllt uns mit Sorge, was uns viele Partnerinnen berichten: Die Räume für selbstbestimmte kritische Zivilgesellschaft werden enger, der Gegenwind nimmt zu. Deshalb trägt unsere Kampagne zum Jahresende den Titel Frauen für Demokratie, weltweit. filia arbeitet in dem Projekt Zivilgesellschaft braucht sichere Räume daran, dass kleinere Frauenorganisationen ihre Situation reflektieren und gemeinsam eigene Strategien zur Stärkung und Gegenreaktion entwickeln können. Denn ohne Frauen, ohne Feminismus keine Demokratie!
Aber das Jahr ist noch nicht vorbei. Wir sind noch nicht am Ziel unserer Spendenkampagne angekommen.
Gehen Sie noch einmal in sich. Jede Spende zählt bis 31.12. doppelt.
Auch wenn wir uns um andere Geldquellen bemühen: filias Vision war und ist es, durch private Mittel die Freiheit zu gewinnen, ungewöhnliche Projekte langfristig zu begleiten. Macht teilen und dabei reicher werden an Erfahrungen, an Begegnungen und einem Gefühl von Erfüllung.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen Zeit für Besinnung und zum Kräftesammeln für das Neue Jahr. Wir haben viel vor.
Bleiben Sie uns verbunden.

Ihre Sonja Schelper, Katrin Wolf und das filia-Team

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1_Endspurt Spendenkampagne 2018 – Ihr Einsatz ist gefragt

Reconstruction Women Fund: Trommelwirbel

Frauen für Demokratie, weltweit! Unter diesem Motto laden wir Sie in diesem Jahr  zum Spenden ein:  Unsere Förderpartnerinnen  setzen die Themen, die Demokratie lebendig machen und weiterentwickeln.
Das Besondere: Jede Spende wird durch zwei filia-Geberinnen verdoppelt. Bis zu einer Summe von 60.000 €.      

Der aktuelle Stand beträgt 31.530 €. Dank der Verdopplung haben wir also schon 63.060 €, die wir an Frauen- und Mädchenprojekte weltweit vergeben können!
Allen, die zu diesem Ergebnis bislang beigetragen haben, sagen wir von Herzen Danke!
Bis zum 31.12.2018 ist es unser Ziel, 60.000 € zu sammeln.
Bitte unterstützen Sie uns auch in den letzten Wochen unserer Kampagne tatkräftig, damit aus den angestrebten 60.000 € ein Gesamtergebnis von 120.000 € wird.
Werden Sie filia-Förderin:
Sie möchten filia als Förderin nachhaltig unterstützen? Werden Sie jetzt Förderin und im Rahmen von Frauen für Demokratie wird Ihr Förderbeitrag in diesem Jahr verdoppelt.
Sie sind schon Förderin? Erhöhen Sie jetzt Ihren Beitrag, denn die Differenz zu Ihrem bisherigen Beitrag wird ebenfalls gematcht.

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2_Neue Mädchenprojekte braucht das Land!

filia Mädchenbeirätinnen

filias Mädchenbeirätinnen rufen zum Mitmachen auf:
Die Projekte, die von filia gefördert wurden, sind genauso bunt und vielfältig wie wir aus dem Mädchenbeirat. Zusammen wählen wir die besten Ideen für neue Mädchenprojekte aus. Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, über die Finanzierung mitzubestimmen. Deine Meinung ist uns wichtig! Komm und erlebe, wie sich der Mädchenbeirat für eine schönere Welt, in der es Mädchen und jungen Frauen besser geht, einsetzt. Wir sind eine Gruppe von etwa 12 ganz schön verschiedenen Mädchen und jungen Frauen, zwischen 14 und 23 Jahren, aus ganz Deutschland. Wir suchen neue Mädchen und junge Frauen, die Lust haben, was für andere Mädchen zu tun.

