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Eilförderung

2018

Solidarität mit Frauen in Rojava
 
Seit 2005 gibt es in Westkurdistan eine organisierte Frauenbewegung. Die Organisation Kongreya Star (Star Congress) setzt sich dafür ein, dass Frauenrechte im gesellschaftlichen System des 2016 neu geschaffenen Rojava verankert sind: „Frauen müssen sich selbst organisieren. Nur dann können sie die bestehenden patriarchalen Strukturen herausfordern und machbare, nachhaltige Alternativen schaffen. Ohne die Freiheit der Frauen ist eine wirklich freie Gesellschaft unmöglich.“
 
Kongreya Star hat über 1000 Mitglieder unterschiedlichster ethnischer Gruppen. Sie veranstalteten im Rahmen der Kampagne Women rise up for Afrin in Nordsyrien diverse Frauenaktionen. Im Mai 2018 traf sich für zehn Tage eine Delegation aus Deutschland mit ezidischen, arabischen und kurdischen Frauen* von Kongreya Star.
filia förderte die Reisekosten der Vertreterin von Flamingo e.V. aus Berlin. Ziel des Zusammentreffens mit Aktivist*innen vor Ort war es, gemeinsam zu planen, was Frauen*organisationen aus Deutschland konkret machen können, um zu unterstützen und Solidarität zu zeigen. Die deutsche Delegierte brachte außerdem dringend benötigte TBC-Medikamente mit.
Die Frauen*, die sich im Netzwerk für geflüchtete Frauen* und Kinder Flamingo organisieren, haben zum großen Teil selbst eine Migrations- oder Fluchtgeschichte. Das Solidarity Network for Women* in Rojava von Flamingo sammelt in wöchentlichen Treffen Ideen für weitere Förderungen und Netzwerkpartner*innen. Durch Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerktreffen in Kooperation und Austausch mit den Aktivist*innen aus Rojava wollen sie deren Forderungen sichtbar machen und unterstützen.
 
https://www.facebook.com/flamingos.in.berlin/

Berlin / Stuttgart
Flamingo e.V.

"Die Plattform für verschleppte Frauen"
Im Rahmen des Sonderkontingents Baden-Württemberg wurden 1.000 traumatisierte Ezidinnen aufgenommen, die sich aus den Händen des IS befreien konnten. Die „Plattform für verschleppte Frauen“ hat sich in der Türkei 2015 gegründet, um diese Frauen medizinisch zu versorgen, sozial und gesellschaftlich zu stärken, rechtlich zu beraten und zu unterstützen und Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Es ist ein Zusammenschluss von Fachfrauen wie Ärztinnen, Juristinnen, Psychologinnen. Im Raum Stuttgart leben die meisten traumatisierten Ezidinnen. Die Plattform immer wieder von betroffenen Frauen angerufen. Aktivistinnen möchten mit diesen Frauen zeitnah Interviews führen, um ihre Geschichten zu dokumentieren.
Summe: 4950 Euro
 
 
Türkei
Istanbul LGBTI
„Eren Keskin“

Eren Keskin ist Rechtsanwältin und Menschenrechtsverteidigerin. Sie hat als Erste öffentlich über Vergewaltigung und Misshandlung von Frauen in Haft gesprochen. Nun wird sie im Herbst 2018 selbst ins Gefängnis gehen, voraussichtlich lebenslang. Die Filmemacherin Maria Binder möchte vor ihrem Haftantritt noch so viel wie möglich mit ihr drehen, um ihr Leben und ihre Arbeit zu dokumentieren. Sie hatte bereits den von filia unterstützten Film „Wer bist du, dass du sprichst“ über Frauen gedreht, die Eren Keskin ermutigt hat, an die Öffentlichkeit zu gehen und den Staat anzuklagen.
Thema: Freiheit von Gewalt
Summe: 5000 Euro

2017

Nicaragua
Projekt: “Fighting against impunity”
Red de Mujeres de Condega
Frauen mit geistiger Behinderung sind besonders stark der Gefahr sexueller Gewalt ausgesetzt. Im Fall einer 18jährigen verwaisten jungen Frau aus dem ländlichen Raum um Condega (Nicaragua) kam hinzu, dass sie drei Kilometer weit gehen muss, um die Einkäufe zu machen. Auf diesen weiten Wegen wurde sie mehrfach von zwei Männern vergewaltigt – die sich normalerweise darauf verlassen können, ungestraft davon zu kommen. Der Onkel des Mädchens hat sich nun entschlossen, die Straftaten zur Anzeige zu bringen, und erhält dabei Unterstützung von der lokalen Frauengruppe Red de Mujeres de Condega. Mit einer öffentlichen Kampagne werden die Frauen den Prozess begleiten, Gerechtigkeit fordern und Bewusstsein für die besondere Verletzbarkeit junger Frauen mit geistiger Behinderung auf dem Land schaffen.
Summe: 5000 €
Thema: Freiheit von Gewalt