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PRESSEMITTEILUNG:

„Ise Bosch (rechts) mit Sonja Schelper, Geschäfts-führerin der Stiftung auf einer Jahresversammlung.“

Geben heißt Einfluss nehmen. Der deutsche Stifterinnenpreis 2018 geht an filia-Mitgründerin und Spendenaktivistin Ise Bosch

„Stiften und Spenden wird normaler Weise als Luxus angesehen, nicht als Strategie für sozialen Wandel,“ so Ise Bosch im Januar 2018. Das Wirken von Ise Bosch ist dafür ein Gegenbeispiel und erhält mit diesem Preis eine bundes- und europaweite Würdigung.

Der Bundesverband deutscher Stiftungen setzt ein Zeichen in Richtung einer neueren Entwicklung: von der konservativen hin zu einer progressiven Philanthropie, die sich stärker an den Interessen der Geförderten ausrichtet. „Change, not Charity“ ist dabei das Schlagwort: Strukturelle Veränderungen werden angestrebt, nicht Almosen verteilt.
Sozialer und kultureller Wandel im Interesse von Frauen und Mädchen, im Interesse von mehr Geschlechterdiversität, mehr Chancengerechtigkeit. Ihr Engagement als Spenderin und Stifterin macht einen Unterschied: Für Frauen und Mädchen, für LGBTIQ** weltweit, gegen Rassismus und Ausgrenzung in Deutschland.

Eine ungewöhnliche Stifterin wird hier gewürdigt. In ihrer Rolle als Erbin und Enkelin der berühmten Bosch-Familie wird sie gerne interviewt. Aber die Themen, für die sie sich engagiert und die Art und Weise, wie sie es tut, kommen in den Beiträgen oft zu kurz. Mit diesem Preis werden beide Aspekte in den Mittelpunkt gerückt und gewürdigt.

Ungewöhnlich ihre Zielgruppen, ungewöhnlich ihr philanthropischer Weg. Ise Bosch nutzt die Chance, etwas Großes bewegen zu können und setzt ihr Erbe strategisch und vielfältig ein:

Sie bildet Plattformen für Beteiligung und versammelt Gleichgesinnte.

filia.die frauenstiftung* gründete Ise Bosch mit acht weiteren Frauen 2001, das Erbinnen-Netzwerk Pecunia 2003. „Was das Thema der Geschlechtergerechtigkeit für Mädchen und Frauen anbelangt, ist mir das bislang geringe Interesse unverständlich. Hier geht es immerhin um die Hälfte der Bevölkerung. Da gibt es einen blinden Fleck in der Wahrnehmung.

Gleichzeitig werden gegenwärtig in Teilen der Welt die Menschenrechte attackiert. Besonders jene, die die Zivilgesellschaft und – besonders aggressiv – die Rechte der Frauen auf ihre sexuelle Selbstbestimmung schützen. Wo Gesellschaften nationalistischer und militaristischer werden, verstärkt sich der hetero-normative Druck. Besonders dort sollte unsere Unterstützung sich hinwenden“, Ise Bosch im Januar 2018.
filia.die frauenstiftung ist angetreten, das zu verändern. (siehe Kasten unten). Hier werden Geld, Ideen und Projekte zusammen gebracht. Mitmachen verändert einen selbst und die Welt. „Es ist ein leichter und direkter Weg, das Geld in die Frauenbewegung zu geben“, bekräftigt Ise Bosch. (Hier finden Sie Beispiele für filias Förderstrategie: http://www.filia-frauenstiftung.de/filia-foerdert/was-foerdert-filia.html.)

Sie mischt sich ein.
Mit der Gesellschaft für gemeinnütziges Privatkapital Dreilinden schuf sie eine Basis, um Menschen, deren sexuelle Orientierung und Geschlechts-Identität, Ausdruck und Geschlechtsmerkmale (auf Englisch kurz SOGIESC) nicht der gängigen Norm entsprechen, direkt zu unterstützen. Während filia als Gemeinschaftsstiftung unabhängige Strukturen aufgebaut hat, ist sie hier allein Entscheidende: An welche Organisationen Mittel vergeben werden, welche Studien gefördert werden, welche Institutionen einbezogen, welche Netzwerks aufgebaut werden.

