Regeln

Nur Wörter mit 2 oder mehr Zeichen werden akzeptiert.

Maximal 200 Zeichen insgesamt.

Leerzeichen werden zur Trennung von Worten verwendet, "" kann für die Suche nach ganzen Zeichenfolgen benutzt werden (keine Indexsuche).

UND, ODER und NICHT sind Suchoperatoren, die den standardmäßigen Operator überschreiben.

+/|/- entspricht UND, ODER und NICHT als Operatoren.

Alle Suchwörter werden zu Kleinschreibung konvertiert.

+++ Geld verwandeln +++ Frauen stärken +++ Welt verändern +++

Mitmachen!

  • filia Spendenkonto
    GLS Gemeinschaftsbank eG Bochum
    Konto-Nr: 300200100
    BLZ: 430 609 67

    IBAN DE11430609670300200100
    BIC GENODEM1GLS
     
  • zur ONLINE-SPENDE
    einfach online per Kreditkarte oder Lastschrift spenden
     
  • REGELMÄßIG SPENDEN
    erteilen Sie uns eine Einzugsermächtigung für Ihre Spende

>>mehr

Georgisch-deutsches Austauschprojekt für Mädchen und junge Frauen

„Im Internet habe ich die Projektausschreibung gefunden, das Projekt geschrieben und mich beworben. Mein Projekt ist natürlich über junge Frauen. Sie sprechen über Rollenstereotype, über Frühverheiratung, über die Reaktionen der Gesellschaft zu LBT*, über Mutterschaft und ethnische Minderheiten. (…) Ich dachte nicht, dass die Probleme in Georgien und in Deutschland ähnlich sein könnten.“

Salome K. befragte in mehreren Dörfern junge Frauen über ihr Leben, ihre Hoffnungen und Schwierigkeiten und erstellte daraus das Video „Ziyume“ („Siehst du mich“).


„Nichts über uns ohne uns“ nannten wir 2015 die erste Etappe unseres Georgisch-deutschen Austauschprojektes, das das Auswärtige Amt mit finanzierte. Damals ahnten wir noch nicht, welche Kreise das ziehen würde. Die Schwesterstiftung Women’s Fund in Georgia (WFG) war die ideale Partnerin: Sie unterstützte sofort die Idee, ein Mädchenprogramm in Georgien zu initiieren. Aber gab es überhaupt Interesse an so etwas und würden die Mädchen, die eigenständige Ideen entwickeln, das Projekt finden? Am Anfang gab es ziemliche Zweifel.

Die Überraschung: 27 Projekte hatten sich beworben, eines interessanter als das andere, und die Auswahl fiel schwer. Eine junge Frau führte mit ihrer Gruppe „Young Feminists“ in fünf verschiedenen Dörfern Workshops zum Thema Gender Equality mit selbst erfundenen Spielen durch. Beim Projekt „Zusammen mit Malala“ verteilte eine Gruppe das Buch „Ich bin Malala“ an Bibliotheken von 28 Schulen und lud Mädchen zu Workshops über Menschenrechte ein. Im Rahmen von einigen Projekten wurden geschützte Räume geschaffen, wo die Mädchen sich über ihre Probleme austauschen konnten: Frühverheiratungen, Abhängigkeit von den Eltern und Brüdern, verhärtete Rollenbilder von Männern und Frauen.

„Die Beschäftigung mit dem Feminismus hat mein Leben verändert. Da werden meine Probleme behandelt. In meiner Stadt, wo ich wohne, ist das Leben für die Frauen nicht gut. Mädchen und Frauen leiden fast jeden Tag unter den Stereotypen in Schule und Alltag. Ihr Leben ist einseitig
und beschränkt. Durch das Projekt habe ich radikal neue Erfahrungen machen können, denn ich konnte mit einer konkreten Gruppe arbeiten und die Veränderungen bei ihnen miterleben.“


Mariam T. aus Gori, 17 Jahre, gründete die Initiativgruppe „Young Feminists“ und erforscht die Geschichte der georgischen Feministinnen.


Im Herbst 2015 kamen dann Mädchen aus fünf Projekten und zwei Frauen vom WFG nach Berlin, um etwas über die Situation von Frauen und Mädchen in Deutschland zu erfahren und sich neue Anregungen zu holen. „So ein Frauenmagazin ohne Werbung für Schmuck und Mode und ohne gestylte Models möchte ich bei uns auch haben!“, meinte Mariam M. (17). In der Redaktion vom Missy Magazine fragte Stefanie Lohaus, Redakteurin, zurück: „Und wie sollte diese Wunsch-Zeitschrift bei euch aussehen?“ Die Ideen purzelten nur so, am Ende meinten sie: Jetzt haben wir ein Konzept für ein feministisches Frauenmagazin in Georgien.

Bei der Begegnung mit den filia-Mädchenbeirätinnen und Projektpartnerinnen in der „Lesbenberatung Berlin“ begann ein intensiveres Kennenlernen. Gemeinsam bereiteten die Mädchen dann die öffentliche Veranstaltung in der Weiberwirtschaft vor, wo sie ihre Projekterfahrungen präsentierten und das zahlreich erschienene Publikum ein wenig die Atmosphäre der Berlin-Woche miterleben konnte.

In fast allen Auswertungsbögen stand am Schluss der Wunsch: mehr Austausch – und kommt doch mal nach Georgien.


Ermutigt durch die vielen guten Ergebnisse – laut Auswertung hat das Projekt viele junge Menschen aktiviert und einbezogen, neue Netzwerke waren in Georgien entstanden, an vielen Schulen und in zahlreichen Dörfern wurden ungewöhnliche Fragen zu Geschlechtergerechtigkeit und Gewalt gegen Frauen behandelt –, planten wir für 2016 die Fortsetzung: „Girls Transforming Society Together.“
Wieder konnten Mädchenprojekte in Georgien realisiert werden, wieder konnten sich Mädchen aus Georgien und Deutschland begegnen und eine öffentliche Veranstaltung vorbereiten – aber dieses Mal machten sich acht Mädchen aus Deutschland auf den Weg nach Georgien. Sie kamen aus Köln, Bielefeld, Berlin und Hamburg, aus geförderten Projekten und aus dem Mädchenbeirat. Es begann eine aufregende Woche, die mit einer wirklich rauschenden Veranstaltung in Tiflis ihr Ende fand, wo die Mädchen sich ganz wunderbar als Sachverständige für ihre Themen und Projekte präsentierten und vom überwiegend jungen Publikum gefeiert wurden.

„Insgesamt bin ich sehr beeindruckt, wie mutig und beharrlich die Mädchen ihre Arbeit auch gegen Widerstände durchführen.“
„Ich finde es wichtig, sich auszutauschen, denn gemeinsam können wir einfach mehr schaffen. Es entstehen neue Ideen und Möglichkeiten.“
„Es war sehr inspirierend, deren Engagement direkt zu erleben – das gibt mir mehr Energie.“
„Ich habe so viel gelernt! Es lohnt sich, mutig zu sein!!!!“
„Am coolsten war die öffentliche Veranstaltung am Freitag, es waren so viele tolle Menschen dort!“

Stimmen der Mädchen aus Deutschland