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filia hat gefördert: Beispiel Bulgarien

Roma-Frauen raus aus der Isolation

„Ich bin nicht allein mit dem, was mir widerfährt!“
Roma Frauen auf ihrem Weg heraus aus häuslicher Gewalt

Der Name der Organisation „Ethnointegration“ im Westen Bulgariens ist Programm. Das 7-köpfige Team, das überwiegend aus Roma-Frauen besteht, setzt sich auf allen Ebenen dafür ein, dass Roma-Frauen und Mädchen ihre Isolation durchbrechen können. Sie sollen die Chance erhalten, andere Lebensentwürfe als die einer lebenslangen Mutter- und Versorgerinnenrolle verwirklichen zu können.

Die Frauen von Ethnointegration sind in die Roma-Dörfer gefahren und haben sich gezielt nach Gewalterfahrungen von Frauen und Mädchen erkundigt, um konkrete Hilfe anbieten zu können. Es wurden daraufhin gezielt junge Frauen zu Trainings im Umgang mit Gewalt eingeladen. Sie sollen erfahren können, dass häusliche Gewalt in all ihren Facetten von Beschimpfungen, Schlägen, Drohungen, Frühverheiratung, sexueller Gewalt bis hin zu erzwungener Prostitution durch Familienmitglieder – nicht hingenommen werden muss. Es ist NICHT normal, auch wenn fast jede zweite Roma Gewalt in ihrer Community um die Stadt Dupnitsa herum erlebt.
Viele von ihnen verbleiben auch nach so einem Training in der gewalttätigen Familie. Neben Scham und Angst vor Ausschluss spielt vor allem die übermächtige Verantwortung für den Zusammenhalt der Familienstruktur eine Rolle, die die Mädchen schon sehr früh erlernen und übernehmen „müssen“.
Aber einige junge Frauen bilden sich weiter und werden zu Multiplikatorinnen. Sie sind Brückenglieder zwischen der bulgarischen „Mehrheitsgesellschaft“ mit ihren sozialen Angeboten und den Roma Familien. Und sie tragen entscheidend (!) zur persönlichen Verbreitung von Informationen über Menschenrechte, Beratungseinrichtungen, Schutzeinrichtungen bei.

Für die jungen Roma-Frauen ist es eine große Herausforderung, in ihrer Isolation das Erlernte anzuwenden – wenn die Familienwirklichkeit dies massiv boykottiert. Der Aufbau von Vertrauen, so schreibt Daniela Aleksandrova, die schon viele Jahre bei Ethnointegration arbeitet, dauert sehr lange, und nur kontinuierliche langfristige Verbindungen beginnen zu tragen. „Vertrauen ist eine elementare menschliche Erfahrung, die Sicherheit gibt und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.“
2015 hat Ethnointegration als Partnerin der New Bulgarian University in Sofia an einem „Action Research“ mit Mädchen zwischen 12-18 Jahren teilgenommen. Es geht darum, Mädchen Respekt entgegenzubringen, sie zu hören und ihre Bedürfnisse und Sorgen ernst zu nehmen.

Ethnointegration hat leider bislang keine eigene Website.

filia förderte diese engagierte Stiftung seit 2008 zum vierten Mal.
Erst zusammen sind wir reich. filia fördert Frauen und Mädchen. Weltweit.
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