Zu den Bewerbungsunterlagen geht es hier.
Bewerbungsfrist ist der 1. März 2019.
Foto: Mädchenbeirat1 fehlt

Was würdest du für Mädchen und junge Frauen tun?
filia unterstützt Projekte, die Mädchen stark machen, mit bis zu 5.000 €. Die Projekte sollen etwas dafür tun, dass Mädchen und junge Frauen frei von Gewalt leben können und dass sie in der Gesellschaft mitentscheiden. Bis zum 1. März 2019 nimmt filias Mädchenbeirat Anträge mit Ideen und Plänen für Projekte an.
Die Anträge werden von uns, den Mädchen und jungen Frauen des Mädchenbeirats, gelesen und diskutiert. Der Mädchenbeirat besteht zurzeit aus 12 jungen Frauen zwischen 14 und 23 Jahren, die ganz schön bunt und vielfältig sind, wie die Projekte, die von filia gefördert werden. Besonders spannend finden wir Anträge, die von Mädchen selbst geschrieben sind oder an denen sie mitgewirkt haben.
Zum Antragsformular geht es hier.

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Mädchenbeirat besucht geförderte Projekte in Leipzig

3_Wir bereiten uns auf die feministische Utopie vor  –  Projektbesuch in Leipzig

Vom 24. – 25. November besuchten unsere Mädchenbeirätinnen 3 der 2018 geförderten MädchenEmpowermentProjekte, und zwar in Leipzig. In diesem Jahr waren Projekte aus den neuen Bundesländern stärker in unserem MädchenPmpowermentProgramm repräsentiert und das sollte mit dieser Reise gewürdigt werden.  Besucht wurden ein DJ-Projekt, ein Radioprojekt und eines, das sich mit Schönheits- und Körpernormen auseinandersetzt. Maryam B., einer unserer Mädchenbeirätinnen, blieb aus einem der Projektbesuche ein Satz besonders in Erinnerung: Wir bereiten uns auf die feministische Utopie vor. „Und genau so fühlt sich ein Wochenende mit unseren Mädchenbeirätinnen an: Wie eine feministische Utopie.“ Schwärmt Daria Majewski, die den Mädchenbeirat nach Leipzig begleitete. Im Folgenden schildert sie ihre Eindrücke.

Mädchenbeirat besucht geförderte Projekte in Leipzig
Mädchenbeirat besucht geförderte Projekte in Leipzig

Die Vielfalt von jungen Menschen, die im Mädchenbeirat zusammen kommen, gibt ein unverblümtes Bild gelebter Intersektionalität wider. Mädchen mit verschiedenen Werdegängen, sozialen und kulturellen Hintergründen, unterschiedlichsten Körpern und sexuellen Orientierungen sind genauso Teil der Gang, wie Jungs*, die mal Mädchen* waren. Wenn frau die energische Gruppe dabei beobachtet, wie sie sich am Leipziger Bahnhof zusammenfindet, kann einer ganz schön schwindelig werden. Aus allen Teilen der Bundesrepublik trudeln die Beirätinnen im Bahnhof ein, strömen in all ihrer Vielfalt aufeinander zu und fallen sich sofort herzlich in die Arme. Von 0 auf 100 steigt der Energielevel, es wird gelacht und erzählt, Selfies werden geschossen und eine warme Wolke der Freundschaft wächst um die Gruppe. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie schon seit Jahren im Beirat oder das erste Mal dabei sind: Alle gehören dazu! Zum Glück gibt es Sabine Sundermeyer, die als pädagogische Fachkraft die Gruppe seit 2012 begleitet und die auch bei diesem Projektausflug die Organisation mit Freude und Zielgerichtetheit in der Hand hält.

Wer jedoch denkt, der Mädchenbeirat sei lediglich ein lustiger Plauderhaufen, wird schnell eines Besseren belehrt. Während der Projektbesuche zeigen sie, wie solidarische Kritik geübt werden kann, denn jedes Projekt wird genau unter die Lupe genommen, nach Zielen und Effekten befragt und auf Nachhaltigkeit geprüft. Die Beirätinnen wissen offensichtlich genau, worauf es ihnen ankommt und mit welchen Ansprüchen sie welches Projekt gefördert haben. Sie bringen sich ein, machen konkrete Verbesserungsvorschläge und verlieren dabei keinen Funken ihrer Begeisterung für die Projekte selbst. Nicht nur in Bezug auf die besuchten Projekte wissen die Beirätinnen genau worum es ihnen geht: Am 25. November ist Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Wir haben diesen Tag und den Projektausflug nach Leipzig zum Anlass genommen die Mädchenbeirätinnen zu fragen, was sie zu dem Tag zu sagen haben. Dabei ist diese kleine Auswahl an Videos mit klaren Statements entstanden.
Warum der Projektausflug für mich einer feministischen Utopie gleicht? Weil junge Frauen* in all ihrer Unterschiedlichkeit und verbunden durch Freundschaft zusammenkommen um zu diskutieren, zu unterstützen und Spaß miteinander zu haben. Alle mit dem gleichen Ziel: Eine bessere Welt für alle. Von diesen jungen Frauen* können wir alle so einiges lernen.

