Bis zum 1. März 2012 nimmt filia Anträge mit Ideen und Plänen für Projekte für Mädchen und junge Frauen entgegen.
Frauenorganisationen aus der ganzen Welt können bei filia eine schnelle Förderung aus dem Möglichkeitsfonds beantragen.
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Ich begrüße Sie und euch ganz herzlich hier an diesem schönen Ort mit Blick auf die Elbe! Die Aufgabe, das tun zu dürfen, ereilte mich vor ungefähr 2 Monaten. Da sprach mich nämlich Katrin Wolf an, ob ich bei der dritten filia-Projektparty die Einladerin sein möchte.
Schon bei der „Werbung“ für die Rolle der Einladenden sprach Katrin Wolf mit so viel Hochachtung, Wärme und Anerkennung von Libkan Bazaeva und ihrer Organisation „Frauenwürde“, dass ich mehr als nur neugierig wurde:
Meine erste und spontane Regung war diese: Ich fühlte mich geehrt über diese Anfrage. Und dies Gefühl habe ich bis heute, wo ich mich sehr auf diesen Abend freue!
Ich bin geehrt und froh, dazu beitragen zu können, die mutige und weitsichtige Arbeit von Libkan Bazaeva für die Rechte von Frauen in Tschetschenien zu würdigen und bekannt zu machen.
Gestern haben wir in der Vorbereitung auf den heutigen Abend den halben Tag zusammen verbracht. Viele der Geschichten die sie erzählte, werde ich ganz sicher nicht vergessen.
Ein Satz, den Frau Bazaeva gestern sagte, ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Sie sagte sinngemäß:„Ich empfinde immer so etwas wie Scham dabei, wenn ich mich nicht traue, das auszusprechen was ich für richtig halte. Aber ich bin nicht mehr so mutig wie früher. Ich habe gelernt, dass es vor allem darum geht, sich unter welchen Bedingungen auch immer für ein gutes, freudiges Leben einzusetzen. Für mich zählt das heute mehr, als für seine Überzeugungen zur Not auch mit dem Leben einzustehen.“
Eine wahrhaftigere und menschlichere Art, ihren jahrelangen, hoch gefährlichen und natürlich! extrem mutigen Einsatz für Frauen- und Menschenrechte zu beschreiben, kann ich mir nicht vorstellen.
Ich bin auch geehrt und froh, auf diese Weise die Arbeit von filia zu unterstützen. filia, die mit ihrem sensiblen und verbindenden Engagement für Frauen weltweit ermutigende Zeichen setzt.
Weiterhin bin ich zutiefst interessiert, was Frau Bazaeva uns heute berichten wird. Ich habe Hochachtung für ihre Arbeit für Frauenrechte in einer Gesellschaft, die von Krieg schwer gezeichnet ist. Einer Gesellschaft, die heute vor der schwierigen Aufgabe steht, ein ökonomisches Auskommen, psychische und physische Integrität, Gesundheit, Bildung, und den Respekt vor eigenständigem Denken für ihre Menschen zu erreichen.
Ich glaube, wir können durch diesen Abend viel lernen und viel gewinnen.
Ich habe nämlich großes Vertrauen, dass die Begegnung von Frauen, die sich an ganz verschiedenen Orten, mit unterschiedlichsten Methoden für ihre Würde einsetzen Mut macht - Inspiration gibt. Und die Solidarität untereinander, die diese Welt so bitter nötig hat, stärkt.
Zum Schluss noch direkt etwas zur finanziellen Rolle als Einladerin: Viele der hier anwesenden Frauen sind Stifterinnen von filia, andere spenden vielleicht ab und zu – für filia oder für etwas anderes, dass ihnen wichtig ist. Oft wird zum Thema Spenden und Stiften gesagt, was für ein schönes Gefühl es doch sei, mit seinem Geld Gutes tun zu können. Ganz so würde ich es nicht sagen – für mich bedeutet es mehr: Auch mit Geld – aber nicht nur mit Geld – dazu beizutragen, dass die Welt zu einer Welt wird und manchmal auch: eine Welt bleibt, in der ich gut und freudig leben kann.
Die Arbeit von Libkan Bazaeva und von filia tragen ganz sicher dazu bei.
Dafür gebe ich mehr als gern und ich hoffe, Ihnen und euch geht es genauso!
Miriam Edding