Als Spendenaktivistin ist sie auch Buchautorin. Für alle, die sich noch nicht entschieden haben, ob und wie sie das, was sie übrig haben, einsetzen möchten, hat sie das Buch „Besser spenden“ verfasst. Es inspiriert und ermutigt: http://www.besser-spenden.de/. 2018 erscheint ihr neues Buch zu transformativer Philanthropie.

Sie beeinflusst soziale Investitionen. Indem sie ihr Geld ausschließlich in ethische und an ihren philanthropischen Zielen orientierte Geldanlagen investiert, übt sie eine Vorbildfunktion aus.

Preisverleihung am 16. Mai 2018
Am 16. Mai 2018 um 19.00 Uhr erhält Ise Bosch den Preis in Nürnberg. Die Festveran-staltung findet im Rahmen des Deutschen StiftungsTages statt. Um die 2000 Stiftungsver-treterinnen und -vertreter, Stifter und Stifterinnen werden an der größten europaweiten Preisverleihung für Stiftungsarbeit teilnehmen. Der Preis ist undotiert.

Panel am 17. Mai 2018
Geben heißt Einfluss nehmen – filia.die frauenstiftung lädt auf dem Deutschen Stiftungstag in Nürnberg ein zur Diskussion über Philanthropie für eine gleichberechtigte und diverse Gesellschaft.
Diskussionsrunde:
Ise Bosch, Spendenaktivistin, Preisträgerin Deutscher Stifterpreis 2018;
Dr. Wilfried Vyslozil, Vorstandsvorsitzender SOS Kinderdörfer, München;
Sonja Schelper, Geschäftsführerin filia.die frauenstiftung, Hamburg;
Moderation: Anja Paehlke

** LGBTIQ: Lesbian Gay Bisexual Trans Intersex Queer.

Kontakt:
Katrin Wolf
Stellvertretende Geschäftsführerin / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 040 / 380 381 99-2
Mail: k.wolf(at)filia-frauenstiftung.de

* 2001: Gemeinsam mit 8 weiteren Frauen gründet Ise Bosch filia.die frauenstiftung.
filia ist die einzige Stiftung in Deutschland, die Aktivitäten von Frauen für Frauen und Mädchen weltweit fördert. Als Gemeinschaftsstiftung ist sie auf Mitmachen und. Die größte Frauenstiftung in Deutschland: Bis heute investieren 70 Stifterinnen und zahlreiche Spender_innen in eine kontinuierliche Unterstützung von filia und in Frauenorganisationen, die die Welt verändern wollen. Struktureller Wandel im Interesse von Frauen und Mädchen wird unterstützt, nicht das Abfedern der Genderungleichheit.
„Partizipation“ und „Freiheit von Gewalt“: Zu diesen Förderschwerpunkten hat die Stiftung seit Gründung 2.700.000 € an 400 Projekte in 39 Ländern vergeben, immer dabei Frauen und Mädchen, die Mehrfachdiskriminierungen ausgesetzt sind, im Blick. (Januar 2018)
Seit 2012 bestimmen im filia-Mädchenbeirat Mädchen und junge Frauen zwischen 14 und 22 Jahren mit, welche Mädchenprojekte die Stiftung in Deutschland fördert. Der Beirat ist so divers zusammengesetzt, wie die Teilnehmerinnen der geförderten Projekte: Darunter sind Schwarze Mädchen, bisexuelle, lesbische und Trans*, Mädchen mit Behinderung, of Color und Roma.
filia ist Mitglied im Bundesverband deutscher Stiftungen, im Netzwerk Wandelstiften, bei Prospera – International Network of Women’s Funds und AWID.


Weitere Informationen:   
www.filia-frauenstiftung.de    
www.dreilinden.org         
www.stiftungen.org/stiftungstag