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4_Geberinnenreise nach Serbien

filia Geberinnen zu Besuch beim Reconstruction Women Fund in Serbien

Seit 2016 organisiert Geschäftsführerin Sonja Schelper jeden Frühherbst eine filia-Reise für die Frauen, die filia maßgeblich und solidarisch unterstützen: die Geberinnen. Gereist wird in ein Land in Mittel-/ Osteuropa, also in filias Hauptförderregion. Dabei haben die Geberinnen die einzigartige Möglichkeit die von filia geförderten Projekte vor Ort zu besuchen, die aktivistischen Frauen persönlich kennenzulernen und in Austausch über Feminismus, die konkreten Belange von den Frauen vor Ort und regionale Politik, Kultur und Geschichte zu kommen. Dieses Jahr ging die Reise nach Serbien. Stephanie Gerlach aus unserer Münchner Regionalgruppe hat darüber einen berührenden und aufschlussreichen Bericht geschrieben.

Stephanie Gerlach für die Münchner Regionalgruppe:

"I am sorry, this is so sad". Nada stockt und wischt sich eine Träne weg. Auch wenn sie schon seit Jahren der Organisation Daje vorsteht, die sich um die Unterstützung von Roma-Frauen kümmert, trifft sie immer noch jedes Schicksal mitten ins Herz. Bei Nadas Erzählungen über 13-jährige Mädchen, die nicht mehr zur Schule gehen dürfen und zwangsverheiratet werden, stockt uns der Atem. Wir bekommen eine Ahnung, wie Mädchen und Frauen in den Roma-Siedlungen außerhalb Belgrads in einem System aus Gewalt und Unterdrückung gefangen sind. So sitzen wir, acht filia-Stifterinnen bzw. -Spenderinnen plus filia-Geschäftsführerin Sonja, mit betretenen Gesichtern in einem schmucklosen Raum eines Community Centers, um eine Organisation kennenzulernen, die von filia künftig strategisch über drei Jahre gefördert wird. Daje heißt Mutter, erklärt uns Valentina, die für die SOS-Telefonhelpline zuständig ist und die auch noch als pädagogische Assistentin in einer Grundschule außerhalb Belgrads arbeitet. "Das passt, denke ich mir, in dieser aussichtslos scheinenden Situation braucht es mütterliche Fürsorge."

Aber der Reihe nach. [… ]

Den gesamten Bericht finden sie auf unserer Webseite.

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5_Mehr Zeit und Raum – mehrjährige Förderung durch filia in Osteuropa

Bulgarian Fund for Women
Tschetschenien: Vsegda Vmeste
Daje in Serbien

„Diese mehrjährige Förderung durch filia ist für uns von großer Bedeutung, und der Unterschied, den sie machen wird, ist signifikant. Wir werden unser Team um eine vierte Person erweitern können und so dem drohenden Burnout entgehen, wir werden die Rollen im Team strategisch aufteilen können, wir werden mehr Zeit und Raum für effektives Fundraising haben und die Verbindung mit den Frauen, die wir fördern, stärken können“, schreibt uns Nadejda Dermendjieva vom Bulgarian Fund for Women. Auf dem Foto sehen wir eine Solidaritätsaktion mit den Frauen in Polen: Recht auf Wahlfreiheit (bei Abtreibungen).
Im Oktober hat filias Stiftungsrat beschlossen, die bulgarische Frauenstiftung und zwei weitere Frauenorganisationen für drei Jahre zu fördern.

