Um das Bewusstsein für die Menschenrechte von Frauen zu erhöhen und um Frauen aktiver in gesellschaftliche Prozesse zu involvieren, gibt die Organisation eine regelmäßige Beilage in der Wochenzeitung „Yukselish Namine“ heraus. Etwa 1800 Frauen in sechs verschiedenen Regionen werden dazu befragt, wie sie ihre Situation als Frau in ihrer Gesellschaft einschätzen. Die Ergebnisse werden Parlamentsmitgliedern vorgelegt. TV-Programme und Gerichtshöfe werden für einen Monat auf ihren Umgang mit Frauenrechten hin untersucht.
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Summe: 4.000 € (Folgeförderung)
In sechs großen Textilfabriken in der Stadt Dupnitsa finden in Kooperation mit der Firmen-leitung Seminare für Mitarbeiterinnen über häusliche Gewalt statt: Häusliche Gewalt wird als gesellschaftliches, nicht als privates Problem benannt. Informationen zu Hilfsangeboten werden über Flugblätter, Broschüren und bedruckte Kugelschreiber weiter verbreitet.
Summe: 5.850 € (Folgeförderung)
Um Frauen in der Politik zu stärken, veranstaltet Forum 50% Vernetzungstreffen und vermittelt Mentorinnen (dazu wird eine Datenbank aufgebaut). In Trainings vor Ort erhalten Regionalpolitikerinnen Informationen zu Gleichberechtigung, Gender-Budgeting und zu allgemeinen Managementfähigkeiten. Die Angebote sind für Politikerinnen aller Parteien offen.
www.padesatprocent.cz
Summe: 4.000 € (Folgeförderung)
Polizeibeamte und Vertreter der Regionalregierung nehmen an Trainings zu Gewalt gegen Frauen teil. Nach den Trainings werden Runde Tische veranstaltet. In Radiosendungen und TV-Sendungen werden Informationen zum Thema verbreitet.
keine Website
Summe: 3.500 € (Erstförderung)
Die NGOs in der Region, die zu Frauenthemen arbeiten, treffen sich und erarbeiten eine Struktur für nähere Kooperation. Gemeinsame Veranstaltungen zur Feier des 8. März, TV-Sendungen und Runde Tische informieren die Öffentlichkeit über die Aktivitäten der Frauen-bewegung in der Region Samegrelo, die an der Grenze zur Konfliktregion Abchasien liegt.
www.merkuri.ucoz.org
Summe: 3.000 € (Erstförderung)
In einem Training mit Lepa Mladjenovic aus Serbien im Oktober 2007 entstand die Initiative, die erste NGO in Mazedonien zu gründen, die zu Menschenrechten für Lesben arbeitet. Women’s Alliance will die Sichtbarkeit nicht-heterosexueller Lebensweisen von Frauen steigern und Allianzen mit anderen Frauenorganisationen aufbauen. In Workshops für nicht-heterosexuelle Frauen sollen diese ermutigt werden, für ihre Rechte offensiv einzutreten. Lobbyarbeit für ein Antidiskriminierungsgesetz in Mazedonien und eine Veranstaltung zum 17.Mai (Internationaler Tag gegen Homophobie) sind geplant.
www.womensalliance.mk
Summe: 7.000 € (Erstförderung)
Der Feminist Think Tank ist ein Zusammenschluss von feministischen Aktivistinnen, der Frauen-NGOs durch Informationsmaterial unterstützt und feministische Gesellschaftskritik übt. In diesem Projekt untersuchen sie die Bedeutung von Pflegearbeit. Sie wollen die Ergebnisse dieser Analyse mit der ökonomischen Umstrukturierung der Gesellschaft in Zusammenhang stellen. Die Auswirkungen auf Frauen werden herausgearbeitet und in einem feministischen „Toolkit“ veröffentlicht. Dieses bildet die Grundlage einer öffentlichen Kampagne zur Ökonomie der Pflege, die sich auch an politische EntscheidungsträgerInnen wendet.
www.ekologiasztuka.pl/think.tank.feministyczny
Summe: 8.000 € (Erstförderung)
In Trainings an Dorfschulen erarbeiten Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren Möglichkeiten von Konfliktlösungen, lernen ihre Rechte kennen und üben, sich durchzusetzen - auch gegen Traditionen und Bräuche, die ihre Rechte verletzen. Während des letzten Förderzeitraums haben insgesamt 143 Schülerinnen an den Trainings teilnehmen können.
