" Gib Frauen Raum und sie können Wunder vollbringen." P. Vinnarasi Mallika, Projektleiterin DROPPS, Indien

filia holte dazu die Ausstellung „Die Hälfte des Himmels – 99 Frauen und DU“ nach Hamburg. Auf der ProjektParty dazu führte Prof. Dr. Angelika Henschel, Vorstandsfrau bei filia in das Thema ein:
… Gewalt gegen das weibliche Geschlecht zählt laut Unicef weltweit zu den häufigsten Menschenrechtsverletzungen. Jede dritte Frau wird in ihrem Leben einmal vergewaltigt oder zum Sex gezwungen bzw. auf andere Weise misshandelt, wobei Vergewaltigungen Verbrechen mit hoher Dunkelziffer darstellen. Allein in den USA geht man davon aus, dass jährlich 700.000 Frauen vergewaltigt werden oder andere Formen sexueller Gewalt erfahren, wobei 14,8 Prozent der vergewaltigten Frauen jünger als 17 Jahre alt sind. Auch sexuelle Übergriffe gegenüber Kindern bilden kein seltenes Verbrechen. So ergab eine peruanische Studie mit 12 bis 16jährigen schwangeren Mädchen, dass 90 Prozent von ihnen durch Vergewaltigung bzw. Inzest schwanger geworden waren. Und Mädchen und Frauen tragen nicht nur in Friedenszeiten ein hohes Risiko Gewalt zu erfahren, sondern sie sind vor allem in Kriegszeiten „sexualisierter Gewalt“ ausgesetzt... >> die gesamte Rede
Grußwort der Senatorin für Justiz und Gleichstellung Jana Schiedek zum 10-jährigen Jubiläum von filia.die frauenstiftung am 17. Juni 2011 im Baseler Hof
(...) sehr geehrten Damen und Herren,
es ist mir eine große Freude, heute – unmittelbar im Anschluss an meine Rückkehr von der Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister der Länder – zu Ihnen sprechen zu dürfen. Im Namen des gesamten Senats gratuliere ich Ihnen, liebe Stifterinnen, herzlich zum zehnjährigen Jubiläum.
filia – die Tochter: laut der Gründungstifterinnen ist filia.die frauenstiftung eine Tochter der Frauenbewegung. Sie ist zudem Tochter jeder ihrer Stifterinnen, ihrer Förderkreismitglieder, der Spenderinnen und Spender sowie all derjenigen, die ihr durch zeitliches Engagement helfen, zu gedeihen. Ihnen allen möchte ich ausdrücklich für Ihren intensiven Einsatz für die längst überfällige Gleichstellung von Mann und Frau danken.
>> die gesamte Rede
Ein Beispiel aus dem Alltag von Frauen heute:
Dieses Plakat hängt seit 2009 und auch 2010 in den Straßen von Grosny, Hauptstadt von Tschetschenien:
Linke Frau: Ich bin Tschetschenin und stolz darauf. Ich achte die Traditionen unserer Nation! Rechte Frau: Und wer bist Du? Deine Ausstrahlung schadet unserer tschetschenischen Gesellschaft! Das Plakat spricht für sich selbst.
Der Weg zu Chancengleichheit und selbst bestimmtem Leben für Frauen ist noch mühevoll und weit – obwohl die Globalisierung und Möglichkeiten internationaler Vernetzung Menschen einander näher gebracht haben.
Um filia’s Vision zu verwirklichen, fördert die Stiftung Projekte, die in ihrer Region einen Beitrag zu strukturellen Veränderungen leisten und die Kompetenzen von Frauen und Mädchen sichtbar machen. In manchen Regionen der Welt verschlechtern sich die Bedingungen für Frauen in diesem Moment.
filia fördert in den Regionen Mittel- und Osteuropa, im Globalen Süden und in Deutschland.
S&S: Inwiefern unterscheidet sich denn das Bild und Selbstverständnis eines Stifters von dem einer Stifterin?
Ise Bosch: Alles hierzu in einem Satz muss eine Pauschalisierung sein. Manche Stifterinnen erben von ihrem vorher gestorbenen Gatten und stiften zu seinem Gedenken. Frauen, die diese Bindung des Geldes nicht haben, sind eher
teamorientiert, für sie sind Gemeinschaftsstiftungen und Bürgerstiftungen interessant.

filia: Was hat Sie motiviert, bei filia Stifterin zu werden?
Dr. Vera Bloemer: Mich hat diese Aussage auf der Website gereizt: „Wer Frauen unterstützt, verändert die Welt“. Dieser Gedanke hat mich begeistert.
filia: Was bedeutet für Sie sozialer Wandel aus der Sicht von Frauen?
Dr. Vera Bloemer: Es sollte jede Frau unabhängig und selbstbestimmt über ihr Leben entscheiden können mit gleichen Möglichkeiten, gleichen Freiheiten ohne irgendwelche Benachteiligungen, ob in der Ausbildung, dem Berufsleben, in der Familie oder in der Lebensgemeinschaft.
>> das gesamte Portrait