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Anträge stellen

Bis zum 1. März 2012 nimmt filia Anträge mit Ideen und Plänen für Projekte für Mädchen und junge Frauen entgegen.
Frauenorganisationen aus der ganzen Welt können bei filia eine schnelle Förderung aus dem Möglichkeitsfonds beantragen.
>> zu den Förderrichtlinien und zum Antragsformular

Meinungen und Diskurse

"Ohne die Teilhabe von Frauen wird der Prozess der Demokratisierung erfolglos bleiben"   Marina Tabukashvili, Stiftung Taso, Georgien

Ise Bosch

Feministisch orientierte Philanthropie* in Deutschland
Vortrag zum zehnjährigen Jubiläum von filia.die frauenstiftung
Ise Bosch, März 2011

Niemand soll sagen, filia stelle sich den großen Themen nicht. Gleich drei davon haben wir hier am Wickel! Die Philanthropie, den Feminismus, und Deutschland, im Sinne der neueren und neuesten Geschichte.
Und wir werden merken: wenn wir uns diesen Themen annähern, kommen wir nicht darum herum, ein weiteres Begriffspaar zu betrachten, nämlich: Frauen und Geld.
Aber von Anfang an. Als neun Frauen vor über zehn Jahren zusammenkamen und gemeinsam die Gründung von filia planten, ging es natürlich nicht vorrangig um die geschichtliche Verortung dieses Vorhabens. Es ging um Praxis. Stiftung, was heißt denn das? Wie sollte eine frauenbewegte Gemeinschaftsstiftung aussehen? Was brauchen wir, um erfolgreich zu gründen? Welche weiteren Personen passen zum Projekt? Wie bringen wir unsere unterschiedlichen Vorstellungen unter einen Hut?
>> zum Artikel


Andrea Hapke

Kulturwissenschaftlerin und Trainerin für Konflikttransformation

Die Verantwortlichkeit der ‘Mütter’. Genderdiskurse von Frauenfriedensorganisationen im Nordkaukasus/ Russland
Die Bedeutung der Kategorie Gender in Gewaltkonflikten wird in dem vorliegenden Artikel am Beispiel der Diskurse von Frauenfriedensorganisationen im Nordkaukasus diskutiert. Die zu Russland gehörige Region ist seit der Auflösung der Sowjetunion von Gewaltkonflikten geprägt. Tief erschüttert wurde die Region seit Mitte der 1990er Jahre durch den Tschetschenienkrieg. In diesen militarisierten Gewaltkonflikten stellen Diskurse über ‚Mutterschaft’ und die `Verantwortung der Mütter` eine wichtige Grundlage für die Friedensarbeit von Frauen dar. Sie ermöglichen es Friedensaktivistinnen aus unterschiedlichen Kontexten, sich auf lokaler und überregionaler Ebene zu organisieren und über tiefe politische Gräben hinweg gemeinsame politische Forderungen und Aktivitäten zu entwickeln.
>>zum Artikel


Claudia Bollwinkel

Für manche ist Diversität eine Frage des Überlebens.
Auszüge aus einem Essay von Claudia Bollwinkel

„In besonderer Weise fühlen wir uns den Frauen verpflichtet, die nicht nur aufgrund ihres Geschlechts, sondern auch wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer sexuellen Orientierung Diskriminierungen ausgesetzt sind.“
filia ist eine Tochter der Frauenbewegung. Damit verbunden ist ein Bewusstsein für bestehende Machtgefälle – auch in der eigenen Tätigkeit. Will man Frauen stark machen, ist das Wie genauso wichtig wie das Was, ist die Art der Kommunikation mit den geförderten Frauen ebenso entscheidend wie die Inhalte der unterstützten Projekte. Was bedeutet es, feministisch zu fördern?
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Ise Bosch

Parteiisch für die Interessen von Mädchen und Frauen
basierend auf der Ansprache am 22.11.2007 anlässlich der 1. Projekt-Party
„Es ist einfach nicht möglich, Privatvermögen zu neutralisieren!“ - diese Aussage begegnete mir kürzlich bei einer Diskussion über effektives Spenden und Stiften. Gemeint war: die Verantwortung, die mit dem Geld kommt, sollte persönlich wahrgenommen werden, man kann sie nicht „abgeben“. Wer Geld zu verteilen hat, sollte das selbst in die Hände nehmen, alles andere „funktioniere nicht“.
Stimmt das denn? filia.die frauenstiftung behauptet das Gegenteil. Oder auch nicht; denn wir begreifen die Frage anders. Wir sind als Gemeinschaftsstiftung zwar keine wirklich demokratische Einrichtung, aber wir schaffen den Übergang von persönlichem „Vermögen“ Geld-Macht zu einem gemeinschaftlichen, verantwortungsvollen Gebrauch dieser Macht.
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Die Millenniums-Entwicklungsziele

Im September 2000 haben sich alle Mitgliedsstaaten der UNO auf acht Entwicklungsziele – die Millenniums-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDGs) geeinigt, um eine zukunftsfähige und nachhaltige Weltentwicklung zu gewährleisten. Reiche und arme Länder verpflichteten sich darin, alles daran zu setzen, die Armut radikal zu reduzieren, die menschliche Würde und Gleichberechtigung zu fördern und Frieden, Demokratie und ökologische Zusammenarbeit zu verwirklichen. Die Staats- und Regierungschefs haben sich erstmals auf genau definierte Ziele und einen Zeitplan bis 2015 festgelegt.

  • MDG 1: Beseitigung der extremen Armut und des Hungers
  • MDG 2: Verwirklichung der allgemeinen Primärschulbildung
  • MDG 3: Förderung Gleichheit der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen
  • MDG 4: Senkung der Kindersterblichkeit
  • MDG 5: Verbesserung der Gesundheit von Müttern
  • MDG 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen Krankheiten
  • MDG 7: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit
  • MDG 8: Sicherung der ökonomischen Nachhaltigkeit


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