keine Website
Summe: 6.000 €
Das Frauenzentrum „Harmonie“ (Sintem) hat langjährige Erfahrung mit humanitärer und psychosozialer Unterstützung von Frauen und möchte nun präventiv gegen Gewalt gegen Frauen arbeiten. Im Projekt „Iman“ (tschetschenischer Frauenname, der „Achtung/Respekt“ bedeutet) entwickelt eine Frauentheatergruppe eine Szenenfolge über häusliche Gewalt. Sie wird an Schulen, Universitäten und anderen Einrichtungen gezeigt und mit der Methode des Theaters der Unterdrückten weiterentwickelt. Ziel ist es, Gewalt als gesellschaftliches Problem zu benennen, als Menschenrechtsverletzung zu erkennen und durch das Ausprobieren gewaltfreie Reaktionsmöglichkeiten dem Teufelskreis der Gegengewalt zu entkommen.
keine Website
Summe: 6.000 € (Erstförderung)
Im Frauennetzwerk „Veliko Srce“ haben sich 28 Frauengruppen mit insgesamt über 4000 Mitgliedern aus dem serbischen und dem konförderativen Teil Bosniens zusammengeschlossen. filia begleitet das Netzwerk bereits seit 2006 und konnte die enorme Entwicklung mit verfolgen. Von Anfang an hat filia hier strukturell gefördert, in diesem Fall die Stelle der Netzwerkleiterin. Die Frauengruppen mobilisieren und aktivieren Frauen vor allem aus dem ländlichen Gebiet. Im Büro der Koordinatorin Halida Jahic in der Stadt Gradacac laufen die Fäden zusammen. Zur humanitären und sozialen Arbeit der Frauengruppen kommt zunehmend politische Arbeit: Das Frauennetz beteiligt sich beispielsweise an einer bosnienweiten Kampagne, die zum Ziel hat, die Anzahl von Frauen in Stadträten zu erhöhen.
Das Netzwerk hat sich einen Kodex von demokratischen Regeln gegeben und will demokratische Eigeninitiative unterstützen – in einem gesellschaftlichen Umfeld, das von Machtmissbrauch und Korruption geprägt ist. Die Frauen arbeiten an gemeinsamen Zielen, wie der Zertifizierung ihrer biologisch erzeugten landwirtschaftlichen Produkte. Dabei überschreiten sie die Grenzlinien zwischen den Ethnien und den Religionen. Die Zusammenkunft von Frauen, die im Krieg auf verschiedenen Seiten standen, ist Programm: Es finden gegenseitige Besuche und gemeinsame Exkursionen statt; viele Gruppen sind quer gemischt. Die angemessene Verarbeitung von Konflikten in den Gruppen gehört für sie ebenso zur Friedensarbeit wie die Forderung nach der Wahrung der Menschenrechte in der Gesellschaft.
Durch die längerfristige Förderung kann das Netzwerk Kräfte darauf konzentrieren, weitere Geldquellen zu finden, um die Arbeit langfristig zu finanzieren. Außerdem wollen die leitenden Frauen in ihre Managementfähigkeiten investieren und sich als Gruppe fortbilden.
Keine Website
Summe: 15.000 € pro Jahr für drei Jahre
Frauen und Mädchen mit Behinderung leben in Aserbaidschan im Verborgenen; viele können nicht einmal das Haus verlassen. Entsprechend besteht ein großes Informationsdefizit zu gesundheitlichen Fragen. Lotos will mit filias Unterstützung das Buch „A Health handbook for Women with Disabilities“ der Hesperian Foundation, an dessen Entstehung Frauen mit Behinderung aus über 40 Ländern mitgewirkt haben, übersetzen und verbreiten. Lotos will Frauen mit Behinderung besser informiere, damit sie die Verantwortung für ihre Gesundheit selbst übernehmen, ihre Bedürfnisse artikulieren und für ihre Rechte (z.B. auf Mutterschaft) eintreten können.
Lotos wird von Frauen mit Behinderung geleitet.
www.lotos.aznet.org
Summe: 5.000 € (Folgeförderung)
Im Vorfeld der Regionalwahlen im Dezember 2009 werden junge Frauen mit einem Medienprojekt in politische Prozesse involviert: In einem Workshop lernen sie die Kameratechnik und die frauenpolitischen Forderungen der NGO kennen. In ihrem Umfeld drehen sie dann Filme zu ihren eigenen Belangen und Wünschen an die politischen Entscheidungsträger/innen. Sie führen Interviews mit Lokalpolitiker/innen zu Frauenfragen, die auch gefilmt und anschließend auf „You Tube“ veröffentlicht werden.
