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Bis zum 1. März 2012 nimmt filia Anträge mit Ideen und Plänen für Projekte für Mädchen und junge Frauen entgegen.
Frauenorganisationen aus der ganzen Welt können bei filia eine schnelle Förderung aus dem Möglichkeitsfonds beantragen.
>> zu den Förderrichtlinien und zum Antragsformular

filia Stifterinnen

Stifterin: Dr. Vera Blömer

Ursula Schauffele

Einige Angaben zu Ihrem biographischen Hintergrund
In Hamburg geboren, in Frankfurt aufgewachsen, in Heidelberg Volkswirtschaft studiert, danach Unternehmensberatung, Beteiligungscontrolling, Investmentbanking, dabei habe ich mich vielfältig sozial und ehrenamtlich engagiert.

Wie haben Sie von filia erfahren?
Gute Ideen sprechen sich herum. Durch das Buch von Ise Bosch „Besser spenden“ kam ich auf das Thema Stiften. Vielleicht bin ich eine dieser typischen Beispiele, die sie in ihrem Buch beschrieben hat. Ich habe mich wiedererkannt, fühlte mich angeregt, mich weiter mit dem Stiften und Spenden zu beschäftigen. Und so habe ich im Internet über filia nachgelesen.

Was hat Sie motiviert, bei filia Stifterin zu werden?
Mich hat diese Aussage auf der Website gereizt: „Wer Frauen unterstützt, verändert die Welt“. Dieser Gedanke hat mich begeistert, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Frauen in vielen Situationen anders, auch effizienter als Männer an Dinge herangehen. Bei filia haben mich die Vielseitigkeit der Projekte und die Internationalität angesprochen, und es hat mir gefallen, wie genau filia hinschaut, wen und was sie unterstützt immer mit Blick auf einen Veränderungsansatz.

Was bedeutet für Sie sozialer Wandel aus der Sicht von Frauen, was sollte dieser Wandel bewirken?
Es sollte jede Frau unabhängig und selbstbestimmt über ihr Leben entscheiden können mit gleichen Möglichkeiten, gleichen Freiheiten ohne irgendwelche Benachteiligungen, ob in der Ausbildung, dem Berufsleben, in der Familie oder in der Lebensgemeinschaft. Frauen, die Benachteiligungen erfahren, brauchen Förderung, damit sie mit gleichen Chancen ihr Leben gestalten können.

Deshalb Ihr Engagement als Stifterin bei filia?
Ich war neugierig und wollte, angeregt durch das Buch „Besser spenden“, Stiftungen besser kennenlernen. Beim Stiften dachte ich immer an große Beträge, angelegt auf die Ewigkeit. Bei filia habe ich dann als „kleine“ Stifterin einen neuen Weg gefunden, sozusagen „learning by doing“. Zum Jahresanfang 2008 habe ich in der Geschäftsstelle angerufen mit der Frage „Was muss ich jetzt tun, einfach nur überweisen?“ Positiv angetan war ich, wie nett ich willkommen geheißen wurde. Ich muss gestehen, dass für mich die Stiftungserfahrung viel zufriedenstellender war als bisherige Spendenerfahrungen.

Sie waren im Juni 2009 das erste Mal bei einer Stifterinnenversammlung mit dabei. Was war Ihr Eindruck?
Das war für mich ein spannendes Erlebnis, weil filia für mich ein vielfältiges Gesicht bekommen hat: Alle kennenzulernen, die zu diesem „Gesamtwerk filia“ beitragen vom den Stifterinnen über den Stiftungsrat, die Ehrenamtlichen, Projektarbeiterinnen, das gesamte Team. Besonders gut hat mir die entspannte Atmosphäre gefallen, wie man aufeinander zuging und wie leicht man miteinander ins Gespräch kam. Involviert zu werden, teilzuhaben und sich einzubringen ist reizvoll.
Angetan war ich von der Offenheit der Gründungsstifterinnen und ihren Mitarbeiterinnen. Jede Neue wird sehr persönlich und selbstverständlich von ihnen aufgenommen; es herrscht eine konstruktive und begeisternde Atmosphäre bezüglich der Stiftungsarbeit und den dazu beitragenden Frauen mit ihrem Know-how, ihrem Elan und Tatkraft.

Ein Ergebnis der SV: zukünftige Stifterinnen möchten am Liebsten von Stifterinnen angesprochen werden. Könnten Sie sich vorstellen, selbst so eine Botschafterin für filia zu werden?
Vor einem Jahr hätte ich noch gesagt “Ich möchte nicht als Stifterin bekannt werden“. Doch dann war ich zur Stifterinnenversammlung eingeladen und habe die Gelegenheit zur Information und zum Austausch genutzt. Ich stehe hinter den Gedanken von filia, hier habe ich das Vertrauen, dass Geld gut und sinnvoll verwendet wird.

Gibt es bestimmte Projekte, die filia gerade fördert, die Sie für besonders sinnvoll halten?
Mit Interesse habe ich das Projekt der Frauen aus Tschetschenien kennengelernt. Der Einblick in das Umfeld und das Alltagsleben dieser Frauen bis hin zum konkreten Projekt, das ihre Welt verändern kann, war spannend. Ebenso interessant als einige Frauen aus autonomen Frauenhäusern vom Lauf um die Alster „Laufen gegen Gewalt“ berichteten: filia unterstützte den ersten Lauf, beim zweiten sind neue Sponsoren eingestiegen, die finanziell und kommunikativ das Thema unterstützten: eine erfolgreiche Impulsforderung von filia; es entstand keine langfristige Abhängigkeit, sondern eine neue Phase wurde ermöglicht.

Wie wünschen Sie sich die Entwicklung der Stiftung – filia in 5 Jahren?
Es wäre wünschenswert, dass filia in der Öffentlichkeit noch bekannter wird und sich als internationale Frauenstiftung positioniert und wahrgenommen wird, sodass mit einer gewissen Selbstverständlichkeit Spenden und Zustiftungen an filia gehen von Vermächtnissen bis hin zu Firmenspenden. Es ist erfreulich zu sehen, wie schnell filia gewachsen ist und wie das Team dieses Wachstum verarbeitet hat. Weitere Stifterinnen, spannende Projekte und ein erfolgreiches Feedback aus dieser Arbeit wünsche ich filia.

Nach einem Gespräch vom 9.9.09

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