In Bulgarien werden die Frauenstiftung und auch andere Frauenrechtsgruppen Zielscheibe von fundamentalistischen Attacken wie Hate Speech, Drohungen und Falschdarstellung ihrer Arbeit in den Medien. Die Frauenstiftung sieht ihre Rolle in der Stärkung der Tätigkeiten von Frauenrechtsgruppen, um mehr gesellschaftliche Teilhabe von Frauen und Mädchen zu erreichen und die erschreckend hohe Gewaltrate zu senken. Partnerschaften mit anderen Menschenrechtsgruppen, Vernetzung von Aktivistinnen und ein jährliches Feminist Boot Camp für junge Frauen sind Teil der Strategie. Mit filias Unterstützung wird ein neues Eilförderprogramm für dringende Aktivitäten geschaffen.

In Tschetschenien ist Vsgeda Vmeste die einzige Jugendorganisation, die sich für die Rechte von Mädchen in Dörfern der Bergregion Tschetscheniens einsetzt. Die Aktivistinnen schaffen sichere Räume für Mädchen und Frauen, in denen sie Ermutigung erfahren, ihr Leben selbst zu gestalten, neue Möglichkeiten für sich entdecken können und in denen sie durch die solidarische Gemeinschaft Entlastung von dem hohen Druck erleben können, der auf ihnen lastet. filias mehrjährige Förderung ist die einzige stabile Finanzierung für das Projekt und  ermöglicht es, dass diese Women’s and Girls Clubs for Change stattfinden können.

Das Roma Center Daje in Serbien betreibt die einzige SOS Hotline in Romanes  für Betroffene von Gewalt in und um Belgrad. Eine aktuelle Studie von Daje zeigt, dass 75 % der Roma-Frauen und Mädchen Gewalt erleben. Daje biete neben der Hotline auch kostenfreie Rechtsberatung an. Außerdem unterstützt Daje die Neugründung von Romafrauen-Gruppen in und um Belgrad – in jedem Jahr sollen drei neue Gruppen entstehen. Mehr Einblick in die Situation von Frauen in Serbien gibt der Bericht über die diesjährige Geberinnenreise nach Serbien.

www.bgfundforwomen.org

www.romadaje.org


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6_Europäisches Frauenstiftungstreffen in Serbien

Jedes Jahr treffen sich Vertreterinnen der europäischen Frauenstiftungen aus dem Netzwerk Prospera, um sich auszutauschen, gemeinsam zu lernen und über anstehende Herausforderungen zu diskutieren. Annette Heise und Sonja Schelper waren für filia dabei:

Dieses Jahr wurde viel über die massive internationale Rechtsentwicklung, Anti-Feminismus, den wachsenden Nationalismus und den in manchen Regionen starken Einfluss der Kirche diskutiert. Diese gesellschaftlichen und politischen Tendenzen beobachten (fast) alle Teilnehmenden des Treffens und die dringliche Frage danach, was dem entgegengesetzt werden kann, steht unübersehbar im Raum. Um gemeinsam und wirkungsvoller für Frauenrechte und Demokratie arbeiten zu können, vernetzen sich aktuell die europäischen und südamerikanischen Frauenstiftungen und suchen nach wirkungsvollen Strategien.

In diesen bewegten Zeiten freuen wir uns zu berichten, dass unser Netzwerk europäischer Frauenstiftungen wächst und jüngst durch die polnische Frauenstiftung Femfund und das armenische Armenian Ressource Center bereichert wurden. Mit somit 15 Frauenstiftungen, ist Europa die größte und vielfältigste Region weltweit – leider mit vielen kleinen komplett unterfinanzierten Stiftungen. Das ist eine der größten Herausforderungen: die unzutreffende Annahme vieler Geldgeber_innen, in Europa sei das meiste ja getan. In einer vom Netzwerk beauftragten Studie zur Vergabe von EU-Geldern zeigte sich, dass so gut wie keine Mittel für Menschenrechte und Demokratie an Frauenorganisationen gehen – entgegen allen Erklärungen dazu, wie wichtig diese sind. Ein unhaltbarer Zustand, den wir gemeinsam verändern wollen!

