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Zivilgesellschaft braucht sichere Räume zum Wachsen


Partner: Ukrainian Women's Fund / Women's Fund in Georgia / Women's Resource Center
Women's Resource Center Armenia

Geschichte:
Seit mehreren Jahren beschäftigt alle Stiftungen und Frauenorganisationen das Thema der Einschränkungen ihrer gesellschaftlichen Handlungsspielräume. Strukturelle Auflagen, öffentliche Diffamierungen, direkte Bedrohungen erschweren zunehmend die Arbeit und beeinflussen Motivation und Zuversicht zum gesellschaftlich wirksamen Handeln. So musste  filia die Zusammenarbeit mit Tschetschenien sehr aufmerksam gestalten.
Auf dem letzten internationalen Treffen von Prospera im Herbst 2017 wurde ein Workshop organisiert, auf dem sich alle hier angeführten Partnerinnen zu dem Thema „Shrinking bzw. closing spaces“ austauschten. Es wurde die Notwendigkeit formuliert, Strategien für einen aktiven Widerstand gegen die unterschiedlichen Formen der Bedrohungen für die Entwicklung der Demokratie und Einhaltung der Menschenrechte zu entwickeln. Gerade kleinere Organisationen, die noch keine internationalen und wenig nationale Kontakte haben, benötigen dringend eine Stärkung durch Informationen und Vermitteln von Handwerkszeug. Sonst besteht die Gefahr der Anpassung oder des Aufgebens der systemherausfordernden Aktivitäten und Kampagnen.

Das Thema der Einschränkung zivilgesellschaftlicher Organisationen geht alle an, die Demokratieentwicklung und zivilgesellschaftliche Beteiligung unterstützen. Frauenstiftungen und -organisationen sind in den 3 Ländern besonders betroffen, weil "Gender" und Einhaltung der Menschenrechte für alle (auch LGBTI*) in den traditionell und patriarchal ausgerichteten Ländern als Provokation verstanden werden, als Angriff auf Tradition und vermeintliche kulturelle Werte.
Deshalb ist die länderübergreifende Zusammenarbeit hier ein Zukunftsprojekt.
Die armenische Organisation ist das erste Mal bei einem Kooperationsprojekt dieser Art beteiligt. Durch die Unterstützung der Projektförderung werden neue Organisationen erreicht, die sich gemeinsam auf der Klausurtagung weiter bilden und auf der Abschlusstagung präsentieren.

1. In 3 Ländern (Armenien, Georgien, Ukraine) veröffentlichen die Frauenstiftungen Ausschreibungen zum Thema. Es werden je 3 Projekte ausgewählt und umgesetzt, die die Bedingungen untersuchen und reflektieren.
2. Nationale Treffen zum Austausch und Vorbereitung der internationalen Klausurwoche. Ein Bedarfskatalog zur konstruktiven Bewältigung wird entwickelt.
3. Internationale Klausurtagung im Herbst 2019 in Berlin mit Abschlussveranstaltung in Deutschland: Austausch der Ergebnisse, Trainings zur Datensicherheit im Netz (digital security), Sicherheit der Person (security of activists) und Stärkung ihrer Kräfte für gesellschaftliche Wirksamkeit (holistic security). Die Abschlussveranstaltung ist öffentlich und fasst die Ergebnisse aus allen drei Ländern zusammen.
4. Social Media Kampagne / virtuelle Plattform mit Material aus den Trainings.

Ziel:
Den antidemokratischen und antifeministischen Strömungen konstruktiv Widerstand leisten, Demokratieentwicklung befördern durch Analysen, Austausch und Weiterbildung sowie Veröffentlichungen und Medienarbeit, Stärkung der Frauenbewegung.

Kooperation mit dem Auswärtigen Amt: Programm „Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft der Länder der Östlichen Partnerschaft und Russland 2018“