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filia nimmt Anträge für Impuls- und Eilförderung entgegen!
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Projekte in Deutschland 2009

2.Förderphase: Impulsförderung

 

Berlin

Paulo Freire Institut
Projekt „Frieden und Gender im Dialog – Erfahrungen an der Basis 10 Jahre nach der UN-Resolution 1325"

Migrantische und nicht-migrantische Frauenorganisationen aus Berlin setzen sich gemeinsam mit der UN-Resolution 1325 (Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen) auseinander und reflektieren ihre Erfahrungen mit Friedensarbeit im deutschen Kontext. Die Ergebnisse werden im Oktober 2010 bei der Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung zum 10. Jubiläum der UN-Resolution 1325 präsentiert. Das Projekt ist eingebettet in den „Trialog“ von kaukasischen, lateinamerikanischen und deutschen Friedensaktivistinnen, den filia in 2008 gefördert hat. Es macht (migrantische) Frauen als Akteurinnen einer konstruktiven Veränderung von Konfliktdynamiken in Deutschland sichtbar.
www.ina-fu.org/pfi
Summe: 3.000 € (Erstförderung)

Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess e.V. (KOK)
Projekt „Vernetzung für den Schutz von Menschenrechten und Erstellung einer Expertise zum Thema Deutsche Betroffene von Menschenhandel“

Der Koordinierungskreis ist Mitglied im Forum Menschenrechte, einem Netzwerk von deutschen NGOs, das sich für einen verbesserten Schutz und die Umsetzung der Menschenrechte einsetzt. Die Mitarbeit im Netzwerk ermöglicht KOK, die Frauen und -Menschenrechtsarbeit der Bundesregierung kritisch zu beobachten. Den Frauen von KOK ist politische Lobbyarbeit auf nationaler Ebene wichtig, u.a. nutzen sie die Möglichkeit, Bundestagsabgeordneten das Thema nahe zu bringen.
Die Fachberatungsstellen, die Mitglieder im KOK sind, stellen fest, dass sie zunehmend deutsche Klientinnen betreuen (27%). Zu den Hintergründen und Handlungsmöglichkeiten wird einen Expertise erstellt, die an die Beratungsstellen und anderen MultiplikatorInnen verteilt werden soll.
www.kok-buero.de
Summe: 4.500 € (Folgeförderung)


 

Hamburg

5. Hamburger Frauenhaus
Projekt „Laufend gegen Gewalt“

Die Hamburger Frauenhäuser veranstalten im Juni 2010 gemeinsam den 3. Benefizlauf gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen rund um die Alster in Hamburg. Der Lauf hat viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, bei PolitikerInnen und auch bei Sponsoren (Drogeriekette Budnikowsky) gewonnen. Beantragt wird die Finanzierung der auffallenden orangefarbenen bedruckten T-Shirts, auf denen auch filias Logo erscheint.
www.laufend-gegen-gewalt.de
Summe: 1.500 € (Folgeförderung)

2. Hamburger Frauenhaus / AK Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Projekt“ Gewalt kommt nicht in die Tüte“

Gemeinsam mit dem Landesinnungsverband des Bäckerhandwerks Hamburg veranstaltet der Arbeitskreis Gewalt gegen Frauen im November 2010 zum zweiten Mal eine Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. 2008 haben sich 158 Hamburger Bäckerfilialen beteiligt, es wurden 160.00 Brötchentüten mit Informationen über Beratungsangebote und der Notrufnummer verteilt.
www.gewaltschutz.info
Summe: 3.200 € (Erstförderung)