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7_BOLD IS BEAUTIFUL- Kampagne: Gemeinsam mit Benefit Cosmetics für MEHR Mädchenpower

Frauenpower: Bei der Scheckübergabe von BOLD IS BEAUTIFUL

Diesen Sommer berichteten wir in unserer filia-news ausführlich von der Kooperation mit Benefit Cosmetics.
Mit ihrer BOLD IS BEAUTIFUL-Kampagne, unterstützt das Unternehmen weltweit Organisationen, die Mädchen und Frauen stark machen, indem sie ihnen Zugang zu Bildung, Wohlbefinden und …

…finanzieller Unabhängigkeit ermöglichen.
Das Team um Claudia Seeck, Country-Managerin von Benefit Cosmetics Deutschland, hat sich ganz bewusst für filia als feministische Stiftung entschieden:
„Wir wollten Förderung da, wo Förderung sonst nicht hinkommt“, betont Marketing-Managerin Christina Selig den Vertreterinnen des Mädchenbeirats bei der Scheck-Übergabe.
Nun steht das Ergebnis fest: 178.211,18 € für filia. Das sind 50 % der Erlöse aus der BOLD IS BEAUTIFUL-Aktion im Monat Mai. Die anderen 50 % fließen in das Mentorenprogramm Balu und Du. Mehr Informationen zur gesamten Kampagne finden Sie hier.

Ein HERZLICHES DANKESCHÖN an alle, die zu diesem großartigen Erfolg beigetragen haben. Dank Ihrer Unterstützung können wir MEHR Projekte für starke Mädchen fördern!

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8_Wo sehen wir Blinde Flecken in der Stiftungswelt? Tagung in Berlin

Was ist die Rolle von Stiftungen heute? In Deutschland gibt es über 22.000 Stiftungen mit einem geschätzten Stiftungskapital von insgesamt fast 70 Milliarden Euro und satzungsgemäßen Ausgaben von 4,3 Milliarden Euro. Und der Sektor boomt.
Was für eine finanzielle Kraft! Was für eine Gestaltungsmacht kann hier entfaltet werden!
Das Netzwerk Wandelstiften stellt die Fragen, die nicht so gerne beantwortet werden: Wie transparent sind Stiftungen gegenüber der Öffentlichkeit? Wie sehen die Entscheidungswege aus, wer bestimmt über die Geldvergabe? Wohin fließen die Mittel? Und filia’s Frage: Wird dabei eine Genderperspektive berücksichtigt oder überhaupt wahrgenommen?

Diese Fragen interessieren zunehmend auch den Bundesverband deutscher Stiftungen. Gemeinsam luden wir zu einer Tagung ein. Diese Veranstaltung war ein erster Versuch, die Kriterien und Ideen das Netzwerkes Wandelstiften innerhalb der Stiftungswelt vorzustellen und zu diskutieren.
Der Bundesverband stellte großzügig seine Räume zur Verfügung und war sehr präsent. Felix Oldenburg, Generalsekretär des Verbandes, begrüßte die „wichtigen Impulse“, die das Netzwerk weiter geben möchte.
Wir begannen mit einer gegenseitigen Vorstellung aller anwesenden Stiftungen, stellten die 4 Kriterien des Netzwerkes vor und teilten uns dann in entsprechende Arbeitsgruppen auf. Malina und Zilan vom Mädchenbeirat lieferten eine hervorragende Vorstellung zum Thema Nichts über uns ohne uns – wer bestimmt über die Mittelvergabe. Sie berichteten sehr lebendig und unverstellt über ihre Erfahrungen beim filia-Mädchenbeirat. Dazu gab es zahlreiche Nachfragen und während des Erfahrungsaustausches stellte sich heraus, dass das Beispiel von filia in seiner konsequenten Umsetzung der Mitbestimmung alle beeindruckt hat.


