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Warum weltweit?

"Weitere Ziele: das friedvolle und schöpferische Miteinander von Männern und Frauen, von Völkern und Kulturen, sowie den nachhaltigen Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen"   (aus filia-Präambel)

Berichte aus filias Förderländern

Sie finden an dieser Stelle einige Basisinformationen zu Förderländern von filia und Informationen aus der Sicht von Frauen. Diese Informationen erhalten wir teilweise mit den Anträgen und Berichten unserer Partnerinnen. Fakten und Einschätzungen wurden also vor dem Hintergrund der Arbeit und der Erfahrungen der Frauen aus den Organisationen und Projekten gesammelt. Für die Richtigkeit verbürgt sich filia nicht! Wir sehen darin ein wichtiges Material, das selten öffentlich zugänglich ist.

Länderbericht Aserbaidschan

Aus der Sicht der Frauen
In der Gesellschaft von Aserbaidschan sind patriarchale Strukturen fest verankert. Die Familie bestimmt über den Lebensgang der Frauen und insbesondere in ländlichen Gebieten ist es immer noch üblich, Mädchen zu verheiraten, bevor sie das legale Alter dafür erreicht haben.  Die betroffenen Mädchen sind häufig erst 13-14 Jahre alt und haben keine Möglichkeit mehr, ihre Bildung fortzusetzen. Da sie das gesetzmäßige Heiratsalter noch nicht erreicht haben, werden solche Ehen nicht registriert und sowohl die Frauen als auch die Kinder nehmen einen illegalen Status ein. Das führt dazu, dass im Falle von Scheidung oder Tod des Ehemanns die Frau keinerlei Ansprüche auf Besitz stellen kann.
Generell werden Frauen insbesondere beim Eigentumsrecht stark benachteiligt. Sie erben seltener und wissen nicht, wie sie rechtliche Schritte einleiten können, um Eigentum für sich zu beanspruchen.
Wenige Frauen sind an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen beteiligt. Obwohl Anti-Diskriminierungsgesetze existieren, ist Diskriminierung darin nicht genau definiert, so dass nicht zwischen expliziter und impliziter differenziert wird.

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Länderbericht Bulgarien

Aus der Sicht von Frauen
Als Mitglied der EU hat Bulgarien die Gleichbehandlungsrahmenrichtlinie adaptiert und Antidiskriminierungsgesetze erlassen. In der Realität mangelt es jedoch an der Umsetzung, was sich in höherer Arbeitslosigkeit, erschwerten Bedingungen am Arbeitsplatz und niedrigerem Einkommen für Frauen äußert: Das Durchschnittseinkommen von Frauen liegt um etwa 16 % niedriger als das von Männern in vergleichbaren Positionen (Erhebungen des Bulgarian Fund for Women 2008). Bei der Arbeitssuche werden Frauen aufgrund von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrem Familienstatus oder ihrem gesundheitlichen Zustand diskriminiert und am Arbeitsplatz werden sie häufig Opfer von sexueller Belästigung. Sie ergreifen jedoch nur selten rechtliche Maßnahmen dagegen.

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Länderbericht Georgien

Aus der Sicht der Frauen
Durch die Annäherung an die EU hat Georgien zwar die internationale Konvention gegen alle Formen von Diskriminierung bestätigt (CEDAW), allerdings mangelt es an einer Umsetzung in die Praxis und einer Überarbeitung des Rechtssystems. So stellt der Women’s Fund in Georgia 2008 fest: "Trotz dieser Konventionen und Normen zu Geschlechtergerechtigkeit und Frauenrechten wurde die Implementierung nicht vorangebracht. Der Staat bemüht sich nur formell und oberflächlich darum, Geschlechtergerechtigkeit sicherzustellen.
Das Bewusstsein von Frauenrechtsthemen in der georgischen Gesellschaft ist niedrig. Als Beispiel dafür kann der Internationale Frauentag gelten, der in Georgien seine politische Relevanz völlig verloren hat.

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Länderbericht Serbien

Aus der Sicht der Frauen
Noch immer wird das Leben der Bewohner Serbiens durch Nachwirkungen des Krieges und die anhaltenden Spannungen um den Kosovo bestimmt. Laut Berichten von Frauenrechts-NGOs, die in dieser Region tätig sind, leiden Frauen verschärft unter der Situation, da in Folge der Konflikte im Land eine Rückbeziehung auf Traditionen  geschieht, die patriarchalische Strukturen stärken. 
Eine große Rolle bei dieser Entwicklung spielt die orthodoxe Kirche, mit der die serbische Identität immer stärker identifiziert wird. So propagiert sie Abtreibung als Sünde, setzt Frauen die Geburt von vielen Kindern als höchstes Ziel und verbreitet diese Ansicht durch Kampagnen an Schulen. Die Theokratisierung des Staates reicht so weit, dass die Kirche in die Politik eingreift und die Gesetzgebung beeinflusst.
Die Situation von lesbischen Frauen in Serbien ist noch kritischer. In der  von Nationalismus, Homophobie und Xenophobie geprägten serbischen Gesellschaft kommt es regelmäßig zu verbalen und physischen Übergriffen auf Homo- und Transsexuelle, Roma und NGOs.

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Länderbericht Tschechische Republik

Obwohl die Gleichstellung von Mann und Frau spätestens seit dem EU-Beitritt der Tschechischen Republik in ihren Gesetzen verankert ist, sieht die Situation im Alltag anders aus. Frauen beziehen in der Regel nur 75 % des Lohns der Männer ein, trotz des gleichen Bildungsstandes.
Ein weiteres Problem ist die Diskriminierung von ethnischen Minderheiten, insbesondere den Roma. Zwar gibt es durchaus Arbeit mit Minderheiten, aber oft ohne Gender-Problemstellung, obwohl Frauen oft von mehrfacher Diskriminierung betroffen sind.
Die Umsetzung von Chancengleichheit wird durch Mangel an Koordination und Ressourcen sowie fehlenden Einsatz auf politischer Ebene erschwert. Frauenrechte und feministische Politik werden skeptisch betrachtet, da sie noch immer in Verbindung mit Sozialismus und linkem politischen Flügel gesehen werden.

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Länderbericht Tschetschenien

Aus der Sicht der Frauen
Trotz der akuten Gefährdung für MenschenrechtlerInnen arbeiten weiterhin engagierte Organisationen daran, das Leben der Menschen in Tschetschenien zu verbessern und Menschenrechtsverletzungen öffentlich zu machen. Sie berichten von den katastrophalen Umständen, unter denen Frauen und Mädchen verstärkt leiden.
Die Stellung der Frau in der patriarchalischen Familie geht heute noch auf mittelalterliche Traditionen zurück: „Viele Probleme, vor allem die die Familie betreffen, werden noch heute nach den Adaten, einem mittelalterlichen Klan-Kodex entschieden."
Der anhaltende Kriegszustand in Tschetschenien führte teilweise zu einer Änderung der traditionellen Geschlechterrollen – aufgrund der vielen männlichen Opfer des Krieges sehen sich Frauen gezwungen, als Familienoberhäupter zu fungieren und die Versorgung der Familie zu übernehmen. Bei der hohen Arbeitslosigkeit von 75 bis 80 % ist das oft nicht ausreichend.

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