Summe: 5.000 € (Erstförderung)
Frauen, die vor den kriegerischen Auseinandersetzungen aus Abchasien, Südossetien und Kartli geflüchtet sind, erhalten in Gruppen Unterstützung und Fortbildung. Durch ihre schwierigen Lebensumstände sind sie verstärkt häuslicher Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt und haben wenig Kenntnis über ihre Rechte. Ziel ist, sie zu stärken, damit sie ihre Interessen bei Treffen mit lokalen Politiker/innen und Vertreter/innen der Medien selbst vertreten können.
www.fundsokhumi.ge
Summe: 5.000 € (Folgeförderung)
Sustainable Social Environment in Kvemo Kartli Region“
In der georgischen Region Kvemo Kartli leben unterschiedliche Ethnien zusammen, die verfeindete sind. In diesem Kooperationsprojekt einer armenischen, einer aserbaidschanischen und der georgischen Frauengruppe arbeiten Frauen der drei Ethnien gemeinsam daran, das Thema Frauenrechte in die Öffentlichkeit zu bringen und für eine Integration der Minderheiten einzutreten. Dazu werden Informationsmaterialien erstellt und TV-Sendungen mit Beteiligung der Akteurinnen aus den Frauengruppen im regionalen Fernsehen ausgestrahlt, die viele Menschen erreichen.
Summe: 4.000 € (Folgeförderung)
Moldavien ist als das ärmste Land Europas eines der Hauptherkunftsländer von Frauen, die Opfer von Frauenhandel werden. Die Regierung tritt nicht dagegen in Aktion, viele Beamte werden von den Menschenhändlern bestochen. Um die Rolle der Polizei im Kampf gegen Frauenhandel zu stärken, organisiert das IWR Trainings für etwa 120 Polizisten. Außerdem halten Hochschullehrer/innen Seminare über Präventionsstrategien. Durch eine Website, Printmaterialien und Radiosendungen werden Informationen über Trafficking verbreitet.
Summe: 5.000 € (Folgeförderung)
NLO arbeitet für die Sichtbarkeit und Anerkennung lesbischer Frauen und Mädchen in Novi Sad. Durch filias Förderung von 2007 (Projekt „Facing Social Homophobia in Novi Sad“) konnte NLO verschiedene NGOs zur Zusammenarbeit bewegen, so auch den Jugendclub CK 13. In Kooperation mit dem Club plant NLO Medienworkshops für junge Menschen (17 bis 27 Jahre) zum Thema Diskriminierung. NLO will feministische und nicht-heterosexuelle Perspektiven als alternative Denkmodelle bekannt machen und Bewusstsein über Menschenrechte schaffen. NLO erhofft sich auch eine stärkere Integration von Lesben in die sozialen Zusammenhänge vor Ort.
NLO ist mit der feministischen Szene Serbiens gut und eng vernetzt. In 2009 erhielt NLO von Kvinna Till Kvinna (Schweden) eine Zusage für eine zweijährige Förderung der operativen Kosten.
www.n-l-o.org
Summe: 4.140 € (Folgeförderung)
Sexuelle Gewalt ist in der serbischen Gesellschaft tabuisiert; betroffene Frauen erleben Diskriminierung und Retraumatisierung durch Polizei und Justiz. AWC setzt sich dafür ein, sexuelle Gewalt zu benennen und gesellschaftlich zu stigmatisieren: Straßenaktionen, Medienauftritte, eine Website und Flugblätter sind Teil der strategischen Öffentlichkeitsarbeit.
www.womenngo.org.rs
Summe: 2.500 € (Folgeförderung)
Poradna arbeitet gegen Zwangssterilisationen an Roma-Frauen in Krankenhäusern z.B. nach einem Kaiserschnitt. Mehreren Roma-Frauen wurde der Zugang zu ihren medizinischen Akten verwehrt, um zu verhindern, dass die Frauen die Wahrheit über ihre medizinische Behandlung herausfinden. Klagen vor slovakischen Gerichten hatten keinen Erfolg; erst die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof brachte am 28.April 2009 das erwünschte Urteil gegen die Slovakei und Entschädigungen für die betroffenen Frauen – ein großer Erfolg für Poradna.
Betroffene Frauen aus der Slovakei und der Tschechischen Republik , die Prozesse gegen Krankenhäuser führen, treffen sich in diesem Projekt und verfassen eine gemeinsame Erklärung an Regierungsvertreter/innen. Sie fordern angemessene Entschädigung und die Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission. Die Teilnehmerinnen können sich an der Erstellung des Schattenberichts an das CAT (Committee Against Torture) in Genf beteiligen. Eine Vertreterin der Roma-Frauen wird an den Sitzungen im November 2009 teilnehmen und ihre Belange dort selbst vertreten.
www.poradna-prava.sk
Summe: 5.000 € (Folgeförderung)
Frauen in Tschetschenien erleben unter dem Einfluss des radikalen Islam, den Präsident Kadyrow gewaltsam einführt, eine zunehmende Einschränkung ihrer Freiheit. Kopftuchzwang, Mehrfrauenehe, Brautraub sind einige Schlagworte, die es bis in unsere Medienlandschaft geschafft haben. Nur 2 % aller Um Frauen in der Öffentlichkeit als Handelnde sichtbar zu machen, sollen etwa 30 Frauen den Führerschein erwerben.
Summe: 7.000 € (Erstförderung)