Claudia Bollwinkel diskutiert auf dem Podium

Am Abend hatten wir dann zu einem Podium eingeladen. F. Oldenburg begann mit einem Dialog mit Gesine Schwan, die sie als ehemalige Präsidentin der Europa-Universität Viadrina und als öffentliche Denkerin (so Matthias Fiedler von der Bewegungsstiftung in seiner Vorstellung) einen Namen gemacht hat.
Sie begann gleich mit kritischen Anmerkungen: Stiftungen setzen zu oft nur ihre eigenen Projekte um und fördern zu wenig Organisationen der Zivilgesellschaft, so ihre Kritik. Sie brachte damit Oldenburg unter Rechtfertigungsdruck – er muss ja für alle Stiftungen sprechen – das Netzwerk Wandelstiften allerdings konnte ihr nur zustimmen. Wichtig auch das Statement von Rupert Graf Strachwitz (Maecenata Stiftung und Berater bei der filia-Gründung): „Das Demokratiedefizit der Stiftungen kann nur durch mehr Transparenz in den Griff bekommen werden.“ Auch das konnten wir nur bekräftigen.
Resümee: Ein gelungener Tag, allerdings hätten sich etwas mehr Stiftungsvertreter_innen anderer Stiftungen beteiligen können. Das Interesse war doch sehr zurückhaltend. Ein Vertreter der Open Society Foundation, die gerade aus Ungarn nach Berlin umziehen mussten (Antisemitismus und Shrinking Spaces für Zivilgesellschaft waren die Ursache – das begegnet uns überall, in Ungarn besonders heftig), zeigte sich interessiert am Netzwerk und am Thema des Antifeminismus. Hier wird filia auch international innerhalb von Prospera weiter gehen. Unser Dank geht an den Bundesverband für die großzügige materielle und inhaltliche Förderung der Veranstaltung. Wir sind gespannt auf weitere Schritte hin zu mehr Transparenz, Mitbestimmung und gendergerechte Förderkriterien.

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9_Daria Majewski – nach den ersten 8 Monaten: ein Resümee

Liebe filia-Community,
ich bin Daria Majewski und vertrete seit April 2018 Rebecca Bartusch, die sich in Elternzeit befindet. Meine Arbeitsschwerpunkte sind in dieser Zeit Online-Kommunikation und Fundraising. Ein sehr weites Feld, von der Erstellung des Newsletters, über die Unterstützung im Fundraising zum Beispiel bei der Entwicklung und Durchführung unserer diesjährigen Spendenkampagne Frauen für Demokratie, weltweit! bis hin zum Schreiben von Anträgen. Mein persönliches Herzensprojekt in dieser Zeit ist die Imagekampagne faces and voices of filia auf Instagram geworden! Für mich …

… eine schöne Art dem Herzen von filia zu begegnen, denn man sieht und liest all die wundervollen, starken, visionären Frauen und was sie mit filia verbindet. Mehr Infos zur Kampagne finden Sie in der letzten filia-news

Als ich mich auf die Stelle beworben habe, war mir gar nicht klar, wo ich eigentlich landen würde. Ich suchte einen Job und wollte gerne etwas mit Feminismus machen, da kam eine Stelle in einer Frauenstiftung gerade wie gerufen. Dank der Offenherzigkeit und Bereitschaft des filia-Teams mich aufzunehmen, konnte ich in den ersten Monaten das wahre Gesicht von filia kennenlernen und muss sagen: Ich habe Feuer gefangen!           

Diese Stiftung macht zur Wirklichkeit, worüber andere nur reden: Solidarität unter Frauen*. Erleben zu dürfen wie die filia-Frauen* kompromisslos für eine gendergerechte Welt kämpfen. Wie sie sich dafür einsetzen Ressourcen von jenen, denen es zumindest besser geht, an jene umzuverteilen, die an den unteren Rändern der Gesellschaften für ihre Rechte kämpfen, ist nicht nur beeindruckend sondern auch zutiefst berührend. Kennen Sie das Bild von Frauen*, die einander dabei helfen, die gesellschaftliche Leiter hinaufzusteigen? Hier finden Sie eine tolle Verbildlichung davon und meiner Meinung nach, dem Spirit von filia. In meiner bisherigen Zeit hier habe ich erleben dürfen wie sich Wirksamkeit anfühlen kann. Wirksam zu sein heißt für mich in diesem Kontext, Teil einer langen Kette von Bewegung und Veränderung zu sein. Genauer gesagt, dass selbst die ärgerlichste Exceltabelle Sinn macht, da sie letzten Endes dazu beiträgt, dass an verschiedenen Orten der Welt Frauen* sich organisieren und für ihre Rechte einsetzen können. Wirksamkeit bei filia heißt für mich zu lernen, wie man aus Geld Gerechtigkeit machen kann. Und das zeigt filia mit jeder Faser ihres Wirkens und jeder Frau*, die sich hier einbringt. Danke für die bisherige gemeinsame und für mich so inspirierende Zeit!


