filia nimmt Anträge für Impuls- und Eilförderung entgegen!
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Tschechische Republik / Forum 50 %, PragAuf allen Ebenen der tschechischen Politik sind Frauen nicht ausreichend vertreten: Weder in den Führungsetagen der Parteien, noch in der Kommunalpolitik oder auf Regierungsebene. Es ist eine Menschenrechtsverletzung,nicht gewählt werden zu können. So argumentieren die Frauen von "Forum 50 %", die im Sommer 2004 die NGO gründeten. "Forum 50 %" sammelt Daten über Frauen in der Politik, veröffentlicht konkrete Vorschläge, wie die Zahl der weiblichen Abgeordneten erhöht werden kann und bemüht sich, Netzwerke von Politikerinnen zu schaffen.
Serbien (Labris, Belgrad)2001 organisierten Lesben und Schwule ihre erste Parade in Belgrad unter dem Motto: "Es gibt Platz für uns alle!".Auf dem großen Platz wurden sie von Extremisten zusammengeschlagen - die Polizei schaute zu. Vor diesem Hintergrund können wir den Mut und die Fortschritte, die sie seitdem erreichen konnten, besser einschätzen:Mit dem „Information and Ressource Center for Lesbians and bisexueal women“ in Belgrad haben die Frauen von „Labris“ einen geschützten Ort für lesbische, bisexuelle und transidente (transsexuelle) Frauen geschaffen. Hier können sich die Frauen über Aktivitäten in der lesbischen Szene informieren, an Seminaren und Vorträgen teilnehmen oder in der Mediathek Medien ausleihen, die es in Serbien sonst nirgendwo gibt.
AserbaidjanSocial Union "Khatun" Assistance for Women´s Social Problems, SumgaitIn einigen ländlichen Regionen Aserbaidjans wird die Tradition, sehr junge Mädchen aus der Schule zu nehmen und zu verheiraten, wieder zunehmend praktiziert. Diese Mädchen von 13 oder 14 Jahren haben das gesetzliche Alter für die Heiratsfähigkeit noch nicht erreicht; die Ehen haben keinen legalen Status; die sehr jungen Frauen und ihre Kinder sind somit rechtlos. Die Frauen der Organisation "Khatun" gehen gegen diese Menschenrechtsverletzungstrategisch vor und arbeiten auf unterschiedlichen Ebenen.
Bosnien / Veliko Srce, GradacacIn Tarevci, einem Ortsteil der Kreisstadt Gradacac in Nordostbosnien gründeten 1997 etwa zwanzig Frauen ausallen Bevölkerungsgruppen - Musliminnen, Katholikinnen,Serbinnen, Bosnierinnen - die Frauengruppe "Volja zazivotom" ("Lust am Leben"). Daraus entwickelte sich das Frauennetzwerk "Veliko Srce" - "Großes Herz". VieleFrauengruppen mit über viertausend Mitgliedern hat dieses Netzwerk bis zum Jahr 2007 mit einander verbunden. DerName soll ausdrücken,dass hier Frauen aller Konfessionen und Ethnien willkommen sind und zusammenarbeiten.
Hamburg / Kampagne "Mädchen in Sicht"Die Frauen der Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik in Hamburg organisierten zum Internationalen Frauentag am 8. März 2008 die Kampagne "Mädchen in Sicht". Sie wollten der einseitigen Darstellung von Mädchen in den Medien ein differenziertes Bild entgegensetzen: Junge Frauen sollten die Möglichkeit erhalten, sich öffentlich so darzustellen, wie sie sich selber sehen und gesehen werden wollen.
Berlin / LesMigraSMit einer Gruppe von Menschen, die selbst unter den Diskriminierten noch diskriminiert werden, arbeitet das Projekt "LesMigraS", getragen von der Lesbenberatung in Berlin. Im Mittelpunkt stehen lesbische Migrantinnen und Schwarze Lesben. Sie fühlen sich nirgendwo ganz zugehörig: In der Gemeinschaft der deutschen Lesben stehen sie abseits aufgrund ihrer kulturellen Hintergründe. In Migrantinnengruppen können sie sich mit ihrer sexuellen Orientierung oft nur unter Schwierigkeiten zeigen.Bei "LesMigraS" können lesbische Migrantinnen und ihre Familien sich beraten lassen.
Indien / Vikasini Girl Child Education Trust, SecunderabadJedes Mädchen hat das Recht auf Bildung, auch die Ärmsten der Armen. Diese Überzeugung bewegte Frauen der Frauengruppe "Jyothi Mahila Mandali" im Slum von Addagutta in Secunderabad dazu, eine Schule für Mädchen der untersten Kaste zu gründen. Ihre Vision: Durch Bildung das Potential ihrer Töchter und Nachbarsmädchen zu entwickeln, damit sie sich als eigenständige Individuen entfalten und sich bewusst am sozialen Wandel beteiligen können.
Internationale Netzwerke1st Black European Women´s Congress, WienDas Leben der meisten schwarzen Frauen in Europa ist stark durch ihre Vereinzelung geprägt. Offener oder verdeckterRassismus und aktiv genährte Klischees aus der Kolonialzeit erschweren ihnen und ihren Kindern den Zugang und dieTeilnahme am sozialen Leben.Auf Initiative von "AFRA International Center for Black Women´s Perspectives" (Wien) und "TIYE International" (Amsterdam)kamen vom 27. bis 29.09.2007 über hundert schwarze Frauen aus sechzehn europäischen Ländern zum 1st Black European Women´s Congress in Wien zusammen. Mit diesem Kongress schufen sie sich den Raum, um ihre Themen zu diskutieren.
Förderung des Internationalen Netzwerkes von Frauenstiftungen INWF"Schwesterstiftungen" werden bei filia diejenigen Frauenstiftungen genannt, die wie filia Mitglied im "International Network of Women´s Funds" sind. Auf regelmäßig stattfindenden Konferenzen bietet das Netzwerk vor allem einen Raum für Austausch und gegenseitiges Lernen. 26 Stiftungen aus Afrika, Asien, Nord- und Südamerika und Europa sind hier organisiert. filia unterstützt den Aufbau des Netzwerks durch Förderung der Jahreskonferenzen. Die Frauenstiftungen haben sich die Aufgabe gestellt,Ressourcen zu akquirieren und für Aktivitäten und Projekte der Frauenbewegung bereitzustellen.