Weil Frauen und Mädchen es doppelt und dreifach wert sind!
Und weil filia Sie gewinnen möchte, als neues Förderkreismitglied oder als Erstspender_In!

Ihre überraschende Erbschaft empfand die frauenpolitische Aktivistin der frühen Stunde, Ute Pfeifer, fast schon wie einen Seitenwechsel, hatte sie selbst doch bis dato immer wieder erlebt, wie eng Geld und Macht miteinander verbunden waren. Wie sie in filia die Chance sieht, die Dichotomie des Gebens und Nehmens aufzubrechen, ihren persönlichen Werdegang und ihre Visionen für die Stiftung schilderte die filia Gründungsstifterin der filietta.
Ute Pfeifers heutiges Engagement für filia ist die konsequente Fortsetzung eines von gesellschaftspolitischer Arbeit bewegten Lebens, in dem die enthusiastische Stifterin schon früh Impulse setzte: Aufgewachsen als Tochter eines Kaufmanns und Enkelin eines Bergmanns in einer sechsköpfigen Familie in Volksdorf bei Hamburg, realisierte Ute Pfeifer ihren Wunsch die Welt gestaltend zu verändern schon mit frühen 14 Jahren, als sie eine Amnesty International-Gruppe im Norden Hamburgs gründete. Ihr Engagement zur Profession zu machen entschied sie als junge Erwachsene im Alter von 18 Jahren: Ute Pfeifer wollte in die Politik, wollte den Strafvollzug verändern. Doch da die einzige Uni mit reformiertem Jurastudiengang der jungen Frau keinen Studienplatz anbieten konnte, wählte sie ein Studium der Pädagogik, um so ihr Ziel zu verfolgen. Zu diesem Zeitpunkt noch stark vom Sicherheitsdenken des Vaters gedrängt, wurde Ute Pfeifer zunächst Lehrerin für Politik und Englisch, ergänzte ihre Ausbildung mit einem Abschluss als Diplom-Pädagogin, um schließlich nach kurzen Abstechern in der Sachbearbeitung und im Buchhandel ihre berufliche Heimat in der politischen Bildungsarbeit zu finden. Mit der Organisation der legendären Hamburger Frauenwoche fand Ute Pfeifer ihren Platz in der Frauen- und Mädchenarbeit. Gemeinsam mit weiteren tatkräftigen Hamburgerinnen baute sie das Mädchenprojekt Dolle Deerns auf, einen Verein zur Förderung feministischer Mädchenarbeit, und war eine der Gründerinnen des Frauenbildungszentrums Denk(t)räume. Ute Pfeifer kennt die Situation von Frauenprojekten gut: die immer zu knappen Finanzmittel, die Schwierigkeiten Gelder zu beantragen bei Stadt, Land oder Bund, insbesondere wenn die Projekte nicht dem klassischen Förderprofil entsprechen.
Ihre überraschende Erbschaft eröffnete der Aktivistin die Möglichkeit, ihre politischen Ziele auch finanziell zu verfolgen. Als Projektfrau hatte sie Stiftungen bis dato als altmodisch empfunden, und durch die Bindung an den Stifterwillen Einzelner häufig unflexibel und nur selten mit einem Blick auf Mädchen und Frauen erlebt.
Mit der Gründung von filia aber sah Ute Pfeifer endlich die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Frauen ein Instrument zu etablieren, welches eben diese Lebensrealitäten zum Fokus macht. Das "Zusammen" setzt die Gründerin dabei in den Vordergrund: Gemeinsam politisch Handeln ist ihr erklärtes Ziel, im Austausch miteinander Strategien entwickeln. Keine Stellvertreterinnenpolitik will sie betreiben, sondern auf gleicher Augenhöhe mit den Projektpartnerinnen agieren. Und eben dies sind die Charakteristika, die für sie das besondere Potenzial von filia ausmachen. Ute Pfeifer will das Verhältnis von Geben und Nehmen aufbrechen - neu definieren, will ein anderes Miteinander finden, will Netzwerke bauen. Die Politik der Stiftung soll von politisch und sozial engagierten Frauen bestimmt werden, die mit dem Ohr dicht an der Basis sind. Und noch mehr: Den Begriff der Philantrophie will sie mit filia dahingehend verändern, dass er zur selbstverständlichen Teilnahme an Veränderungen einlädt. filia ist für Ute Pfeifer Instrument und Angebot.
Ihre Visionen für filia: Die Stiftung soll ihre Unabhängigkeit bewahren, nicht vom Willen einzelner Stifterinnen oder Geldgeber abhängig sein. Weiterhin den Mut zur Radikalität haben und in Bereichen fördern, die den Lebensalltag von Mädchen und Frauen im Blick haben. "Denn" so Ute Pfeifer "nur so kann Gesellschaft nachhaltig verändert werden."