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    filia Stifterinnen

    Stifterin: Gabriele Simmer

    Gisela du Mont

    1. Einige Angaben zu meinem biographischen Hintergrund
    Geboren 1950 und aufgewachsen in Frankfurt am Main.
    Studium der Romanistik und Politik mit dem Ziel Lehrerin zu werden.
    Parteipolitisches Engagement und Engagement für das Frauenhaus
    Reisen-Auslandsaufenthalt in Frankreich
    Zwei erwachsene Söhne
    Seit 37 Jahren mit Begeisterung Lehrerin für Französisch und Gesellschaftslehre
    Lebe seit 6 Jahren wieder in Frankfurt – back to the roots (zurück zu den Wurzeln)

    2. Von filia erfahren habe ich durch persönliche Kontakte
    Von meiner Lebensgefährtin, die mit Marita Haibach bekannt ist und durch Artikel über Ise Bosch.

    3. Mich hat motiviert, bei filia Stifterin zu werden
    weil sich filia in einer von Männern beherrschten Welt - ich bin für Quoten (!) - für Frauen und Frauenprojekte engagiert, die nicht auf der Sonnenseite des Wirtschaftswachstums blühen.

    4. Meine Sicht auf die Situation von Frauen heute in Deutschland
    Nur unter 10% der Frauen haben wirklich einflussreiche Positionen in Wirtschaft und Wissenschaft.
    Obwohl mit gleichen Startchancen versehen, enden viele gut ausgebildete , mit glänzenden Abschlüssen versehene Frauen , neben dem Nobelkinderwagen auf der Parkbank sitzend im lockeren Plausch mit anderen jungen Frauen, die die gleichen Voraussetzungen haben - dies habe ich sehr oft in Frankfurt beobachtet.

    5. Was sollte sozialer Wandel im Interesse von Frauen aus meiner Sicht bewirken
    Ganz klar und kurz gesagt: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Und Frauen sollten Netzwerke bilden, um sich gegenseitig zu stützen und zu fördern sowie es die „Jungs“ auch tun.

    6. Ein Projekt, von filia, das ich für besonders sinnvoll halte
    wird in Tschetschenien umgesetzt:
    Ich war beeindruckt von dem Projekt „Eine neue Rolle von Frauen in Tschetschenien - Frauen machen den Führerschein“ in Grosny. Gerade in den von männlichen Strukturen geprägten Gesellschaften im Osten Europas sind Projekte wichtig die weibliche Selbstständigkeit und das damit zusammenhängende Selbstbewusstsein fördern.

    7. Im Juni 2010 war ich bei meiner ersten Stifterinnenversammlung mit dabei.
    Obwohl ich kaum jemand kannte, habe ich mich gleich wohl gefühlt, da ich sehr freundlich aufgenommen und mit allen wichtigen Informationen versehen wurde.
    Wichtig für mich ist der Kontakt mit Frauen aus sehr unterschiedlichen Arbeitsbereichen, die alle bereit sind, sich zu engagieren und von ihrem Wohlstand etwas abzugeben.

    8. Und wenn mich der bisherige Eindruck
    nicht getäuscht hat und filia weiterhin in sinnvolle Frauenprojekte investiert, werde ich auch weiterhin bei ihr spenden und zustiften. Mich motivieren auch gute Projekte in Deutschland.

    9. Zukünftige Stifterinnen möchten gern von Stifterinnen angesprochen werden
    … Wenn ich ab dem Sommer 2011 nicht mehr in einen festen Arbeitsrhythmus eingebunden sein werde, könnte ich mir die Tätigkeit als Botschafterin für filia vorstellen – ich habe mir allerdings noch keine großen inhaltlichen Gedanken gemacht.
    Bezüglich neuer Mitfrauen oder Spender habe ich bereits meine Fühler ausgestreckt – es ist aber nicht so leicht wie gedacht, wenn es ans Geld geht.

    10. filia wird 2011 10 Jahre alt. Herzliche Glückwünsche – 10 Jahre und kein Ende – filia, das könnte bedeuten: „Frauen, ihr lebt und investiert anders.“

    11. Die Entwicklung der Stiftung – filia in 5 Jahren – wünsche ich mir so:
    Den Bekanntheitskreis in Deutschland zu vergrößern, in dem man z.B. einen Preis ausschreibt.

    Gabriele Simmer, März 2011

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