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Anträge stellen

Bis zum 1. März 2012 nimmt filia Anträge mit Ideen und Plänen für Projekte für Mädchen und junge Frauen entgegen.
Frauenorganisationen aus der ganzen Welt können bei filia eine schnelle Förderung aus dem Möglichkeitsfonds beantragen.
>> zu den Förderrichtlinien und zum Antragsformular

Ergebnisse und Erfolge 2010

"Jedes einzelne Ziel, das wir erreichen, birgt in sich eine Chance für Veränderung"    Biljana Stankovic, Novi Sad Lesbian Organisation, Serbien

Frauen-Netzwerk in Samegrelo ins Leben gerufen

In der bergigen Konfliktregion Samegrelo (Georgien) an der Grenze zu Abchasien - wo viele Flüchtlinge immer noch provisorisch leben - hat es die Organisation „Merkuri“ im ersten Anlauf geschafft, 13 Frauenorganisationen zusammen zu bringen. In mehreren Treffen diskutierten sie den Bedarf und die Ziele des Netzwerkes. Aus jeder Organisation ist eine Frau für den Vorstand des Netzwerkes berufen worden.
Bereits Mitte des Jahres 2010 arbeiteten sie innerhalb eines Netzwerkes von 15 Organisationen auf mehreren Ebenen an fünf konkreten gemeinsamen Projekten. Zum Beispiel beteiligten sich Frauen aus 10 Organisationen an Straßenaktionen, um Kandidatinnen für die Regionalwahlen zu unterstützen. Bereits nach dem ersten Jahr wurde die Vorsitzende des Netzwerkes zu einer internationalen Konferenz nach Litauen eingeladen. Das Netzwerk knüpfte Kontakte zu NGOs aus Abchasien und entwickelte ein gemeinsames Friedensprojekt, innerhalb des Netzwerkes gibt es 3 Organisationen, die von IDP-Frauen gegründet worden sind (Internally Displaced Persons). Durch Sendungen im Fernsehen stellte sich das Netzwerk vor und erhielt schnell eine Popularität in der Region. Die Einzelorganisationen erhielten Impulse und Stärkung.Die Entwicklung gemeinsamer Projekte brachte einen großen Entwicklungsschub. Trotzdem ist der sehr unterschiedliche Stand der einzelnen Gruppen eine Herausforderung bei der Zusammenarbeit.
filia förderte den Aufbau des Netzwerkes mit 8.000 €
www.merkuri.ucoz.org


„Lesben Leinen Los – zwischen Hamburg und Südafrika“

Lesbenfrühlingstreffen – 21.-23. Mai 2010, die bundesweite Veranstaltung diesmal in Hamburg
Phumi Mtetwa aus Johannesburg diskutierte mit auf dem Podium „Von Hamburg bis Südafrika“; sie plädierte für eine breit angelegte links-politische Zusammenarbeit auch und gerade in Entwicklungsländern, für eine Zusammenarbeit der homosexuellen- und Frauenbewegung mit anderen Bewegungen wie den gewerkschaftlichen, anti-rassistischen, menschenrechtlichen Bewegungen – für einen gemeinsamen Kampf gegen Armut und Korruption. Auf die Frage, welche Unterstützung aus dem Norden am sinnvollsten sei, antwortet Frau Mtetwa klar mit: „Solidarität; gute Information über die Herausforderungen und Möglichkeiten dort; Engagement für gemeinsame Ziele.“
„Act to end Hate“ (Werde aktiv, um den Hass zu beenden) – unter diesem Slogan initiierte Phumi Mtetwa vom „Lesbian and Gay Equality Projekt“, Johannesburg, 2009 ihre Menschenrechtskampagne in Südafrika, um die Morde an lesbischem Frauen in ihrem Land anzuprangern. filia unterstützte die südafrikanische Organisation, richtete ein Spendenkonto ein und berichtete mehrfach. Aus dieser Aktion ist eine Zusammenarbeit mit dem Hamburger Verein „Gleich und Gleich“ entstanden. Die Frauen des Vereins engagieren sich für die Verbreitung der Kampagne in Deutschland.
filia war Kooperationspartnerin des Lesbenfrühlingstreffens für den Bereich „Lesben in Südafrika“ und ermöglichte die Reise von Phumi Mtetwa nach Deutschland.


„Mädchen ohne Fesseln“ auch bei uns!

In Tschetschenien sind die Erlebnisse und Folgen der zwei Kriege, die in jeder einzelnen Familie zu spüren sind, ein Tabu. Weder öffentlich noch an Schulen und Universitäten gibt es einen Raum für Debatten und Austausch. Tschetschenien ist nun eine russische Unterrepublik, Teil eines Landes, das kein Interesse daran hat, eigene Menschenrechtsverletzungen vor, während und nach den beiden Kriegen zu thematisieren. Grundlagen für eine friedlichere, gewaltfreiere und auch frauenfreundlichere Gesellschaft zu schaffen – darum geht es Taita Junousova und ihrem Team von „Zhivaja nit‘“ („Lebensfaden“). Sie unterstützen und begleiten Kinder dabei, ihre traumatischen Kriegserlebnisse zu bearbeiten und sich im heutigen russischen Tschetschenien für ihre Rechte einzusetzen.

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Frauen an die Macht

Mongolia / Mongolian Women’s Fund MONES / Ulan Baator
Seit ihrer Gründung im Juli 2000 unterstützt die mongolische Frauenstiftung MONES das Empowerment von Frauen in der Mongolei. Bis heute ist Mones die einzige Institution vor Ort, die für Frauenrechte Gelder bereitstellt. Die Provinz Zavkhan ist eine der „Pilotprovinzen“ der mongolischen Frauenstiftung. Hier unterstützt MONES gezielt Frauenorganisationen und deren Zusammenarbeit, um für Frauen eine nachhaltige Verbesserung ihrer Lebensumstände zu erreichen. Neben häuslicher Gewalt (eine von drei Frauen ist betroffen) ist im Zavkhan Aimag die Unterrepräsentation von Frauen in der Politik ein zentrales Problem. Themen wie Gesundheitsversorgung, Bildung und andere soziale Dienste, die das Leben von Frauen stark betreffen, stehen am Ende der politischen Agenda. Frauen haben keine Möglichkeiten, über ihre Belange mit zu entscheiden.2007 nahmen 55 Leiterinnen von Frauenorganisationen an einem Training zu politischer Partizipation teil. Dieses Ursprungstraining zeigte schnell große Wirkung und weitreichende Erfolge.

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Offizielle Gründungsveranstaltung des Rates schwarzer europäischer Frauen

Der Black European Women´s Council BEWC hat sich die Aufgabe gestellt, Schwarze Frauen und ihre Anliegen im gesamteuropäischen Kontext durch strategische Vernetzung, Bildung von Allianzen und Lobbyarbeit auf der Ebene des Europäischen Parlaments sichtbar zu machen. In den Räumen des EU-Parlaments fand im Herbst 2008 die erste Generalversammlung des BEWC und eine Podiumsdiskussion zur Situation Schwarzer Frauen in Europa statt. filia förderte bereits den 1st Black European Congress im Herbst 2007, aus dem das BEWC hervorging.

AFRA International Center for Black Women´s Perspectives, Wien, Österreich
www.blackwomencenter.org, www.bewnet.eu
Summe: 10.500 €