Gleich & Gleich e.V.
Projekt „Lesben in Südafrika“

Das Lesbenfrühlingstreffen 2010 in Hamburg findet kurz vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika statt. Dies nehmen die Veranstalterinnen zum Anlass , um auf die menschenrechtliche Situation von Lesben in Südafrika aufmerksam zu machen. Phumi Mtetwa vom „Equality Project“ aus Johannesburg wird dazu eingeladen. filia unterstützte sie und ihre Organisation 2009 mit einer Eilförderung. Nach dem Mord an Eudy Simelane hatten sie mit zahlreichen Aktionen öffentlich protestiert. Das Andenken an die südafrikanische Fußballspielerin, die vergewaltigt und umgebracht wurde, weil sie ihre lesbische Lebensweise offen und selbstbewusst vertrat, soll auch hier in Hamburg bewahrt werden.www.lesbenfruehling.de/hamburg2010Summe: 2.000 € (Erstförderung)

 


 

Heidelberg

Rund um die Welt e.V.
Projekt „Die Hälfte des Himmels – eine Ausstellung gegen sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen“

99 Frauen werden in der Ausstellung mit Fotos und Tonaufnahmen vorgestellt. Die Portraits zeigen die Frauen in ihrer Verschiedenheit und machen deutlich, wie zerstörerisch sich sexuelle Gewalt auf persönliche Lebensgeschichten auswirkt. Aber wir erfahren auch etwas über ihre Ideen, sich besser gegen sexuelle Gewalt schützen zu können. Die Ausstellung soll ab Februar 2010 in verschiedenen deutschen Städten gezeigt werden sowie nach Wien und Basel wandern.
de.betterplace.org/projects/1528-99-frauen-und-du-ausstellung-zu-sexueller-gewalt
Summe: 6.500 € (Erstförderung)


Tübingen

Terre des Femmes
Projekt „Bundesweites Verteilen der Präventionsbroschüre Wir schützen unsere Töchter in gynäkologischen Arztpraxen“

Terre des Femmes hat die Broschüre gegen Genitalverstümmelung mit Unterstützung des Bundesfamilienministeriums in sechs Sprachen herausgegeben. Gynäkologische Praxen sind ein wichtiger Ort, an dem die Zielgruppe der in Deutschland lebenden Migrantinnen erreicht werden kann. Der Wartezimmer-Informations-Dienst IDS unterstützt die Aktion; verteilt die Broschüren und dokumentiert den Verbrauch.
www.frauenrechte.de
Summe: 4.500 € (Folgeförderung)


Nürnberg

Internationales Frauencafe, Imedana
Ko-Finanzierung des Internationalen Frauencafes

Das Internationale Frauencafe bietet Frauen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus Beratung, Begleitung und Trainings zur beruflichen Integration. Etliche Frauen beteiligen sich selbst an der Arbeit und führen z.B. den offenen Cafebetrieb durch. Das Frauencafe erhält Förderung durch den Europäischen Flüchtlingsfond (EFF).
www.internationales-frauencafe.de
Summe: 5.000 € (Folgeförderung)



1.Förderphase: Impulsförderung

Hamburg

5. Hamburger Frauenhaus  „2. Benefizlauf Laufend gegen Gewalt“

Am 05.07.2009 veranstalteten die Autonomen Hamburger Frauenhäuser zum zweiten Mal den Benefizlauf „Hamburg läuft gegen Gewalt an Frauen und Kindern“ rund um die Alster für die Finanzierung der Arbeit der Hamburger Frauenhäuser. Der Lauf bringt das Thema Gewalt gegen Frauen auf eine positive Weise in die Öffentlichkeit. Die Hamburger Frauenhäuser wollen den Lauf als festen Event in Hamburg etablieren.
www.laufend-gegen-gewalt.de
Summe: 2.500 €  (Folgeförderung)


Frankfurt

Deutsch-Iranische Beratungsstelle e.V.  Projekt „Migrantinnen im Alter und Alltag“

Die stark benachteiligte Zielgruppe der ältere Migrantinnen (ab 50 Jahren) aus dem Iran und Afghanistan können sich in diesem Projekt vernetzen und untereinander stärken. Sie entwickeln gemeinsam Perspektiven für ihr weiteres Leben in der deutschen Gesellschaft, in der sie voraussichtlich im Alter leben werden. Der Verein wurde von Migrantinnen für Migrantinnen gegründet und ist die einzige Anlaufstelle dieser Art im gesamten Rhein-Main-Gebiet.
Summe: 3.600 €  (Erstförderung)