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10_Nicht verpassen

Jetzt im Kino: RBG – Ein Leben für die Gerechtigkeit
Koch Media Pressemitteilung: filia.die frauenstiftung ist offizielle Partnerin zum Kinostart von RBG – EIN LEBEN FÜR DIE GERECHTIGKEIT über die Frauenrechts-Ikone Ruth Bader Ginsburg. Der Film, den Ihnen das filia-Team wärmstens empfehlen möchte, läuft jetzt bundesweit im Kino an.
Am 09.12.2018 fand organisiert durch das Amerikahaus in München eine Matinee zum Kinostart statt. Die Münchner Gruppe von filia war vor Ort und hat begeistert über den Film berichtet:
Stephanie Gerlach: „Ein Film, der mich total empowert und inspiriert - RBG kämpft für alle Frauen - gerne wäre ich mit 85 noch so fit wie sie.“
Andrea Thurner: „Der Film ist großartig! Was Ruth Bader Ginsburg für die Gleichberechtigung und für Frauen geleistet hat und immer noch leistet, ist enorm. (…) Mich persönlich hat u.a. der Ehemann von Ruth sehr beeindruckt. Er hat seine Frau unterstützt, wachsen lassen und ist nicht in Konkurrenz zu ihr gegangen. Und das in den 50er Jahren! Über solche Männer würde ich mir auch Filme wünschen, damit auch der „männliche“ Geist Möglichkeiten sieht, was ein Miteinander, Respekt, Gleichberechtigung bewirken kann.“

http://www.kochmedia-film.de/kino/details/view/film/rbg_ein_leben_fuer_die_gerechtigkeit/

18.12. Denkträume lädt ein: Yongi oder die Kunst, einen Toast zu essen
Katrin Wolf im Gespräch mit der Autorin Young-Nam Lee-Schmidt zum Tag der Migrant*innen
„Am 13.11.1974 kam ich zusammen mit weiteren 155 koreanischen Krankenschwestern, alle Anfang 20, in Deutschland an. […] In den Medien wurden wir als hart und fleißig arbeitende »Engel mit den Mandelaugen aus Korea« immer sehr gelobt, weil wir so »freundlich und fleißig« waren. Zunehmend genossen wir auch die neuen Freiheiten, welche sich in unserem Gastland boten, an die wir in unserer Heimat nicht einmal hätten denken können: Reisen, Schwimmen gehen, Fahrrad fahren, Ski fahren, Auto fahren etc.  Meine Seele wurde von einer „eisernen Kette“ befreit. Das neue Leben hat mir Mut und Kraft gegeben und mir eine ganz neue Welt eröffnet. [...] Auch das Erlebnis der grenzenlosen Freiheit, welches wir in Korea nie gekannt hatten, hat mich sehr geprägt. Es wäre schön, wenn ich dieses Lebensgefühl an künftige Ausländergenerationen übermitteln könnte.“ (Young-Nam Lee-Schmidt)
Wann: Dienstag, 18.12.2018, 19.30 Uhr   
Wo: Hamburger Frauenbibliothek, Grindelallee 43, Sauerberghof rechts

Eintritt: 7 €/5 € erm.

Neujahrsempfang 2019
Auch 2019 möchten wir Sie wieder herzlich zu unserem Neujahresempfang einladen. Am Donnerstag, den 31. Januar 2019 öffnen wir die Türen der Geschäftsstelle und möchten mit Ihnen das neue filia-Jahr begrüßen und im geselligen Miteinander Kraft tanken!
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Alte Königstraße 18, 22767 Hamburg




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11_Ihre Daten sind unser Schatz!

Dieser Schatz erlaubt es filia, Sie regelmäßig über die Entwicklung der Stiftung zu informieren, uns für feministische Themen stark zu machen, weltweit die Projekte von Frauen und Mädchen zu unterstützen.
Danke, dass Sie unseren Newsletter abonnieren. Selbstverständlich können Sie Ihre Einwilligung zur Nutzung der Kontaktdaten gegenüber filia.die frauenstiftung jederzeit widerrufen.
Nutzen Sie hierfür unsere Abmeldefunktion auf unserer Website.

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