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Gegen geschlechtsspezifische Gewalt in der Bekleidungsindustrie in Südasien

Wer steht hinter dieser Kooperation?

Seit 2018 unterstützt filia als Drittmittelgeberin ein BMZ-Projekt der Organisation Femnet e.V., bei dem es um die Reduzierung von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen in der Bekleidungsindustrie Bangladeschs und Indiens geht. Femnet kooperiert mit dem Bangladesh Center for Workers Solidarity und der indischen Organisation SAVE. Beide Organisationen arbeiten an der Basis und gewerkschaftsnah, mit einem Fokus auf weibliche Beschäftigte in der Bekleidungsindustrie. Beide setzen auf Capacity Building und Schulungen zu Arbeitsrechten und Frauenrechten, um die Arbeiterinnen* zu ermächtigen, sich selbst für ihre Rechte einzusetzen.

Arbeiterinnen* massiv von Gewalt betroffen

Eine überwältigende Mehrheit der weiblichen Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch und Indien wird Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt. Vorfälle sexualisierter Gewalt werden nicht ausreichend dokumentiert, vor allem, da das Thema in den Produktionsländern weitgehend tabuisiert ist. Weibliche Beschäftigte können sich gegen männliche Vorgesetzte kaum wehren, weil sie bei Verweigerung oftmals schikaniert, bedroht oder gar entlassen werden.

Ziele der Kooperation

Um Frauenrechte zu stärken, ist die Zusammenarbeit verschiedener Akteur*innen nötig. In den Produktionsländern wird der Dialog zwischen NGOs, Gewerkschaften und den Textilunternehmen aufgebaut. Das Tabuthema „Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“ muss stärker beleuchtet werden. Darüber hinaus sollen sichere Anlaufstellen für Arbeiterinnen* eingerichtet werden, an denen sie Übergriffe melden können, über ihre Rechte aufgeklärt und bei der Umsetzung der eigenen Interessen unterstützt werden (Hilfe zur Selbsthilfe). Langfristig wird auch eine Verbesserung der gesetzlichen Grundlagen angestrebt. In Deutschland sollen Bekleidungsunternehmen schriftlich konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von geschlechtsspezifischer Gewalt in ihren Zuliefererfabriken zusagen. Die Kooperation soll einen gezielten Erfahrungsaustausch der zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in den drei Ländern ermöglichen. Es soll darüber hinaus eine Grundlagenstudie erstellt werden, die als Startschuss für Lobby- und Kampagnenarbeit in allen drei Ländern dienen soll.

Wir hebeln Geld für Frauenrechte

Der Gesamtumfang des Projekts für die Laufdauer von 2018 bis Ende 2020 beträgt 492.553 Euro. filia konnte wiedermal durch ihre Unterstützung als Drittmittelgeberin eine deutlich größere Summe für Frauenrechte hebeln.

Detailiertere Informationen zum Projekt lesen Sie in dieser Projekt-Übersicht (PDF) von Femnet e.V..