Mainz

Frauenzentrum Mainz / Lesbenportal gorizi.de   „gorizi.de“

Das Portal für Junglesben hat eine große Reichweite und stärkt bundesweit lesbenpolitische Gruppen. filia hat bereits die Programmierung der Beratungsbörse unterstützt. Die neu zu programmierende Projektbörse ist eine Art Veranstaltungskalender, in den Nutzerinnen ihre politischen Aktivitäten und Ideen eintragen können, um sich so gegenseitig zu informieren und sich zu vernetzen.
www.frauenzentrum-mainz.de
www.gorizi.de
Summe: 1050 €  (Folgeförderung)


Dresden

Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik e.V.  „Mädchen von heute sind die Frauen von morgen“

Die Meinungen von Mädchen zum Thema Geschlechtergerechtigkeit sollen im Rahmen einer bundesweiten Kampagne sichtbar werden. Die von filia unterstützte Hamburger Mädchenkampagne von 2008 steht dabei Modell für Aktionen in anderen Mädcheneinrichtungen im ganzen Bundesgebiet. Zum 10jährigen Jubiläum der Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik findet im Herbst 2009 außerdem eine Fachtagung zur Frage „Was bedeutet Mädchenpolitik heute?“ statt.
www.maedchenpolitik.de
Summe: 5.000 €  (Erstförderung)


Köln

Lila in Köln – Bündnis autonomer Frauenprojekte gegen Gewalt an Frauen und Mädchen:  „Taschentuchaktion – Wir haben die Nase voll! Keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen!“

In Zusammenarbeit mit dem Apothekerverband Köln veranstaltet das Bündnis Lila in Köln zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25.11.) eine Kampagne gegen Gewalt gegen Frauen: In Kölner Apotheken werden insgesamt 65.000 Taschentuchpäckchen mit der Aufschrift „Wir haben die Nase voll! Keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen!“ mit Hinweis auf Beratungsmöglichkeiten verteilt. 2500 weitere Päckchen werden bei Aktionen der Bündnispartnerinnen in der Kölner Innenstadt verteilt. Mit dieser Aktionsform hoffen die Veranstalterinnen, neben der Öffentlichkeitswirksamkeit auch möglichst viele betroffene Frauen und Mädchen zu erreichen und zugleich Apotheker/innen zu sensibilisieren, die oft erste Ansprechpartner/innen für betroffene Frauen sind.
www.lila-in-koeln.de
Summe: 5.000 €  (Erstförderung)


Berlin


LesMigraS  „Sexuelle Selbstbestimmung: Akzeptanz fördern – Vielfalt unterstützen“

filia unterstützt LesMigraS seit 2007 bei der Sensibilisierungsarbeit für sexuelles Selbstbestimmungsrecht in migrantischen communities. LesMigraS pflegt kontinuierlich die persönlichen Kontakte zu Multiplikatorinnen in migrantischen Einrichtungen und erreicht so, dass Veranstaltungen zu sexueller Selbstbestimmung ins Programm genommen werden.
www.lesmigras.de
Summe: 4.000 €   (Folgeförderung)

Paula Panke e.V.  „Was haben wir gewonnen, was haben wir verloren – Migrantinnen und Frauen aus der DDR 20 Jahre nach Mauerfall im Dialog“

Migrantinnen und Frauen aus der DDR, die eine Art Migration im eigenen Land erlebt haben, reflektieren in einem mehrdimensionalen Projekt mit Workshops, Interviews und Lesungen gemeinsam ihre Erlebnisse nach dem Mauerfall. Ziel ist, Schlussfolgerungen für die feministische und interkulturelle Politik und Praxis aus der Analyse der Auswirkungen der gesellschaftlichen (Um)Brüche auf das persönliche Leben zu ziehen.
www.paula-panke.de
Summe: 2632  €  (Erstförderung)